- Aus der Community
Nichts muss ich…
3 Minuten
Kennt ihr das? Es gibt Themen, die beschäftigen einen, verschwinden und tauchen eines Tages wieder auf. So geht es mir gerade und ich möchte versuchen, meine Gedanken hier in ein paar Zeilen wiederzugeben.
6 Jahre ist es nun schon her, dass ich die Diagnose Typ-1-Diabetes bekommen habe. Damals war ich sehr unwissend, das ist ja ganz normal. Die Diagnose war ein großer Schock für mich und ich musste erstmal alleine damit klarkommen. Aber nein, das reicht nicht. Von außen bekam ich Sätze zu hören wie: „Du musst einfach ganz viel Sport machen und dich gesund ernähren, dann geht das wieder weg“, „Jetzt hab dich nicht so“, „Ist doch alles halb so schlimm, immerhin darfst du essen, wenn du im Unterzucker bist“, „Darfst du Zucker essen, ich meine, du hast doch Diabetes?“. Ich sage euch eins: Das tat weh! Ich war frische Patientin, ich hatte keine Kraft, all das zu beantworten.
Warum?
Warum? In diesen Momenten habe ich mich nur das gefragt. Fragen die Leute, weil sie sich Sorgen machen? Oder fragen sie, weil sie tatsächlich mit ihrem Schein-Wissen angeben wollen? Ich weiß es nicht. Es hat mich fertiggemacht, weil ich weder wusste, was genau in meinem Körper jetzt passiert oder eben auch nicht, noch wusste ich, was ich darf und was nicht. Ich wusste, dass alles neu war und mich überforderte.
Es hat lange, sehr lange gedauert, bis ich (ohne eine Träne verdrücken zu müssen) ein normales Gespräch über meinen Diabetes führen konnte. Jedes Mal, wenn mich jemand darauf angesprochen hat, bin ich in Tränen ausgebrochen. Ich wusste in dem Moment nichts mehr. Ich hatte das Gefühl, ich müsse Frage und Antwort stehen und alles zu 100% beantworten. Es war eine schwierige Zeit.

Fragen und Rechtfertigungen
Ja, ich bin die Betroffene. In den letzten 6 Jahren habe ich viel gelernt und ich weiß, was ich tun muss, wenn…
- ich anfange zu zittern,
- meine Werte dauerhaft zu hoch sind,
- ich unendlich viel Durst habe…
und ich weiß auch, dass, wenn mein CGM Alarm gibt, ich etwas essen soll. Mache ich auch. Dass es dann nochmal Alarm von sich gibt, weil der Zucker nicht so schnell ansteigt, ist auch normal. Ich denke auch, dass es okay ist, im Unterzucker mal zickig zu sein oder gerade mal keine Hilfe zu benötigen. Wenn dann aber ständig kommt „Divya, iss was“, „Divya, hast du etwa Unterzucker?“, „Hast du alles im Griff?“, kommt es durchaus vor, dass ich mal wütend werde und mich nicht unter Kontrolle habe. Ist das denn schlimm? Muss ich mich danach immer rechtfertigen oder erklären? Ja, es ist anstregend. Ja, ich wünschte auch, es würde immer alles glattlaufen, und jaaaa, du hast recht, dass ich im Unterzucker bin, und nein, ich brauche deine Hilfe jetzt gerade nicht. Ständig muss man Fragen beantworten. Puuuuh.
Bin ich ein schlechter Mensch?
Ich versuche, immer rücksichtsvoll zu sein, aber manchmal überkommen mich meine Emotionen – es tut mir dann auch leid. Schwierig wird es dann, wenn ich im Nachhinein alles auf mich schiebe und mich als schlechten Menschen darstelle, weil ich jetzt eben die Person angezickt habe oder sonst blöd angegangen bin.
Könnt ihr, die nicht davon betroffen sind, euch vorstellen, wie es mir geht? Und an die Betroffenen: Geht es euch auch so? Erzählt mal, wie ihr damit umgeht.
Dieser Beitrag ist jedoch kein Vorwurf an euch, die uns Diabetikern helfen, wenn der Alarm klingelt oder es uns nicht gut geht. Danke, dass ihr da seid und euch die Zeit nehmt, uns und unsere Krankheit/Einschränkung kennenzulernen. Habt Verständnis, dass es manchmal einfach der falsche Zeitpunkt ist oder auch, wenn ihr helfen wollt, eure Hilfe nicht gebraucht/gewollt wird.
DANKE ♥
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 2 Tagen, 10 Stunden
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 3 Tagen, 1 Stunde
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.