- Aus der Community
Diabetes technologisch und digital: Wie seht Ihr das?
2 Minuten

Mit jedem Jahr mehr, das ich Typ-1-Diabetes habe, wird es spannender. Warum? Weil die Technologien immer besser, immer ausgereifter werden – und mir mein Leben immer mehr vereinfachen.

Naja, vielleicht ist das ein bisschen zu einseitig beurteilt, denn mit jeder neuen Technologie und damit mehr Flexibilität für mein Leben wird die ganze Therapie natürlich auch komplexer.

Als ich noch den Urinzucker kontrollieren musste, weil es nichts anderes gab, und morgens und abends feste Insulindosen spritzte, weil das vor fast 50 Jahren so üblich war, musste ich mich eigentlich nur um das korrekte Berechnen meiner Ernährung kümmern – und wenn ich Gummibeine bekam, verschwommen sah und etwas wirr wurde, gab es schnelle Kohlenhydrate, weil das wahrscheinlich eine Unterzuckerung war.
Leichterer Alltag – aber immer präsent
Heute sehe ich durch die kontinuierliche Glukosemessung sofort, was mit meinen Werten los ist. Ich kann die Messungen nutzen, um Aktivitäten besser zu planen. Ich kann essen, wann ich will, und eigentlich auch, was ich will. Sport zu treiben, ist für mich auch leichter in den Alltag zu integrieren und zu „überwachen“. Andererseits bedeutet die ständige Verfügbarkeit von Werten, dass ich ständig an meinen Diabetes erinnert werde. Ihn sozusagen zeitweise völlig zu vergessen, geht nicht mehr so einfach.

Allein auf weiter Flur?
Auch der „soziale Diabetes“ hat sich durch die Technologien verändert. Früher war ich, abgesehen davon, dass es in meiner Familie noch mehr Diabetiker gab, allein auf weiter Flur damit. Heute ist es ganz einfach, andere Typ-1-Diabetiker zu finden – und sich virtuell oder real mit ihnen zu unterhalten, zu vernetzen. Da kommt ein reicher Erfahrungsschatz zusammen – aber stimmt auch immer alles, was man da so hört?
Ihr seht: Die sich weiterentwickelnden Technologien haben mein Leben mit Diabetes beeinflusst und verändert – mit viel Positivem, aber auch mit Fragezeichen.
Umfrage: Macht mit!
Wie ist das bei Euch? Wie seht Ihr die Technologisierung und Digitalisierung in der Diabetologie? Um viele Antworten dazu zu bekommen, hat das „Zukunftsboard Digitalisierung“ mit dem „Diabetes-Journal “ eine große Umfrage gestartet. Unterstützt wird die Umfrage von allen großen Diabetes-Verbänden und -Organisationen. Die Ergebnisse gibt es Anfang 2020 im „Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes“ und auf der Website www.dut-report.de.
Hier geht’s zur großen Umfrage: https://de.research.net/r/DUTUmfrage2020Patient
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kety22 postete ein Update vor 6 Stunden, 40 Minuten
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 6 Tagen, 19 Stunden
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Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂


