- Soziales und Recht
Führerschein-Antrag: den Diabetes angeben oder nicht?
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Rechtsanwalt Oliver Ebert gibt Ihnen in der Rubrik Rechteck Antworten auf Rechtsfragen rund um das Thema Diabetes.
Die Anfrage haben Sie bestimmt schon öfter erhalten, dennoch sind wir im Unklaren: Unser 16-jähriger Sohn Bastian hat seit vielen Jahren Diabetes Typ 1 und nutzt eine Insulinpumpe. Nun möchte er einen Führerscheinantrag stellen. Wie sollen wir die Frage: „Liegen geistige oder körperliche Beeinträchtigungen/Behinderungen/Krankheiten vor?“ beantworten? Müssen wir sie mit Ja oder Nein beantworten oder sollen wir die Frage einfach offenlassen? Können wir uns strafbar machen?
Der Diabetes läuft gut, Bastian hat keine Unterzuckerungen, die fremder Hilfe bedürfen o. ä. Leider haben wir schon einige Male gehört, dass bei Angabe des Diabetes langwierige und kostspielige Gutachten notwendig waren. Bei anderen sind wiederum keine Probleme aufgetreten. Sprich, es waren wohl willkürliche Entscheidungen.
Können Sie uns weiterhelfen? Vielen Dank im Voraus!
Heike P., per E-Mail
Die Antwort von Oliver Ebert
Bei der Antragstellung zum Führerschein müssen wahrheitsgemäße und vollständige Angaben gemacht werden. Da die Diabeteserkrankung grundsätzlich die Fahreignung beeinträchtigen kann und auch in der Anlage zur Fahrerlaubnisverordnung explizit aufgeführt ist, empfehle ich, die Frage danach wahrheitsgemäß zu beantworten.
Weiterhin empfehle ich Ihnen, unaufgefordert ein ausführliches Attest des behandelnden Diabetologen beizufügen, aus dem sich ergibt, dass Bastian Unterzuckerungen problemlos wahrnimmt bzw. bisher bei ihm keine schweren Unterzuckerungen auftraten. Möglicherweise reicht dieses Attest der Behörde schon aus, und es wird auf die Beibringung eines verkehrsmedizinischen Gutachtens verzichtet.
von Oliver Ebert
REK Rechtsanwälte
Nägelestraße 6A, 70597 Stuttgart oder
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen
E-Mail: Sekretariat@rek.de
Internet: www.diabetes-und-recht.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (10) Seite 46
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße