Besser schlafen mit einer Schlaf-App: Funktoniert das?

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Besser schlafen mit einer Schlaf-App: Funktoniert das?

Viele Menschen überprüfen ihren Schlaf per Smartphone. Was halten Schlafforscher von dieser Art der Selbstüberwachung? Und werden Schlaflabore bald überflüssig sein? Dazu haben Schlafmediziner eine ganz klare Meinung.

Mit Smartphones stehen mobile Geräte im Haushalt zur Verfügung, die mit einer Computer-ähnlichen Leistung auch für medizinisch-diagnostische Zwecke herangezogen werden können. Smartphones können zum Beispiel Biosignale eines Schlafenden aufzeichnen, speichern und Auswertungen darstellen. Aber: Keine App ist als Medizinprodukt zugelassen und daher auch nicht entsprechend geprüft. Was bedeutet das für den privaten Nutzer?

Eine Vielzahl von Apps – und ganz unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten

Die Vielzahl schlafmedizinischer Apps, die angeboten werden, ist erstaunlich: So kann man sich über den gesunden und gestörten Schlaf sowie Tipps zur Verbesserung der Schlafqualität informieren. Man kann seinen eigenen Schlaf mit Hilfe von Schlaftagebüchern selbst oder das Smartphone automatisch ein Schlafprofil aufzeichnen lassen. Apps zur Entspannung sollen das Einschlafen erleichtern. Wem das noch nicht reicht, der kann sich von seinem Smartphone genau dann wecken lassen, wenn der Schlaf besonders oberflächlich ist, um fit und munter den Tag zu beginnen.

Werden Schlafmediziner und Schlaflabore überflüssig?

Werden Schlafmediziner und Schlaflabore zur Diagnostik und Therapie von vielen Schlafstörungen nun dank des Smartphones überflüssig? „Dies wird sicher niemand behaupten“, sagt Dr. Joachim T. Maurer, Leiter des schlafmedizinischen Zentrums der Universitäts-HNO-Klinik Mannheim. Denn es gilt: Keine einzige App ist wissenschaftlich ausreichend überprüft, die meisten überhaupt nicht.

„Keiner außer den Entwicklern kennt die verwendeten Analysealgorithmen der Apps. Niemand weiß also, ob das, was die App vorgibt zu tun, auch tatsächlich funktioniert. Keine App ist als Medizinprodukt zugelassen und daher auch nicht entsprechend geprüft. Es gibt keine gesicherte Langzeitbetreuung oder einen Service für Anwender, wenn beispielsweise ein neues Smartphone gekauft wird oder ein Softwareupdate eingespielt wird. Und zu guter Letzt kann ein Arzt die Informationen der App zwar nutzen, er darf sich jedoch auf keinen Fall darauf verlassen, ohne sie mit zugelassenen Messgeräten überprüft zu haben“, erklärt Dr. Maurer.

Keine der Apps wurde im Schlaflabor überprüft

„Diese Apps stellen mehr eine Spielerei dar und keine wurde richtig im Schlaflabor überprüft. Der richtige Aufwachzeitpunkt ist wissenschaftlich nicht gesichert. Dennoch liefern diese Apps im Einzelfall gute Schätzungen zur Schlafdauer und zum Tiefschlaf“, unterstreicht auch Prof. Dr. Thomas Penzel, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Charité Berlin und Mitglied des Vorstandes der DGSM, diese Auffassung.

Worauf sollten Nutzer achten?

Beim Einsatz von Smartphones für die Schlaferkennung muss als erstes darauf geachtet werden, ob die eingebaute Sensorik (Bewegungsmessung, Mikrophon, Kamera) genutzt wird, oder ob zusätzliche Sensoren erforderlich sind. Heute gibt es externe Sensoren für die Pulswelle, die Sauerstoffsättigung, für Bewegungen des Schlafenden, des Bettes und auch Mikrophone und Kameras, um eine bessere Diagnostik zu ermöglichen.

Die Smartphone-Kamera kann zur Überwachung von Bewegungen im Schlaf eingesetzt werden. Das Mikrophon wird zur Aufzeichnung von Schnarchen und Sprechen im Schlaf eingesetzt. Diese Aufzeichnungen hängen sehr von der Positionierung des Smartphones ab. „Die eingebauten Sensoren der Smartphones reichen nicht um eine sichere Diagnostik von Schlaf und Schlafstörungen zu ermöglichen. Die neuen externen Sensoren erscheinen in dieser Hinsicht viel zuverlässiger.

Eher verunsichernd als verlässlich

Inwieweit Smartphones allein „quantify yourself“ (Selbstvermesung) sind oder eine medizinische Diagnostik unterstützen, bleibt heute noch offen. Heute führen die Ergebnisse von Smartphone Apps eher zu einer Verunsicherung als zu einer verlässlichen Diagnostik“, fasst Prof. Penzel den derzeitigen Stand zusammen.

Aber: Auch wenn in Bezug auf Apps aktuell noch viele ungeklärte Fragen bestehen, so werden sie in Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle in der Schlafmedizin spielen.

Ratgeber für Menschen mit Schlafstörungen
Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin gibt eine Patientenbroschüre heraus, in der es um Schlafstörungen geht. Abrufbar ist sie auf der Homepage der Gesellschaft.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin; Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

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  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

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