- Aus der Community
Ausprobiert: der mylife Loop im Diabetes-Alltag
3 Minuten
Hinweis: Alle notwendigen Materialien (Insulinpumpe, Zubehör, Zugang zur Loop-App) wurden von Ypsomed zur Verfügung gestellt.
„Noch drei Mal schlafen“ – in den Tagen und Wochen vor dem Start der Ausprobier-Phase war der Countdown stets präsent. Am 30.08 war es dann endlich so weit: Start mit der Ypsopump und dem mylife CamAPS FX. Meine Hoffnung: nach 26 Jahren endlich etwas Urlaub vom Typ-1-Diabetes-Management, das System machen lassen, nicht ständig alles selbst im Blick behalten, nachts nicht korrigieren oder essen müssen. Meine größte Sorge war, dass ich mir zu große Hoffnungen mache, denn ich bin in meinem Diabetes-Management eher auf der perfektionistischen Seite. Doch eigentlich standen die Vorzeichen gut. Ich hatte ja meine Hausaufgaben gemacht, mich über das System informiert und auch einige andere erfahrene Menschen mit Typ-1-Diabetes befragt.

Schritt 1: Pumpe in Betrieb nehmen
Aber zurück zum Probetragen: Für mich war Schritt eins der Start mit der Ypsopump. Sie ist klein, schlank, leicht, sieht schick aus mit ihrem Touchscreen und lässt sich super unter der Kleidung verstecken. Mit dem Insulin, das ich aktuell nutze, muss ich die Reservoire selbst befüllen, aber das habe ich auch bei meiner anderen Insulinpumpe schon jahrelang gemacht und es geht wirklich leicht. Je nach Insulin, gibt es auch vorgefüllte Ampullen, was natürlich noch komfortabler ist.
Katheter mit der Setzhilfe setzen…
Für mich eine viel größere Herausforderung: die Katheter mit einer Setzhilfe statt von Hand zu setzen. Denn ich gehöre zu den Menschen, die mit der Stahlnadel erst fünf Stellen testen, bevor sie sich für eine entscheiden (nicht ideal, aber naja). Die Setzhilfe sieht zwar schön aus, aber man muss recht fest auf den Auslöser drücken, damit sich etwas tut. Weil für mich die Hemmschwelle ohnehin schon groß war, fand ich das gar nicht so einfach. Als ich mich dann einmal überwunden hatte, war alles wunderbar, ich habe tatsächlich gar nichts vom Setzen gespürt. Bis ich das entspannt machen kann, brauche ich noch Übung und immer wieder die Erfahrung, dass es wirklich nicht weh tut. Der Katheter selbst und das Pflaster sind kleiner als ich es gewohnt bin, und die ersten zwei hat meine Haut sehr gut vertragen. Außerdem gefällt mir persönlich das „Orbit“ Design – der Schlauch kann sich um 360 Grad drehen.
Die Bedienung der Pumpe ist Icon-basiert und erfolgt über einen Touchscreen. Ich fand das intuitiv und unkompliziert und habe mich schnell damit zurechtgefunden. Wer Lust hat, das mal auszuprobieren, kann sich die Ypsopump Explorer App anschauen. Das ist eine virtuelle Pumpe, die man selbst bedienen kann. Außerdem gibt es innerhalb der App geführte Touren, um sich verschiedene Funktionen zeigen zu lassen. Praktisch!
Schritt 2: App installieren, Geräte verbinden
Auch die Installation und Einrichtung der mylife CamAPS FX App war denkbar einfach. Sie steuert auf Basis der Dexcom-Glukosedaten die Insulinabgabe. Bevor ich mit meinen echten Geräten losgelegt habe, habe ich ein paar Tage eine virtuelle Pumpe und einen virtuellen Sensor genutzt. So konnte ich mich schon vorab mit dem System vertraut machen. Um mit einem echten Sensor und einer echten Pumpe zu starten, braucht es einen Zugangscode – den bekommt man, wenn man erfolgreich den Grundlagenkurs absolviert hat.
Schritt 3: „Automodus: an“
Insulinpumpe verbinden, Sensor verbinden, die Daten sind da… endlich kann ich auf „Automodus – An“ klicken! Und bin gespannt, wie die nächsten Tage und Wochen laufen werden. Ein paar Härtetests sind schon geplant, unter anderem eine längere Reise, außergewöhnliche Mahlzeiten und natürlich unterschiedlichste Sporteinheiten. Ich halte euch auf dem Laufenden!
Loopen ist gerade im Moment wieder ein großes Thema – schaut auch in Caros Berichte zum DIY Loop
Teil 1: http://Teil 1: https://diabetes-anker.de/2022/08/erster-teil-diy-loop-fluch-oder-segen/
Teil 2: https://diabetes-anker.de/2022/09/zweiter-teil-diy-loop-fluch-oder-segen/
Und in Saras Bericht über ihre Erfahrungen mit der MiniMed 780g von Medtronic:
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Technik
4 Minuten
- Technik
3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-
-
moira postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
