- Technik
Diabetes-Müll beschäftigt Menschen mit Diabetes
4 Minuten
Diabetes-Technologien wie kontinuierliche Glukosemessung und Insulinpumpen sind nicht zu verwenden, ohne dass einiges an Abfall entsteht. Das Problem des Verpackungsmülls beschäftigt die Menschen mit Diabetes, wie der Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes 2022 zeigt. Dies ist eins von vielen weiteren Themen in der 2021 für den Digitalisierungs- und Technologiereport (D.U.T-Report) 2022 durchgeführten Umfrage unter 2417 Menschen mit Diabetes und Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes.
Menschen mit Diabetes, die Diabetes-Technologien einsetzen, wissen, dass dadurch ihre Abfall-Mengen steigen. Das wurde deutlich in der 2021 durchgeführten Umfrage unter 2417 Menschen mit Diabetes und Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes für den D.U.T-Report 2022.
Menschen mit Diabetes machen sich Gedanken über Diabetes-Müll
Seit es Diabetes-Technologien gibt – und dazu gehören bereits die ersten Insulinspritzen und die Urin- und Blutzucker-Teststreifen –, entsteht durch ihren Einsatz Abfall. Dass dieser nicht komplett vermeidbar ist, ist klar. Klar ist aber auch, dass die Abfall-Mengen, die durch moderne Diabetes-Technologien wie kontinuierliches Glukose-Monitoring (CGM) und Insulinpumpen entstehen, größer sind als beim Verwenden auszukochender Insulinspritzen und -kanülen wie zu Beginn der Insulintherapie.
Menschen mit Diabetes ist diese Problematik durchaus bewusst. Auf die Frage „Inwiefern machen Sie sich Gedanken um den Verpackungsmüll bei Diabetes-Technologien?“ antworteten 56,9 Prozent der Menschen mit Typ-1-Diabetes, 52,0 Prozent der Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes und 48,7 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes, dass sie sich Gedanken über den Verpackungsmüll machen.
Mehr wiederverwendbare Utensilien gewünscht
Auch Einmalartikel stoßen nicht auf Begeisterung: 67,1 Prozent aller Menschen mit Diabetes bzw. Eltern, die an der Umfrage teilgenommen haben, wünschen sich mehr wiederverwendbare Utensilien bei der Diabetes-Therapie. Allerdings spielt die Menge des Verpackungsmülls für die Menschen mit Typ-1-Diabetes bzw. Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes bisher kaum eine Rolle bei der Auswahl einer Diabetes-Technologie (15,6 und 7,1 Prozent) – hier sind wahrscheinlich andere Kriterien bisher relevanter. Etwa ein Fünftel (21,9 Prozent) der Menschen mit Typ-2-Diabetes berücksichtigt aber bereits die Menge des Verpackungsmülls.

Ökologische Themen werden auch in der Diabetes-Therapie immer wichtiger
Fazit: Dass durch moderne Diabetes-Technologien einiges an Abfall entsteht, ist klar und Menschen mit Diabetes bzw. Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes bewusst. Die logische Konsequenz daraus ist der Wunsch entsprechend vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage, mehr wiederverwendbare Utensilien angeboten zu bekommen und einsetzen zu können.
Auch Autoren des D.U.T-Reports sehen Müll-Probleme
Dass der zunehmende Einsatz von Diabetes-Technologie neben vielen Vorteilen auch Schattenseiten hat, beschreiben Dr. Katarina Braune, Berlin, und Prof. Dr. Lutz Heinemann, Neuss, in ihrem Beitrag im D.U.T-Report 2022. „Diese erhebliche Menge an Plastik- und Sondermüll wird durch die Produkte selbst verursacht, die nach ihrer Nutzung geeignet entsorgt werden müssen, wie auch durch deren Verpackung. In Anbetracht des Klimawandels gewinnen Aspekte, die unter dem Begriff ‚Grüne Diabetologie‘ subsumiert werden können, zunehmend an Relevanz“, wie die beiden Diabetes-Fachleute feststellen. Den Artikel können Sie in voller Länge hier lesen.
Die Umfrage
Zum vierten Mal nach 2018, 2019 und 2020 zeigt eine wissenschaftlich geleitete Umfrage, inwieweit digitale Anwendungen in Deutschland schon in der klinischen Praxis genutzt werden und wie Diabetologen gegenüber der Digitalisierung eingestellt sind. In diesem Jahr haben 305 Ärztinnen und Ärzte teilgenommen, die diabetologisch tätig sind. Durchgeführt wurde die Befragung vom Forschungsinstitut der Diabetes Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) in Zusammenarbeit mit dem zukunftsboard digitalisierung der Berlin-Chemie AG und mit Unterstützung des Bundesverbandes Niedergelassener Diabetologen (BVND), des Verbandes der niedergelassenen Diabetologen Niedersachsens (VNDN), des Bundesverbandes Klinischer Diabetes-Einrichtungen (BVKD) und des Wissenschaftlichen Instituts der niedergelassenen Diabetologen (winDiab).
2021 wurden zudem Menschen mit Diabetes bzw. Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes nach ihrer Sicht auf neue Technologien und die digitalen Möglichkeiten der Diabetestherapie gefragt. 2417 Menschen mit Diabetes bzw. Eltern haben an der Umfrage teilgenommen – davon sind 57,8 Prozent Menschen mit Typ-1-Diabetes, 20,7 Prozent Menschen mit Typ-2-Diabetes und 19,0 Prozent Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes. 2,5 Prozent der Befragten gaben an, einen „sonstigen Diabetes-Typ“ zu haben. Zur Befragung eingeladen wurden Menschen mit Diabetes über verschiedene Medien (u.a. Diabetes- Journal), Selbsthilfeverbände, Pressemitteilungen und Social-Media-Aktivitäten.
Die Ergebnisse sowohl der Ärzte-Umfrage als auch der Umfrage unter Menschen mit Diabetes/Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes sowie weiterführende Artikel wurden im D.U.T-Report veröffentlicht; dieser ist abrufbar unter dut-report.de.
Der Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes
In diesem Report beschreiben die Autorinnen und Autoren die wichtigsten Fakten und Entwicklungstrends zu verschiedenen Aspekten der Digitalisierung und Technologisierung in der Diabetologie. Durch die Beiträge wird deutlich, auf wie vielen und wie unterschiedlichen Ebenen Digitalisierung und Technologie mittlerweile in die Diabetestherapie eingreifen. Die Artikel sollen helfen, praxistaugliche Lösungen zu finden, die künftig zu einer modernen und patientenorientierten Diabetologie gehören können. Zudem ist die eingehende Analyse der Umfrage-Ergebnisse ein Teil des D.U.T-Reports.
Der Report erscheint im Kirchheim-Verlag, die Herausgeber sind Prof. Dr. Bernhard Kulzer und Prof. Dr. Lutz Heinemann. Unterstützt wird der D.U.T-Report von der Berlin-Chemie AG mit seinem zukunftsboard digitalisierung (zd), mit dem das Unternehmen zusammen mit führenden Experten den Digitalisierungsprozess in der Diabetologie in Deutschland aktiv vorantreibt.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Pressemitteilung wie auch im D.U.T-Report oftmals die männliche Sprachform verwendet. Dies soll keine Benachteiligung anderer Geschlechter implizieren, sondern im Sinne der sprachlichen Vereinfachung geschlechtsneutral verstanden werden.
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moira postete ein Update vor 1 Tag, 1 Stunde
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 5 Tagen, 23 Stunden
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
