- Soziales und Recht
Zum Jahreswechsel – das war 2019 aus rechtlicher Sicht
2 Minuten

Unser Experte für Diabetes und Recht, Oliver Ebert, gibt einen Rückblick, was sich in diesem Jahr bei bezüglich der rechtlichen und sozialen Aspekte des Diabetes getan hat und was uns im neuen Jahr erwarten wird.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die zahlreichen Ereignisse und Veränderungen in Politik und Gesellschaft in diesem Jahr sind in vielen Bereichen nicht ohne Auswirkungen geblieben. Immerhin wurden wir Diabetiker von allzu negativen Überraschungen bislang glücklicherweise weitgehend verschont; manche Dinge haben sich sogar durchaus zum Positiven entwickelt.
So gibt es weniger Probleme bei der Erstattung von kontinuierlichen Glukosemess-Systemen; auch hat das erste Hybrid-Closed-Loop-System, eine Kombination aus Insulinpumpe und CGM, die Kassenzulassung erhalten. Das System berechnet u. a. auf Basis des Glukosewerts die benötigte Insulinmenge und gibt diese dann selbstständig ab; der Traum von der künstlichen Bauchspeicheldrüse ist damit ein Stück näher an die Realität gerückt. Nicht wenige Patienten und Ärzte hatten befürchtet, dass solche Systeme zunächst in einem langwierigen Verfahren überprüft werden müssten und daher erst viele Jahre später zur Verfügung stehen würden.
Etwas schwieriger scheint es dagegen bei Pumpenverordnungen zu werden: Hier wurde mir vermehrt berichtet, dass die Krankenkassen kritischer prüfen und auch bei Folgeverordnungen mitunter zunehmend strenge Anforderungen an die ärztliche Begründung stellen. Auch bei Blutzuckermessgeräten und Teststreifen gibt es immer mehr Druck: Der Drang der Krankenkassen zum (vermeintlich) günstigsten Anbieter könnte sich längerfristig auf die ärztliche Therapie- und Verordnungsfreiheit auswirken.
Kinder mit Diabetes können dagegen zwischenzeitlich etwas einfacher eine Begleitperson für die Klassenfahrt oder Schule durchsetzen, denn es gibt inzwischen mehrere positive Urteile. Trotzdem liegt hier immer noch vieles im Argen.
Auch im neuen Jahr dürfte es daher eher „unruhig“ werden: Die Probleme aus einer zunehmenden Überalterung unserer Gesellschaft, der zunehmend spürbare Ärztemangel sowie Sparzwänge im Gesundheitswesen werden sich weiter bemerkbar machen. Hoffen wir hier das Beste, nämlich dass Vernunft und Verantwortungsbewusstsein nicht vollständig hinter Sparzwängen zurücktreten.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen ein friedvolles, besinnliches Weihnachtsfest sowie viel Gesundheit und Glück im neuen Jahr.
Ihr Oliver Ebert
von Oliver Ebert
REK Rechtsanwälte
Nägelestraße 6A, 70597 Stuttgart oder
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen
E-Mail: Sekretariat@rek.de
Internet: www.diabetes-und-recht.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (12) Seite 63
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße