Die Diabetesecke: Reality-Check!

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Die Diabetesecke: Reality-Check!

Alle mit Diabetes werden es wissen: Mit dem Diabetes selbst kommen ’ne Menge zusätzliche Dinge in dein Leben. Und damit meine ich jetzt nicht nur die Kopfarbeit, die zusätzlichen Wege oder das konstante Management. Nein, ich meine auch Dinge in Verpackungen, Karton, Plastik, in kleinen Boxen oder großen Hüllen. Und all diese Dinge müssen am Ende des Tages irgendwo verstaut werden, nachdem sie ihren Weg zu uns nach Hause gefunden haben. Wo? In Schränken, Schubladen, Kisten, in einer Ecke, oben auf dem Regal, hinten auf dem Schreibtisch. Heute soll es genau darum gehen: die Diabetesecke. Was sind für mich wichtige Kriterien dafür? Wo findet sich meine Diabetesecke? Und wie sieht sie aus? Ein Reality-Check.

Quelle: privat

Wichtige Kriterien für eine Diabetesecke

Für mich haben sich einige wichtige Kriterien für eine Diabetesecke über die Jahre herauskristallisiert. Besonders wichtig ist für mich die direkte Sichtbarkeit der Ecke. Sie darf nicht versteckt oder schwer zugänglich sein, da ich sie sonst komplett vergessen würde.  Ich weiß, da scheiden sich vermutlich die Geister. Einige von uns wollen die Sachen im Alltag nicht sehen, ich muss sie aber im Blick haben. Daher kommen geschlossene Boxen und Schränke mit Türen für mich im Moment einfach nicht in Frage. Außerdem muss die Ecke schon ein wenig Platz haben, um alles zu verstauen, was dort seinen Platz finden soll. Ich arbeite gerne mit dem, was sowieso schon da ist. Es ist also umso besser, wenn Kisten, Boxen und schachteln wiederverwendet werden können. Auch da sind wir uns vielleicht nicht einig, aber lieber benutze ich Sachen wieder und bringe sie in einen neuen Kontext, als dass ich extra schöne neue Boxen kaufen würde. Was eure Kriterien für eure Diabetesecke sind, ist euch überlassen und sehr persönlich. Kann auch sein, dass euch das alles total egal ist und ihr gar nie darüber nachdenkt. Auch in Ordnung.

Quelle: privat

Was kommt in die Diabetesecke?

In meiner Ecke findet sich alles, was nicht in den Kühlschrank muss. Also Kanülen, Teststreifen, Sensoren, Messgeräte, Tape, Traubenzucker, Kabel für Messgeräte, Aufbewahrungstaschen, Stechhilfen etc. Bedenkt: Ich bin Pen-Nutzerin. Wäre ich Pumpen-Nutzerin, würden wir hier wahrscheinlich auch noch meine Kanülen, Schläuche und so weiter finden. Mein Insulin hat natürlich seine eigene Ecke im Kühlschrank. Die Ecke ziert außerdem meine Kuschel-Bauchspeicheldrüse Panky. Sie wacht stets mit einem Lächeln über meine Utensilien.

Quelle: privat

Wo ist eure Diabetesecke?

Wie findet man bloß einen guten Ort für all den Kram? Bei manchen passiert es sicher sehr bewusst und durchgeplant, andere wiederum stellen die Dinge zufällig hin, wo es eben gerade zu passen scheint, und lassen die Sachen dann einfach dort, wenn sich der Ort als praktisch herausstellt. Ich habe ein relativ großes Regal in meinem Zimmer, in dem ich eine kleine Ecke für meinen Diabeteskram reserviert habe. Das ergab sich irgendwie so, erweist sich aber inzwischen als gute, sichtbare und ausreichend große Ecke, daher ist alles dort geblieben. Hätte ich noch mehr Platz, könnte ich es vermutlich noch ordentlicher gestalten. Aber ich arbeite mit dem, was ich habe.

Quelle: privat

Wie ordnet man die Diabetesecke?

Sehr gute Frage. Ich habe eine große Kiste, in die ich alles hineinlege. Das wird mit der Zeit natürlich etwas unordentlich, klar. Zusätzlich zweckentfremde ich alte Schraubgläser, Kartons und Boxen (wie gesagt: ich arbeite mit dem, was ich habe). Die am wenigsten wichtigen Sachen stehen ganz hinten im Regal, einfach, weil ich da so selten ran muss. Das ist alles sicher nicht die durchorganisierteste Ecke, die ihr jemals gesehen habt, aber es funktioniert so für mich persönlich und das ist gut so, bis ich irgendwann vielleicht über eine andere Lösung stolpere.

 

Und jetzt zu euch: Habt ihr eine Diabetesecke und wenn ja: Wo ist die? Wie sieht sie aus? Was befindet sich dort? Wie habt ihr sie geordnet? Habt ihr Ordnungstipps für die Diabetesecke?

 


Katharina hat ebenfalls über ihr Diabetes-Ordnungssystem geschrieben: Wohin mit all dem Diabetes-Zubehör?

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  • Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Tagen, 9 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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