- Soziales und Recht
Zunehmende Unterversorgung in Kliniken
2 Minuten

Patienten über 50 Jahre sollten bei einer stationären Aufnahme routinemäßig auf Diabetes gescreent werden – das fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). So könnten Komplikationen vermieden und Patienten sicherer behandelt werden.
Etwa jeder vierte Patient, der in Deutschland stationär in eine Klinik aufgenommen wird, hat Diabetes – und einige wissen bei der Klinikaufnahme von ihrer Erkrankung noch nichts. „Dabei ist das Risiko für Komplikationen während eines Krankenhausaufenthalts bei Diabetes-Betroffenen höher als bei Menschen ohne Diabetes“, berichtet Prof. Dr. Baptist Gallwitz, Mediensprecher der DDG.
Während es insgesamt bei jedem sechsten Menschen zu Komplikationen infolge einer stationären Behandlung kommt, sei es unter Diabetes-Patienten sogar jeder vierte. Um Betroffene rechtzeitig zu identifizieren und somit adäquat behandeln zu können, empfiehlt die DDG daher ein allgemeines Diabetes-Screening in Krankenhäusern bei allen Patienten über 50 Jahren.
Essenziell, diabetologische Mitbetreuung zu gewährleisten
Denn ein Diabetes kann die Therapie im Krankenhaus erheblich erschweren: Die Behandelnden müssen auf Wechselwirkungen von Medikamenten achten oder den Einfluss von Therapien und Operationen auf den Blutzuckerspiegel berücksichtigen. „Bis zur Erstdiagnose leben Menschen mit einem Typ-2-Diabetes durchschnittlich sieben Jahre lang, ohne etwas von ihrer Erkrankung zu merken“, erklärt Prof. Dr. Dirk Müller-Wieland, Past-Präsident der DDG.
„In dieser Zeit können sich bereits starke Schädigungen an Herz, Nieren, Nerven und Gefäßen bilden.“ Daher sei es für den Therapieerfolg und einen sicheren Krankenhausaufenthalt essenziell, eine diabetologische Mitbetreuung bei allen betroffenen Patienten zu gewährleisten und so einen möglichen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen zu erkennen, so Müller-Wieland.
Doch fehlen dazu inzwischen immer mehr diabetologische und internistische Betten in Kliniken. „Der Bereich fällt zunehmend dem Rotstift zum Opfer – obwohl der Bedarf durch den Zuwachs multimorbider internistischer Patienten steigt“, kritisiert DDG-Präsidentin Prof. Dr. Monika Kellerer. Eine Ursache sieht sie darin, dass den Krankenhäusern die gesamtheitliche Krankenversorgung im ambulanten sowie stationären Sektor kaum Geld einbringt.
Umfassende Maßnahmen erforderlich
Um die klinische Versorgung diabetologischer und multimorbider Patienten zu verbessern und auch künftig zu gewährleisten, fordert die DDG daher mehr eigenständige diabetologische Fachabteilungen in Kliniken, den Ausbau klinischer Lehrstühle mit bettenführenden Abteilungen an allen medizinischen Fakultäten und eine angemessene Finanzierung der sprechenden Medizin.
„Darüber hinaus müssen wir eine verzahnte und integrierte optimale Diabetestherapie bei mehrfacherkrankten Patienten sicherstellen – von der hausärztlichen über die ambulante fachdiabetologische Versorgung bis in die Kliniken“, betont Kellerer. Schließlich müssen auch diabetologische Weiterbildungen nichtärztlicher Berufsgruppen, wie der Diabetesberaterinnen und -berater, staatlich anerkannt werden.
„Nur mit diesen umfassenden Maßnahmen lässt sich die Versorgung dieser Patienten interdisziplinär und interprofessionell in Zukunft adäquat gestalten“, so Kellerer.
Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) | Redaktion
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (12) Seite 60-61
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florahdo postete ein Update vor 5 Tagen, 6 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 21 Stunden
Ich meinte Liberty




Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?