- Eltern und Kind
KiTas und Schulen: Klarheit statt Engstirnigkeit
2 Minuten

Der Selbthilfeverband Deutschen Diabetes Föderation (DDF) kritisiert die Empfehlung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft an seine Mitglieder, medizinische Hilfsmaßnahmen für Kinder mit Diabetes abzulehnen und nimmt gleichzeitig die Politik in die Pflicht. Lesen Sie hier die Haltung des DDF-Vorstandes.
Mit Empörung reagierten Vorstand, Jugendbeauftragte und Landesorganisationen der Deutschen Diabetes Föderation (DDF) auf das Schreiben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW, Landesverband Rheinland-Pfalz, Landesfachgruppe Grundschulen). Lehrkräften wird darin empfohlen, medizinische Hilfsmaßnahmen für Kinder mit Diabetes abzulehnen oder zu widerrufen, da es sich um eine fachfremde Leistung handelt – auch nach erfolgter Anleitung und schriftlicher Vereinbarung.
Für die Erstversorgung sei die Teilnahme an Erste-Hilfe-Kursen ausreichend. Eltern von Kindern mit Diabetes sollten bei ihren Krankenkassen Pflegekräfte zur Kindesbetreuung beantragen, da eine sichere medizinische Versorgung durch die Lehrkräfte nicht gewährleistet sei. Die GEW fordert u. a., dass zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen nur noch mit finanziellem und zeitlichem Ausgleich zu erfolgen haben und Aufgaben, für die Fachkräfte erforderlich sind, nicht auf Lehrkräfte abzuwälzen seien.
Viele Lehrkräfte verhalten sich nicht so engstirnig wie von der GEW gefordert
Klare Regelungen und Unterstützung für die Lehrkräfte sind nach unserer Auffassung unbedingt erforderlich. Trotzdem ist die Aufforderung, medizinische Hilfsmaßnahmen bei Kindern mit Diabetes als fachfremde Tätigkeiten abzuweisen, für Heike Steck, Ressortleiterin Jugend/Familie und Vorstandsmitglied im Verein Diabetiker Baden-Württemberg, diskriminierend und ein Schlag ins Gesicht für die Betroffenen. Wirkliche Schulprobleme, wie chronische Unterbesetzung und viel zu große Klassen, würden so auf dem Rücken der Kleinsten ausgetragen.
Nach Auffassung von Reiner Hub, ebenfalls Mitglied im Vorstand der Diabetiker Baden-Württemberg und zuständig für den Bereich Soziales, sollte die GEW nicht nur den Bildungsauftrag, sondern auch die Fürsorge für die anvertrauten Kinder sehen. Glücklicherweise verhalten sich viele Lehrkräfte nicht so engstirnig wie von der GEW gefordert. Nicola Finke-Fricke, Landesvorsitzende des Vereins Diabetiker Niedersachsen (DNDS), ergänzt, dass die Krankenkassen nur begrenzt Pflegekräfte zur Verfügung stellen.
Forderung an Politik: endlich Klarheit für alle Beteiligten schaffen!
Der Vorstand der Deutschen Diabetes Föderation sieht die Politik gefordert, endlich Klarheit für alle Beteiligten zu schaffen. Eine bundesweite gesetzliche Regelung zur Inklusion von Kindern mit Diabetes in Kindertagesstätten und Grundschulen durch die Kultusministerien der Länder wird aus dem Blickwinkel der DDF dringend benötigt. An großen Schulen sollte zudem medizinisches Personal als Ansprechpartner für alle Erkrankungen sowie Inklusionsbeauftragte zur Verfügung stehen.
Schon jetzt bieten die Diabetes-Selbsthilfeorganisationen der DDF kostenfreie, von den Krankenkassen geförderte Fortbildungen für Lehrkräfte und Erzieher an.
von Dr. Klaus-Dieter Warz
Vorstandsvorsitzender der DDF
und Elke Brückel
Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DDF
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (8) Seite 31
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 3 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße