- Soziales und Recht
Im Notfall: Dürfen Lehrer Glukagon-Spritzen verabreichen?
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Rechtsanwalt Oliver Ebert gibt Ihnen in der Rubrik Rechteck Antworten auf Rechtsfragen rund um das Thema Diabetes.
Die Frage:
Dürfen Lehrkräfte im Notfall einer diabeteskranken Schülerin eine Glukagon-Spritze geben? Wie sieht die haftungsrechtliche Lage aus? Gibt es informierendes Material oder Formulare? In dem aktuellen Notfall unserer Tochter (Gymnasium in NRW) war die Sanitätslehrerin zum Spritzen bereit, wurde aber von den hinzugerufenen Rettungssanitätern davon abgehalten. Der Klinikarzt kritisierte im Nachhinein die Auskunft der Sanitäter.
Für eine Antwort auf diese auch im Netz (allerdings wenig rechtlich substantiiert) diskutierte Frage wäre ich sehr dankbar.
Birgit K., per E-Mail
Oliver Ebert:
Die Sachlage ist angesichts der Regelung in § 323c StGB recht klar: Wer in solchen Notsituationen nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und den Umständen nach zuzumuten ist, der macht sich strafbar. Jedermann ist daher verpflichtet, im Notfall nach bestem Wissen und Gewissen zu helfen. Selbstverständlich dürfen (und im Zweifel: müssen) Lehrkräfte im Notfall auch Glukagon spritzen. Im Zweifel sollte natürlich zusätzlich ein (Not-)Arzt gerufen werden.
Man muss sich als Helfer keine Sorgen um eine Haftung machen: Wer die Hilfeleistung nach bestem Wissen und bestmöglicher Anstrengung erbringt, der wird vom Gesetz geschützt und muss nichts befürchten. Selbst wenn also bei der Notfallhilfe durch den Lehrer etwas schiefgehen sollte, trifft diesen dafür keine Verantwortung – vorausgesetzt natürlich, er hat nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt.
Achtung: Dies gilt nur für Notfallsituationen. Eine grundsätzliche oder allgemeine Verpflichtung der Lehrer zum Spritzen oder Messen gibt es nicht!
von Oliver Ebert
Kontakt:
REK Rechtsanwälte
Nägelestraße 6A, 70597 Stuttgart oder
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen
E-Mail: Sekretariat@rek.de
Internet: www.diabetes-und-recht.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (2) Seite 40
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße