- Technik
Gute Kombi: Video und CGM
2 Minuten

Mit dem G6-System von Dexcom lässt sich nicht nur die Gewebeglukose kontinuierlich messen; das System ist auch in der Lage, z. B. mit Insulinpumpen und Smart-Pens zu kommunizieren. Während eines digitalen Symposiums wurden zudem die Vorteile der zum G6-System passenden Software Dexcom Clarity für telemedizinische Anwendungen deutlich.
Von einem Tag auf den anderen wurden zu Beginn der Einschränkungen durch COVID-19 die Termine in der Diabetesambulanz für Kinder und Jugendliche in Hannover auf Sprechstunden per Video umgestellt. Das erzählte Prof. Thomas Danne, Chefarzt im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin „Auf der Bult“ in Hannover während des digitalen Dexcom-Symposiums Ende Mai. Und Dr. Oliver Schubert-Olesen, Diabetologe aus Buxtehude, berichtete, dass Tage mit 10 Stunden in der Videosprechstunde für ihn derzeit keine Seltenheit sind.
Das geht erstaunlich gut – mit einem „Video-Studio“ im Keller bei Schubert-Olesen und einem „Laufzettel“ für die Familien in und um Hannover, der dem telemedizinischen Termin Struktur gibt. „Die Familien schätzen das sehr. Und die Betreuung per Video oder Telefon hat dazu beigetragen, dass es in dieser Zeit nicht unbedingt negative Auswirkungen in der Diabetesbehandlung gab“, so Danne.
Moderne Diabetes-Technologie erleichtert Betreuung aus der Ferne
Einfacher wird eine solche Betreuung aus der Ferne durch moderne Diabetes-Technologie. Während des Dexcom-Symposiums ging es natürlich vor allem um das rtCGM-System Dexcom G6. rtCGM bedeutet, dass eine kontinuierliche Gewebeglukosemessung in Echtzeit (real-time) möglich ist. Zudem ist dieses System in den USA als „interoperables CGM (iCGM) zugelassen.
„iCGM-Messsysteme müssen nicht nur hohen Anforderungen hinsichtlich der Kommunikation mit anderen therapeutischen Systemen (z. B. Insulinpumpen oder Smart-Pens zur Insulindosierung) genügen, sondern diese ebenfalls in Bezug auf Genauigkeit der Messwerte und Zuverlässigkeit von Alarmen und Warnungen erfüllen“ (Dexcom-Pressemitteilung).
Somit kann das G6-System in Verbindung mit digital verbundenen Medizinprodukten als auch eigenständig genutzt werden. Zum rtCGM-System Dexcom G6 passt die webbasierte Software Dexcom Clarity, die Verlaufsmuster, Trends und Statistiken bereitstellt und das Diabetesmanagement aus der Ferne erleichtern kann.
rtCGM-Systeme bieten Vorteile für Schwangere mit Diabetes
Günstig ist ein Diabetesmanagement mithilfe von rtCGM auch in der Schwangerschaft, wie Prof. Michael Hummel (Rosenheim) betonte. Mit einer kontinuierlichen Glukosemessung sei mehr Zeit im Zielbereich möglich, so Hummel, und dies bedeute ein geringeres Risiko für Komplikationen. Das Dexcom G6 darf auch im Rahmen der Schwangerschaft genutzt und kann mittlerweile auch von Patienten ab 18 Jahren an der Rückseite des Oberarms getragen werden.
von Nicole Finkenauer
Redaktion Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag,
Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (7) Seite 10
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thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 22 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Tagen, 15 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 3 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße