- Soziales und Recht
Typ-2-Diabetes: Studie zu Online-Selbsthilfe-Programm
2 Minuten

Im Rahmen einer Studie wird untersucht, inwieweit ein interaktives Online-Selbsthilfe-Programm dazu beitragen kann, einen gesunden Lebensstil bei Typ-2-Diabetes zu fördern und somit die Langzeitfolgen der Erkrankung zu reduzieren. Hierfür werden noch Teilnehmer gesucht.
Typ-2-Diabetes ist weit verbreitet. Die Erkrankung verläuft schleichend. Betroffene spüren häufig jahrelang keine Symptome und sehen keinen Handlungsbedarf – bis es zu spät ist. So kann es langfristig zu schweren Folgeerkrankungen kommen, wie der Schädigung von Netzhaut (Retinopathie), Nerven (Neuropathie), Nieren (Nephropathie) und dem diabetischen Fußsyndrom. Dabei lässt sich Diabetes sehr effektiv behandeln, angefangen bei einem gesunden Lebensstil.
Online-Programm bietet Hilfestellung bei der Lebensstilanpassung
Um Menschen mit Typ-2-Diabetes bei der nachhaltigen Lebensstilanpassung zu unterstützen, wurde ein internetbasiertes Programm namens ONSIDE (Online-Selbsthilfe Diabetes) entwickelt. Es basiert auf Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie, die sich in der Behandlung von Menschen mit Diabetes bewährt haben. Es umfasst neben der Vermittlung von Wissen zu der Erkrankung auch Hinweise zu gesundheitsfördernden Aspekten wie Sport, Ernährung und der Arzneimitteleinnahme.
Zudem werden die Anwender des Programms angeleitet, sich persönliche Ziele zu stecken und diese umzusetzen. Sie erhalten individuell angepasste Anregungen zur Entspannung und Stressbewältigung. Auch Übungen zur Stärkung der Achtsamkeit, welche bei bestehenden Ängsten oder Depressionen helfen können, werden angeboten.
Entwickelt wurde das Programm von der GAIA AG (Hamburg) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Nestoriuc (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und Prof Dr. Rief (Philipps-Universität Marburg).
Eine Studie soll die Wirksamkeit des Programms evaluieren
Das internetbasierte, interaktive Selbsthilfe-Programm soll nun im Rahmen der ONSIDE-Studie hinsichtlich seiner Wirksamkeit untersucht werden. Die Studie wird in Kooperation zwischen der Universität Marburg, dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der Schön Klinik Hamburg Eilbek und der GAIA AG durchgeführt.
Wer kann an der Studie teilnehmen?
Interessierte können an der Studie teilnehmen, wenn sie
- mindestens 18 Jahre alt sind,
- die Diagnose Diabetes Mellitus Typ 2 durch einen Arzt erhalten haben,
- regelmäßig Ihre Kontrolltermine wahrnehmen,
- und einen Internetzugang haben sowie ein Gerät (z.B. Computer, Smartphone), um diesen zu nutzen.
Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, senden Sie eine E-Mail an:
onside@uni-marburg.de
Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmenden zwei Tablets im Gesamtwert von 300 Euro verlost.
Wie läuft die Studie ab?
Zu Beginn der Untersuchung führen die Studienleiter ein telefonisches Interview mit den potentiellen Teilnehmern durch, um den genauen Studienablauf zu besprechen und um zu überprüfen, ob eine Studienteilnahme und das Programm für sie passend sind. Anschließend werden sie gebeten, an einer Eingangsbefragung via Internet teilzunehmen. Die Probanden werden im Rahmen der Studie für einen Zeitraum von 2 Monaten kostenlosen Zugang zu verschiedenen Modulen und Übungen des Programms erhalten.
Nach 8 Wochen, sowie nach 5 und 8 Monaten werden sie erneut gebeten, an einer kurzen Befragung teilzunehmen. Dabei werden Fragen zur Zufriedenheit mit dem Programm sowie zum Umgang mit der Diabetes-Erkrankung und dem Befinden gestellt. Mit diesen Befragungen soll erfasst werden, ob das Programm tatsächlich wirksam ist. Dazu wird zusätzlich auch der Blutzuckerlangzeitwert hinzugezogen, um zu untersuchen, ob dieser sich durch die Nutzung des Programms verbessert hat.
Wie steht es mit dem Datenschutz?
Alle erhobenen Daten unterliegen der Schweigepflicht und den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen. Der Name der Studienteilnehmer wird durch eine Codenummer ersetzt, sodass die Angaben nach Ende der Teilnahme vollständig anonym sind.
Quelle: Philipps-Universität Marburg | Redaktion
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 3 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße