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Der Abschied: Danke, Pumpi!
2 Minuten

Es ist so weit. Mit einem leichten Kloß im Hals und Gedanken wie „Danke für die Zeit mit dir“ lege ich vorsichtig meine Insulinpumpe in den Umschlag und komme mir dabei vor wie bei einer Beerdigung. Es ist verrückt, dass ich zu einem Gerät eine solch emotionale Beziehung aufgebaut habe. Doch schließlich hat mich dieses Gerät rund 4 Jahre Tag und Nacht begleitet. Gemeinsam haben wir Höhen und Tiefen durchgemacht und stets versucht, den Diabetes in Schach zu halten. Stets war sie in meiner Hosentasche, am BH geklippt oder am Nachthemd festgemacht und über einen Schlauch waren wir stets miteinander verbunden. Kurzum: Wir sind eins geworden.

Ohne Pause pumpen
Etliche Male versorgte ich die Pumpe mit ausreichend klarer Flüssigkeit, dem Insulin. Ich optimierte ihre Einstellungen und kümmerte mich um sie, sobald sie piepste. Dabei konnte sie manchmal auch ganz schön penetrant sein. Zum Beispiel, wenn mal wieder die Batterie alle war. Verständlich, dass auch ihr Akku mal leer sein konnte. Schließlich hatte sie einen harten Job: keine Pausen, starke Belastungen, manchmal sogar Unfälle. So fiel sie mir ein paar Mal runter. Aus Versehen natürlich. Mittlerweile wies sie einige Schrammen auf und an Altersschwäche litt sie auch. Ihr Display war nicht mehr so farbenfroh und leuchtend wie einst, als wir uns kennen lernten. Die Sonne musste sie meiden, denn nur im Schatten war ihre Anzeige erkennbar.
Funktionieren und am Leben halten
Doch Fehlermeldungen hatte sie nie. Tagtäglich pumpte sie tapfer und ausdauernd 24 Stunden lang. Stets tat sie das, was ich ihr sagte, und stets funktionierte sie – ganz allein für mich und mein Leben. Ohne sie wäre es schwer gewesen. Das merkte ich, als plötzlich ein Riss in ihrem Batteriefach entstand. Mit Tape wollte ich das Batteriefach noch kleben, doch ich merkte, es war an der Zeit, Abschied zu nehmen.
Ohne sie kann ich nicht leben
Die erste Frage, die sich mir aufdrängte, war: Was würde ich ohne sie nun tun? Kann ich ohne sie leben? Schon einmal musste ich ohne Insulinpumpe auskommen, das ist inzwischen 6 Jahre her. Damals hatte ich dafür Pens erhalten. Doch die Einstellung dazu war lediglich geraten und der Blutzuckerverlauf glich der Silhouette der Alpen, mit tiefen Tälern und schwindelerregenden Höhen. Ohne Insulinpumpe war ich aufgeschmissen. Das stand fest. Zum Glück erhielt ich über den Kundendienst schnell eine Ersatzpumpe und die gute alte Insulinpumpe erwies mir ihre Dienste, bis ihr Nachfolger da war.
Danke!
Es ist nun also an der Zeit, auch einmal der Technik Danke zu sagen. Danke, dass es sie gibt, die treuen Begleiter, die einem das Leben so schön vereinfachen und versüßen. Danke an meine Insulinpumpe, die so viel mit mir mitgemacht hat. Es war eine gute Zeit mit dir!
Weitere Gedanken, die man sich als Pumpenträger/in macht, hat Carolin aufgezählt: Dinge, die nur ein Pumpenträger kennt
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße