Verkaufsstopp von Medikamenten

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Verkaufsstopp von Medikamenten

Die Arzneimittelliste, für die ein "Ruhen der Zulassung" angeordnet wurde, ist lang und betrifft ganz unterschiedliche Medikamente, die jedoch allesamt nicht von Unternehmen der forschenden Arzneimittelindustrie stammen, sondern von generischen Herstellern, also Nachahmer-Präparate sind.

Gefälschte Studien

Die in der Liste genannten Mittel dürfen nach Angaben des Bundesinstituts auch nicht mehr in Apotheken abgegeben werden. Hintergrund für den Verkaufsstopp sind Zweifel an der Verlässlichkeit von Bioäquivalenzstudien, durch die nachgewiesen wird, dass der Wirkstoff des Generikums im Blut eine vergleichbare Konzentration erreicht wie die Originalpräparate.Diese Untersuchungen nimmt ein Unternehmen in Indien für pharmazeutische Unternehmen vor.

Die Studien sind nötig, damit die Nachahmer-Produkte eine arzneimittelrechtliche Zulassung erhalten. Unternehmen, die mit solchen Studien befasst sind, werden regelmäßig von Arzneimittelbehörden überprüft. Bei solchen Inspektionen werden – wie im jetzigen Fall – die Angaben der Antragsunterlagen überprüft, die sich als gefälscht bzw. mangelhaft herausstellten. Betroffen sind nationale Zulassungen von Generika aus den Jahren 2008 bis 2014.

"Aufgrund der Schwere und der Systematik der gefundenen Mängel können diese Bioäquivalenzstudien im Sinne des Patientenschutzes nicht als Zulassungsgrundlage akzeptiert werden", erklärt das BfArM.

Ärger und Verwirrung

Den Verkaufsstopp hob das BfArM nun teilweise wieder auf, u. a. weil sich die Medikamentenhersteller juristisch dagegen wehrten. Dies sorgt derzeit zum einen für Ärger in den Apotheken und zum anderen für Verwirrung bei den Patienten.

"Wir haben in diesem Zusammenhang immer auf sicherheitsrelevante Risiken hingewiesen", kritisiert der DDB-Bundesvorsitzende Dieter Möhler. "Generika-Produkte werden wegen ihres geringen Preises allerdings vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung gefördert und ihr niedrig(st)er Preis zur Grundlage eines Preisbildungsverfahrens bei der Einführung von Arzneimittel-Innovationen gemacht, so dass den Patienten medizinische Innovationen gar nicht mehr erreichen."

Hinzu komme, dass Ärzte aus Angst vor Regressen Generika bevorzugt verordnen würden, weil sie billiger seien. Sichere Herstellungsprozesse der Präparate könnten dabei jedoch nicht gewährleisten werden, wie der aktuelle Medikamentenskandal zeige. Möhler: "Der DDB rügt das aufs Schärfste."

Betroffen: Hochdruck-Medikamente für Diabetiker

Vom Verkaufsstopp betroffen sind Medikamente einzelner Generika-Hersteller mit den Wirkstoffen Repaglinid, Losartan und Irbesartan zur Behandlung des Bluthochdrucks.

Der DDB empfiehlt Diabetespatienten, die ständig aktualisierte

Ohne ärztliche Rücksprache sollte die Arzneimitteltherapie jedoch nicht abgebrochen werden, empfiehlt das Institut. Patienten, die sich unsicher sind, ob sie ihr Medikament weiterverwenden können, sollten sich an ihren Arzt oder Apotheker wenden. Der Behörde liegen bislang keine Hinweise vor, ob Patienten gefährdet wurden. Der DDB weist das Institut dennoch darauf hin, die Anordnung im Hinblick auf Sicherheitsinteressen der Patienten zu ergänzen.

„Umgehend Maßnahmen zur Vermeidung von Risiken“

Auch Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK), fordert "die schnellstmögliche Aufklärung. Es müssen umgehend Maßnahmen bis hin zu einer Suspendierung der Zulassung eingeleitet werden, um Risiken für Patienten zu vermeiden." Weiterhin fordert die AMK, die Inspektionen vor Ort durch europäische und nationale Behörden zu verstärken.

Insgesamt prüft das BfArM derzeit im Rahmen eines Anhörungsverfahrens 176 Zulassungen von insgesamt 28 pharmazeutischen Unternehmen. Das Prüfungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Erst dann kann das Institut die Gesamtzahl der Fälle und die davon betroffenen Unternehmen nennen.

Die Liste der betroffenen Arzneimittel wird regelmäßig kontinuierlich aktualisiert. Die mögliche Vorlage ergänzender Unterlagen durch die betroffenen Hersteller kann jederzeit dazu führen, dass das Ruhen der Zulassung wieder aufgehoben wird.Angela Monecke

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  • Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 2 Wochen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena