- Technik
Gewebssglukose messen mit einem Wischer
2 Minuten

Der Ausprobiert-Anwendertest: Es ist schwierig, zu sagen, was das System FreeStyle Libre des Unternehmens Abbott Diabetes Care, das vor mir liegt, ist. Es ist weder ein Blutzuckermesssystem noch ein System zum kontinuierlichen Glukosemessen: Es misst mit einem Sensor die Gewebsglukose, den jeweils aktuellen Wert erfahre ich aber nur, wenn ich ihn aktiv abrufe.
Sensor 14 Tage am Arm
Zum System gehört ein Sensor in der Größe etwa eines 2-Euro-Stücks. An der Unterseite hat er ein Pflaster. Um den kurzen Sensor ins Unterhautfettgewebe einzustechen, setze ich den Applikator mit dem eingeklickten Sensor auf die Rückseite meines Oberarms. Indem ich den Applikator von oben zusammendrücke, löse ich das Einstechen aus. Anschließend hebe ich die Einstechhilfe vorsichtig ab und drücke das Pflaster des Sensors gut fest – der Sensor soll ja 14 Tage an meinem Arm kleben.
Wischen – lesen – erkennen
Jetzt starte ich mit dem Lesegerät des FreeStyle Libre den Sensor. Eine Stunde muss ich nun warten, bis ich den ersten Wert abrufen kann. Und dann: Eine kurze Wischbewegung mit dem Lesegerät über den Sensor – und ich kenne meinen aktuellen Gewebsglukosewert.
Nachdem weitere Zeit vergangen ist und ich einen weiteren Wert abrufe, erkenne ich: Das System speichert nicht nur meine abgerufenen Werte, sondern der Sensor speichert alle regelmäßig gemessenen Werte über 8 Stunden, das Lesegerät hat eine Speicherkapazität für 90 Tage. Dadurch kann ich im Rückblick durch die Glukosekurven im Display erkennen, wie sich meine Werte verhalten haben – und passe auch direkt meine Therapie an.
Pfeile helfen bei Entscheidungen
Trendpfeile weisen mich darauf hin, wenn der Gewebszucker langsam oder schnell fällt oder steigt. Wiederholt hilft mir diese Information bei der Entscheidung, ob ich Kohlenhydrate esse oder Insulin zur Korrektur spritze oder einfach abwarten kann. Alle Daten hole ich mir auch in meinen Computer, um sie genauer für mich auszuwerten (siehe Seite 13).
von Dr. Katrin Kraatz
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0,
Fax: (0 61 31) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-online.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (11) Seite 40
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 3 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße