Wegen meines Diabetes plötzlich gekündigt – wie wehre ich mich?

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Wegen meines Diabetes plötzlich gekündigt – wie wehre ich mich?

Fall 1:

Die Frage:

Oliver Ebert:

Die Diabetes-Erkrankung allein ist kein Kündigungsgrund. Bei der Neuorganisation des Aufgabenbereichs wäre eine Kündigung aber nur zulässig, wenn der Arbeitgeber eine Sozialauswahl getroffen hat und zudem nachweisen kann, dass er alle zumutbaren Anstrengungen unternommen hat, um Sie einzugliedern bzw. ggf. an eine geeignete andere Stelle umzusetzen. Ich empfehle Ihnen, gegen die Kündigung vorzugehen. Hierzu müssen Sie innerhalb von 3 Wochen ab Erhalt der Kündigung eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen.

Fall 2:

Die Frage:

Oliver Ebert:

Gemäß § 85 Sozialgesetzbuch (SGB) IX muss vor der Kündigung eines schwerbehinderten Menschen durch den Arbeitgeber zunächst die Zustimmung des zuständigen Integrationsamtes eingeholt werden. Macht er das nicht, dann ist die Kündigung in jedem Fall unwirksam. Sie sollten daher innerhalb der Frist von 3 Wochen eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen und dort auf Ihre Schwerbehinderung hinweisen.

Im vorliegenden Fall spielt übrigens keine Rolle, dass der Arbeitgeber nichts von der Schwerbehinderung wusste und aus diesem Grund natürlich auch nicht die Zustimmung des Integrationsamts eingeholt hat: Arbeitnehmer sind nämlich nicht verpflichtet, dem Arbeitgeber unaufgefordert eine Schwerbehinderung mitzuteilen. Der Arbeitgeber wird dadurch auch nicht schutzlos gestellt, denn er hätte vor der Kündigung ja zunächst nach dem Vorliegen einer Schwerbehinderung fragen und dann die entsprechende Zustimmung einholen können. Auf eine solche Frage des Arbeitgebers hätten Sie wahrheitsgemäß antworten müssen.

Wichtig:

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Monat

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße