- Technik
Hersteller warnt vor Sicherheitslücke
2 Minuten

Diabetespatienten wurden in den USA und Kanda von einem Hersteller medizinischer Geräte davor gewarnt, dass eine seiner Insulinpumpen eine potentielle Sicherheitslücke aufweist, die theoretisch von Hackern ausgenutzt werden könnte.
Das Unternehmen Johnson & Johnson hat Ärzte sowie Anwender der Anmias OneTouch Ping in den USA und Kanada über eine Sicherheitslücke in der vernetzten Insulinpumpe informiert, die ausschließlich in den beiden Ländern vertrieben wird. Jay Radcliffe – ein Mitarbeiter einer Firma für digitale Sicherheit (Rapid7 Inc.) und selbst Diabetiker sowie Träger dieser Pumpe – hatte entdeckt, dass der Datenaustausch per Funk zwischen der Pumpe und der dazugehörigen Fernbedienung nicht verschlüsselt wird und somit ein potentielles Ziel für Hackerangriffe darstellt.
Tatsächliches Risiko ist laut Hersteller „extrem gering“
Johnson & Johnson selbst beschreibt das Risiko für einen solchen Angriff in dem Schreiben an die Anwender und an Ärzte allerdings als „extrem gering“. Dazu sei nicht nur ein erhebliches technisches Know-how nötig, da das OneTouch Ping-System nicht mit dem Internet oder einem anderen externen Netzwerk verbunden ist, sondern auch eine ausgeklügeltes Equipment und einen Mindestabstand zur Pumpe.
Zudem verfüge die Pumpe über Sicherheitsmechanismen, um unauthorisierte Zugriffe zu vermeiden. So könne die drahtlose Kommunikation abgeschaltet und eine Maximaldosis für Insulinzufuhren eingestellt werden.
Entdecker der Lücke lobt Hersteller für offenen Umgang
Auch der Entdecker der Sicherheitslücke schätzt die tatsächliche Gefahr als gering ein. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte Jay Radcliffe „Das ist damit vergleichbar, aus Angst vor einem Absturz nie mehr in ein Flugzeug zu steigen.“ Trotzdem sei es sehr wichtig, die Patienten über derartige Risiken aufzuklären, damit sie selbst entscheiden können, welche potentiellen Schwachstellen sie für ein Mehr an Bequemlichkeit hinnehmen wollen.
Außerdem lobte Radcliffe den Umgang des Herstellers mit seiner Entdeckung. Im April habe er Johnson & Johnson über die Schwachstelle informiert und seitdem gemeinsam mit dem Unternehmen seine Funde überprüft und verifiziert. „Normalerweise versuchen Hersteller häufig, Sicherheitslücken zu vertuschen oder klagen sogar gegen jene, die sie aufdecken.“
Insulinpumpe wird nicht in Deutschland vertrieben
Die Anmias OneTouch Ping wurde im Jahr 2008 auf den Markt gebracht, wird aber ausschließlich in den USA und Kanada offiziell vertrieben. Es besteht jedoch für Selbstzahler die Möglichkeit, sich die Insulinpumpe direkt in den USA zu bestellen. Für die hierzulande verkauften Insulinpumpen des Unternehmens gelte die Warnung nicht, betonte Johnson & Johnson auf Nachfrage.
von Gregor Hess
Redaktion Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag,
Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 4 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße