Taxischein möglich? Aber klar!

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Taxischein möglich? Aber klar!

Die Frage:

Oliver Ebert:

Selbstverständlich dürfen Sie auch mit Typ-1-Diabetes den Taxischein machen. Die seit Mai 2014 neu gefassten Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung stellen unmissverständlich klar, dass die Teilnahme am Straßenverkehr mit und trotz Diabetes möglich ist. Dort ist ausdrücklich festgeschrieben, dass "gut eingestellte und geschulte Menschen mit Diabetes" sowohl Pkw als auch Lkw "sicher führen" können – dies gilt auch für die Personenbeförderung (Taxis, Omnibusse). Voraussetzung ist natürlich, dass Sie Unterzuckerungen rechtzeitig spüren und entsprechend reagieren können. Auch dürfen Sie nur fahren, wenn und solange Ihr Arzt aus medizinischer Sicht keine Bedenken hat.

Ihre Diabetes-Erkrankung müssen Sie weder Fahrgästen noch dem Arbeitgeber mitteilen. Allerdings wäre es in Ihrem Fall wohl schon empfehlenswert, dass Sie Ihre Zentrale informieren, damit im Fall eines etwaigen Notfalls dort richtig reagiert werden kann.

Ansonsten gelten für Sie dieselben Anforderungen wie für jeden anderen Autofahrer mit Diabetes: Sie sollten alles tun, damit es zu keiner Unterzuckerung während der Fahrt kommt, insbesondere regelmäßig messen und Pausen machen. Selbstverständlich sollten Sie auch immer ausreichend Traubenzucker oder Cola im Auto haben; denken Sie dabei daran, dass der Vorrat ggf. auch für längere Standzeiten oder Fahrten reichen muss. Wenn Sie merken, dass eine Unterzuckerung droht, dann sollten Sie sofort halten und essen bzw. messen – egal, wie eilig es der Fahrgast hat.

Sinnvoll wäre daher, wenn Sie sich ein System zur kontinuierlichen Glukosemesssung beschaffen, welches Ihnen den Gewebezuckertrend anzeigt und das rechtzeitig bei Unterzuckerungen Alarm schlägt.


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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Monat

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße