- Soziales und Recht
Schwerbehindertenausweis befristet beantragen für unsere 7-jährige Tochter?
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Rechtsanwalt Oliver Ebert gibt Ihnen in der Rubrik Rechteck Antworten auf Rechtsfragen rund um das Thema Diabetes.
Die Frage:
Bei unserer Tochter Lea (7 Jahre) wurde vor drei Wochen Diabetes 1 festgestellt. Wenn wir nun einen Schwerbehindertenausweis beantragen, um die Vorteile bis zum 16. Lebensjahr zu nutzen (Steuervorteil/öffentlicher Nahverkehr), kann sie dann, wenn es um Bewerbungen ins Arbeitsleben geht (nach dem 16. Lj.), sich selbst dazu entscheiden, den Schwerbehindertenausweis nicht mehr zu nutzen und nicht bei potenziellen Arbeitgebern bekannt zu geben (bei Bewerbungen beispielsweise)?
Wenn wir jetzt keinen Ausweis beantragen, muss sie ja auch nicht die Erkrankung melden, wenn ich es richtig verstanden habe.
Sabine M.
Oliver Ebert:
Sofern der Schwerbehindertenausweis nur befristet ausgestellt wird, dann kann sich Ihre Tochter natürlich dazu entscheiden, diesen nicht weiter zu verlängern. Allerdings ist fraglich, ob dies weiterhilft, denn die Behinderung ist zu diesem Zeitpunkt ja bereits aktenkundig.Derzeit muss ein Schwerbehindertenausweis im Bewerbungsgespräch nicht angegeben werden bzw. man darf eine entsprechende Frage wahrheitswidrig verneinen. Ob dies aber auch in Zukunft immer so sein wird, lässt sich nicht vorhersagen; möglicherweise ändert sich die Rechtsprechung bis dahin wieder.
Ein weiterer Aspekt sollte bedacht werden:Es ist für Menschen mit Diabetes ohnehin sehr schwer, eine Risikoversicherung (Berufsunfähigkeitsversicherung, Lebensversicherung, private Krankenversicherung) zu erhalten; die Frage der Versicherung nach Vorerkrankungen muss wahrheitsgemäß beantwortet werden und führt oft zur Ablehnung des Versicherungsantrags. Zwischenzeitlich wird aber oft auch noch danach gefragt, ob eine Behinderung festgestellt ist – oder dies in der Vergangenheit beantragt wurde. Wenn zum Diabetes also dann auch noch eine festgestellte Behinderung hinzukommt, dann dürfte es noch schwieriger werden, eine Versicherung zu erhalten.
von Oliver Ebert
REK Rechtsanwälte
Nägelestraße 6A, 70597 Stuttgart oder
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen
E-Mail: Sekretariat@rek.de
Internet: www.diabetes-und-recht.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (6) Seite 44
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florahdo postete ein Update vor 5 Tagen
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 15 Stunden
Ich meinte Liberty





Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?