- Soziales und Recht
Zahlen Diabetiker bald einen Aufpreis für Fertigpens?
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Für Humaninsuline werden neue Festbetragsgruppen gebildet. Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) befürchtet, dass dadurch Mehrkosten für Patienten entstehen könnten.
Ein neuer Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), der den Diabetesbereich betrifft, steht am 19. September an: Für Humaninsuline werden neue Festbetragsgruppen gebildet. Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) befürchtet Mehrkosten für Patienten.
Neugruppierung könnte einen Aufpreis für Fertigpens zur Folge haben
Humaninsuline unterliegen zwar schon seit Jahren einem Festbetrag, die Neugruppierung könnte aber zur Folge haben, dass Diabetiker für Fertigpens künftig einen Aufpreis zahlen müssen. Bis jetzt wurden diese Mehrkosten (pro Packung circa 6 Euro) von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) getragen.
Das Vorhaben, Fertigpens mit einem Festbetrag zu belegen, lehnt der DDB strikt ab. “Von den Zuzahlungen betroffen sein könnten insbesondere ältere Diabetiker, aber auch Patienten, die z. B. für den Urlaub oder im Alltag als Ersatz auf Fertigpens setzen. Hinsichtlich der Mehrkosten ist zu bedenken, dass auch die wiederbefüllbaren Pens durchschnittlich 90 Euro kosten.
Sollte ein älterer Diabetiker z. B. es nicht mehr lernen, mit einem wiederauffüllbaren Pen umzugehen, müsste dieser entweder den Aufpreis für einen Fertigpen zahlen oder Behandlungspflege auf Kosten der GKV in Anspruch nehmen”, kritisiert der DDB-Bundesvorsitzende Dieter Möhler.
DDB-Protest zeigte Wirkung: BMG beanstandete den Beschluss
Sie erinnern sich: Im Februar 2013 hat der G-BA für Humaninsulin und Insulinanaloga – gegen den Widerstand der DDB-Patientenvertreter – die Neubildung von drei Festbetragsgruppen beschlossen: für kurzwirksame Insuline, langwirksame Basalinsuline und Mischinsuline. Damit wollte das Gremium weitere Kosten in der Versorgung von Diabetikern sparen, denn Insulinanaloga sind teurer als Humaninsulin. Von der Gruppenbildung ausgenommen waren Durchstechflaschen für Insulinpumpen.
Die Regelung betraf Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes, die auf eine intensivierte Insulintherapie eingestellt sind und sich mit einem Insulinpen spritzen. Damit wollte der G-BA eine kostengünstigere Insulinversorgung für Typ-1-Diabetiker erreichen. Bei Typ-2-Diabetikern ist die Kostenübernahme von Insulinanaloga nach den Verordnungsausschlüssen des G-BA durch Rabattverträge zwischen Kassen und Insulinherstellern geregelt.
Sowohl schnell wie auch lang wirkende Insulinanaloga stellen nach Ansicht des DDB eine therapeutische Verbesserung dar. Der DDB-Protest zeigte Wirkung: Der G-BA hob den Beschluss aufgrund einer Beanstandung durch das Bundesgesundheitsministerium wieder auf.
Was ist für junge Diabetiker zumutbar?
Bei seiner Beanstandung zu den Festbetragsgruppen für Analoginsuline hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den G-BA darauf hingewiesen, dass den besonderen Belastungen von Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Zumutbaren Rechnung getragen werden müsse. “Der DDB vermisst in der Beschlussvorlage zu den Fertigpens erneut die Berücksichtigung dieser Zumutbarkeits-Überlegungen des Bundesgesundheitsministeriums, auf die das BMG als Aufsichtsbehörde den G-BA bereits deutlich hingewiesen hatte”, so Möhler.
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB)
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lena-schmidt postete ein Update vor 4 Tagen, 12 Stunden
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thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?





Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße