- Aus der Community
Glukosemonitoring anno 2017: Wie messen wir heute?
3 Minuten
Immer mehr Menschen weltweit erkranken an Typ-2-Diabetes, und auch die Zahl der Typ-1-Diabetiker steigt stetig an. Dummerweise steigt die Zahl der qualifizierten Diabetologen nicht im gleichen Maße an. Im Gegenteil: Immer weniger junge Ärzte entscheiden sich in ihrer Weiterbildung dafür, sich auf Diabetologie zu spezialisieren. Hoffnung machen da allein die Digitalisierung und Automatisierung, wie der niedergelassene Diabetologe Dr. Jörg Simon aus Fulda auf Schloss Hohenkammer erklärte: „Die Patienten werden angesichts dieser Situation auf der Strecke bleiben, wenn das Auslesen und die Auswertung ihrer Diabetesdaten nicht systematisch und automatisch erfolgen.“
Datenfriedhöfe mit Blutzuckerwerten, aus denen niemand Konsequenzen ableitet
Für mich als Typ-1-Diabetikerin ist längst die kontinuierliche Glukosemessung mit dem FreeStyle Libre Standard. Und viele andere Typ-1-Diabetiker nutzen ein CGM-System, um ihre Zuckerwerte zu überwachen. Doch wir dürfen nicht vergessen, dass wir mit diesen Hilfsmitteln noch eine ziemliche Ausnahme sind. Für die allermeisten Diabetiker ist die konventionelle Blutzuckermessung nach wie vor der Standard. Sie ist für Dr. Simon auch kein Auslaufmodell, vielmehr sieht er ihr Potenzial längst nicht ausgeschöpft. „Wir brauchen keine Datenfriedhöfe mit Blutzuckerwerten von über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) über etliche Wochen, ohne dass der Patient Konsequenzen daraus zieht!“

Kontinuierliche Glukosemessung kann stressen und frustrieren
Gleiches gelte für die neuen Verfahren zur kontinuierlichen Glukosemessung. „Ohne Schulung sind Patienten schnell überfordert. Sie sehen, dass in ihrem Körper Dinge vor sich gehen, von denen sie nichts wussten und die sie nicht verstehen“, sagte Dr. Simon, „und manche machen die vielen Informationen schlicht verrückt, so dass sie beginnen, nicht mit dem Diabetes, sondern für den Diabetes zu leben.“ Diese Beobachtung kann ich tatsächlich auch aus meiner Erfahrung bestätigen: Manchmal fühle ich mich angesichts der vielen Informationen, die mir meine lückenlosen Verlaufskurven liefern, auch einfach nur überrollt und überfordert. Und das, obwohl ich vermutlich ganz unbescheiden behaupten darf, dass ich mich recht gut mit meinem Diabetes auskenne und ihn in der Regel auch ziemlich gut im Griff habe.

Kreislauf aus Schulung, Messung, Dokumentation, Auswertung, Beratung
Dr. Simon glaubt, dass Menschen mit Diabetes ihre Erkrankung besser managen können, wenn alle Einzelkomponenten der Diabetestherapie in einen strukturierten Therapieprozess integriert werden. Klingt kompliziert, ist aber im Grunde einfach ein stetiger Kreislauf aus Schulung, strukturierter und therapieadaptierter Glukosemessung, ordentlicher Dokumentation, systematischer Analyse, personalisierter Behandlung und Überwachung der Therapieziele durch den Diabetologen.
Sorry, das war jetzt Ärzte-Sprech. Ich persönlich mag den Begriff „Überwachung der Therapieziele“ nicht sonderlich, denn er klingt mir verdächtig nach Big Brother. Kann man nicht einfach „Beratung“ sagen? Aber im Kern hat Dr. Simon sicherlich recht: Was bringt das viele Messen, wenn man die Daten nicht auswertet? Oder wenn man sie zwar analysiert, aber keine Konsequenzen daraus zieht? Oder wenn der Diabetologe sie sich überhaupt nicht anschaut? Oder wenn er immer nur Therapieempfehlungen von der Stange gibt, obwohl doch jeder Diabetiker maßgeschneiderte Ratschläge braucht? Ob sein System tatsächlich zu besserer Diabeteseinstellung und weniger Therapiefrust führt, wird aktuell in einer Studienreihe namens PDM-ProValue untersucht. Erste Ergebnisse werden zum Jahresende erwartet – ich bin einmal gespannt!
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anseaticids postete ein Update vor 1 Tag, 17 Stunden
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 4 Tagen, 15 Stunden
Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/
Wenn Diabetes mit im Osternest liegt: gemeinsames Backen mit den Kindern – Diabetes-Anker
Ostern steht vor der Tür und im Gepäck sind viele süße Versuchungen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie zu starke Blutzucker-Anstiege bei Diabetes durch süßes Gebäck vermieden werden können. Selbst zu backen – erst recht gemeinsam mit den … Read more
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othenbuehler postete ein Update vor 5 Tagen, 7 Stunden
Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.
Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.
👉 Wen suchen wir?
Personen mit Typ-1-Diabetes (18–40 Jahre), wohnhaft in Deutschland, mit regelmässigem Menstruationszyklus und Nutzung eines automatisierten Insulinabgabesystems.👉 Was bedeutet die Teilnahme?
Dauer: 6 Monate, bequem alles von zu Hause aus
Erfassung von Insulin-, Zyklus- und Aktivitätsdaten
Als Dankeschön: Clue-Abo (1 Jahr), Garmin-Uhr (zum Behalten) + Aufwandsentschädigung (siehe Flyer)Mit eurer Teilnahme helft ihr, Diabetes-Technologien zukünftig besser an zyklusbedingte Veränderungen anzupassen 💙
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