Auch bei Typ-2-Diabetes mit BOT: Frankreich erweitert die Kostenübernahme für FreeStyle-Libre-2-System

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© Abbott Diabetes Care
Auch bei Typ-2-Diabetes mit BOT: Frankreich erweitert die Kostenübernahme für FreeStyle-Libre-2-System

In Frankreich wird es zukünftig für alle insulinpflichtigen Menschen mit Diabetes eine landesweit gültige Kostenübernahme durch die nationale Krankenversicherung für das CGM-System FreeStyle Libre 2 geben. Mit diesem Beschluss der französischen Gesundheitsbehörde kann das System nun auch bei Typ-2-Diabetes mit einer basal unterstützten oralen Therapie (BOT) eingesetzt werden.

Wie das Unternehmen Abbott bekannt gibt, hat die französische Gesundheitsbehörde ANSM beschlossen, die Erstattungsfähigkeit für das FreeStyle Libre 2 zu erweitern. Ab sofort vergütet die nationale französische Krankenversicherung die Kosten für das System zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) für Menschen, die im Rahmen ihrer Diabetestherapie mindestens einmal täglich Basalinsulin einsetzen. In Frankreich wird vorwiegend das FreeStyle Libre 2 System für das Diabetesmanagement verordnet, während in Deutschland bereits eine Umstellung auf das FreeStyle Libre 3 System stattgefunden hat.

Ebenso wie aktuell noch in Deutschland wurden bisher in Frankreich die Kosten für die Nutzung des FreeStyle-Libre-2-Systems nur für Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes übernommen, die eine intensivierte Insulintherapie (ICT) durchführen. Die Erweiterung1 der Vergütung durch die französische Krankenversicherung erfolgte jetzt aufgrund von wissenschaftlichen Studien, die den medizinischen Nutzen der FreeStyle Libre Anwendung auch für Diabetes-Patientinnen und Patienten mit Basal unterstützte orale Therapie (BOT) belegen.

Weniger akute Komplikationen und Klinikeinweisungen

So zeigt bspw. eine in Frankreich durchgeführte Studie unter Alltagsbedingungen, dass sich bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, die einmal täglich Basalinsulin spritzen und das FreeStyle-Libre-System nutzen, die Zahl der akuten Komplikationen im Zusammenhang mit Diabetes deutlich reduziert. So traten weniger schwere Hypoglykämien auf und die Rate von Krankenhauseinweisungen aufgrund von diabetesbedingten akuten Ereignissen sank um 67 Prozent.2

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Frankreich ist das erste europäische Land, dessen gesetzliche Krankenkassen die FreeStyle-Libre-Technologie für diese Patientengruppe vergütet, womit es dem Beispiel von Japan, dem Medicare Programm der USA und regionalen Modellen in Italien und Finnland folgt. Diese Zulassungerweiterung macht es möglich, dass ab jetzt weitere 3 Millionen Menschen mit Diabetes die FreeStyle Libre Technologie zur Diabetestherapie mit der Unterstützung einer Krankenversicherung nutzen.3 Mehr als 90 % aller Franzosen mit Diabetes haben Diabetes Typ 2. In Deutschland ist die Prozentzahl mit bis zu 95 % sogar noch höher.4

Wirksamen Diabetes-Technologie für wachsende Patientengruppe

Jared Watkin, Senior Vice President bei Abbott Diabetes Care Business sagt: „Unser Ziel ist, dass so viele Menschen wie möglich einen FreeStyle Libre für ihr Diabetesmanagement nutzen können. Frankreichs Entscheidung, die Vergütung durch die nationale Krankenversicherung für eine weitere Patientengruppe zu erweitern, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die Versorgung weiter voranzutreiben. Wir arbeiten bereits eng mit anderen Ländern zusammen, damit noch mehr Menschen vom FreeStyle Libre System profitieren können.“

„Studien haben gezeigt, dass Abbotts FreeStyle Libre System Menschen mit Diabetes dabei unterstützt, ihre Glukosewerte besser zu kontrollieren, ihre Lebensqualität zu verbessern und die Fälle diabetesbedingter Krankenhauseinweisungen zu reduzieren“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Haak. Der Chefarzt vom Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim und Diabetes-Journal-Chefredakteur ergänzt: „Ich hoffe, dass Deutschland dem Beispiel Frankreichs zeitnah folgt, denn die Erweiterung der Kostenerstattung für das FreeStyle Libre System durch die Krankenkassen würde es einer stetig wachsenden Patientengruppe ebenfalls ermöglichen, von der modernen und wirksamen Diabetes-Technologie zu profitieren.“


[1] Kostenerstattung für Personen mit Typ-1, Typ-2 ICT (< 3 Insulininjektionen pro Tag) und Pumpe, Typ-2 Diabetes (ab 4 Jahren) unter nicht intensivierter Insulinbehandlung und unzureichender Glukosekontrolle (HbA1c ≥ 8%).
[2] Guerci B, Roussel R, Riveline JP, et al. Important decrease in hospitalizations for acute diabetes events following FreeStyle Libre® system initiation in people with type 2 diabetes on basal insulin therapy in France. Étude présentée à l’EADV, 20-22 septembre 2022, Stockholm, Suède.  DOI: 10.1089/dia.2022.0271
[3] Daten liegen vor. Abbott Diabetes Care.
[4] Bundesgesundheitsministerium


von Redaktion Diabetes-Anker

Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.

mit Materialien von Abbott

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  • olivers postete ein Update vor 1 Tag, 4 Stunden

    Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

  • zojou96 postete ein Update vor 2 Tagen, 5 Stunden

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂

  • Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

    • Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
      Gruß Oliver