Der Abschied: Danke, Pumpi!

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Der Abschied: Danke, Pumpi!

Es ist so weit. Mit einem leichten Kloß im Hals und Gedanken wie „Danke für die Zeit mit dir“ lege ich vorsichtig meine Insulinpumpe in den Umschlag und komme mir dabei vor wie bei einer Beerdigung. Es ist verrückt, dass ich zu einem Gerät eine solch emotionale Beziehung aufgebaut habe. Doch schließlich hat mich dieses Gerät rund 4 Jahre Tag und Nacht begleitet. Gemeinsam haben wir Höhen und Tiefen durchgemacht und stets versucht, den Diabetes in Schach zu halten. Stets war sie in meiner Hosentasche, am BH geklippt oder am Nachthemd festgemacht und über einen Schlauch waren wir stets miteinander verbunden. Kurzum: Wir sind eins geworden.

Quelle: privat

Ohne Pause pumpen

Etliche Male versorgte ich die Pumpe mit ausreichend klarer Flüssigkeit, dem Insulin. Ich optimierte ihre Einstellungen und kümmerte mich um sie, sobald sie piepste. Dabei konnte sie manchmal auch ganz schön penetrant sein. Zum Beispiel, wenn mal wieder die Batterie alle war. Verständlich, dass auch ihr Akku mal leer sein konnte. Schließlich hatte sie einen harten Job: keine Pausen, starke Belastungen, manchmal sogar Unfälle. So fiel sie mir ein paar Mal runter. Aus Versehen natürlich. Mittlerweile wies sie einige Schrammen auf und an Altersschwäche litt sie auch. Ihr Display war nicht mehr so farbenfroh und leuchtend wie einst, als wir uns kennen lernten. Die Sonne musste sie meiden, denn nur im Schatten war ihre Anzeige erkennbar.

Funktionieren und am Leben halten

Doch Fehlermeldungen hatte sie nie. Tagtäglich pumpte sie tapfer und ausdauernd 24 Stunden lang. Stets tat sie das, was ich ihr sagte, und stets funktionierte sie – ganz allein für mich und mein Leben. Ohne sie wäre es schwer gewesen. Das merkte ich, als plötzlich ein Riss in ihrem Batteriefach entstand. Mit Tape wollte ich das Batteriefach noch kleben, doch ich merkte, es war an der Zeit, Abschied zu nehmen.

Ohne sie kann ich nicht leben

Die erste Frage, die sich mir aufdrängte, war: Was würde ich ohne sie nun tun? Kann ich ohne sie leben? Schon einmal musste ich ohne Insulinpumpe auskommen, das ist inzwischen 6 Jahre her. Damals hatte ich dafür Pens erhalten. Doch die Einstellung dazu war lediglich geraten und der Blutzuckerverlauf glich der Silhouette der Alpen, mit tiefen Tälern und schwindelerregenden Höhen. Ohne Insulinpumpe war ich aufgeschmissen. Das stand fest. Zum Glück erhielt ich über den Kundendienst schnell eine Ersatzpumpe und die gute alte Insulinpumpe erwies mir ihre Dienste, bis ihr Nachfolger da war.

Danke!

Es ist nun also an der Zeit, auch einmal der Technik Danke zu sagen. Danke, dass es sie gibt, die treuen Begleiter, die einem das Leben so schön vereinfachen und versüßen. Danke an meine Insulinpumpe, die so viel mit mir mitgemacht hat. Es war eine gute Zeit mit dir!

 


Weitere Gedanken, die man sich als Pumpenträger/in macht, hat Carolin aufgezählt: Dinge, die nur ein Pumpenträger kennt

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    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

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