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Preisverleihung in der Diabetologie: Herausragende Leistungen gewürdigt
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Jedes Jahr vergibt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Preise an Menschen, die sich in besonderer Weise um das Erforschen, Behandeln oder Betreuen von Menschen mit Diabetes verdient gemacht haben. Wir stellen hier einige der Prämierten vor, deren herausragende Leistungen im Bereich der Diabetologie auf der Preisverleihung beim Diabetes Kongress gewürdigt wurden.
Auch in diesem Jahr fanden im Mai wieder Preisverleihungen beim Diabetes Kongress in Berlin statt. Manche der Preisträger wurden für jahrzehntelanges Engagement geehrt, andere erhielten Fördergelder für ihre Forschung. Im Folgenden wird eine kleine Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2026 vorgestellt.
Forschen, um Diabetes besser zu verstehen
Die höchste Auszeichnung der DDG, die Paul-Langerhans-Medaille, ging an Prof. Dr. Michele Solimena aus Dresden. Im Mittelpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit stehen die Insulin-produzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse. Michele Solimena erforscht die biologischen Prozesse in den Beta-Zellen mit dem Ziel, neue Ansätze für Vorbeugung und Behandlung des Diabetes zu finden.
Mit dem Nachwuchs-Preis „Young Investigator Award“ zeichnet die DDG herausragende wissenschaftliche Leistungen von jungen Forschenden aus. Den diesjährigen Preis erhielt Dr. Ruth Hanßen aus Köln. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht das komplexe Zusammenspiel von Gehirn, Stoffwechsel und Umwelt bei extremem Übergewicht (Adipositas) und Typ-2-Diabetes. Sie untersucht, wie die Insulin-Resistenz, also das verminderte Ansprechen von Zellen auf Insulin, Prozesse im Gehirn beeinflusst und damit Motivation und Essverhalten verändert. Darüber hinaus erforscht sie genetische Faktoren, die das Risiko für Diabetes beeinflussen. Ihre Arbeiten liefern neue Ansätze für maßgeschneiderte vorbeugende Maßnahmen und Therapien.
Einen weiteren Blick in die Zukunft der Diabetologie eröffnet die Arbeit von Privatdozentin Dr. Oana-Patricia Zaharia vom Universitätsklinikum Düsseldorf. Sie erhielt den Ernst-Friedrich-Pfeiffer-Preis. Ihre Forschung setzt bei einer Erfahrung an, die viele Menschen mit Diabetes kennen: Diabetes ist nicht gleich Diabetes. Warum verläuft die Erkrankung bei manchen Menschen eher mild, während andere schwere Folgeerkrankungen entwickeln? Daher untersucht die Ärztin, wie Genetik und Stoffwechsel den individuellen Krankheitsverlauf beeinflussen. Langfristig geht es darum, Therapien künftig gezielter auf den einzelnen Menschen anpassen zu können.

Einsatz für Kinder und Jugendliche
Wegen seines jahrzehntelangen Engagements wurde Prof. Dr. Andreas Neu vom Universitätsklinikum Tübingen Ehrenmitglied der DDG. Seit 1989 ist er Mitglied der Fachgesellschaft und damit auch „seit fast vier Jahrzehnten ein überaus verlässlicher, kluger und engagierter Wegbegleiter“, wie sein Wirken in der Laudatio gewürdigt wurde.
Andreas Neu setzt sich für Kinder und Jugendliche mit Diabetes ein. Er machte sich besonders stark für die Prävention der Ketoazidose, einer schweren Stoffwechsel-Entgleisung durch starken oder absoluten Insulinmangel. Sie kann besonders bei noch unerkanntem Typ-1-Diabetes auftreten und zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Ein weiteres großes Anliegen war ihm der Aufbau eines Diabetes-Inzidenz-Registers in Baden-Württemberg, das alle an Typ-1-Diabetes neu erkrankten Kinder und Jugendlichen im Alter bis 14 Jahre erfasst. Neben seiner fachlichen Exzellenz wurde bei der Ernennung zum Ehrenmitglied vor allem seine große menschliche Wärme hervorgehoben.
Ebenfalls eng verbunden mit der Diabetologie im Kindes- und Jugendalter ist Prof. Dr. Thomas Danne, heute bei „Breakthrough T1D“ in New York und Lissabon tätig. Er erhielt die Ehrennadel in Gold. Viele Jahre leitete er die Diabetologie des Kinder- und Jugendkrankenhauses „Auf der Bult“ in Hannover. Darüber hinaus prägte er die internationale Zusammenarbeit entscheidend. Bei der Preisverleihung wurde er als „herausragender Kinderarzt und Wissenschaftler, dessen Wirken weit über Deutschland hinausstrahlt“, gewürdigt.
Versorgung verbessern
Mit der Ehrenmitgliedschaft der DDG wurde auch Dr. Alexander Risse (Berlin) geehrt. Ihn zeichnet, wie es in der Würdigung hieß, eine „klare patientenorientierte Haltung“ aus. Als langjähriger Leiter des Diabetes-Zentrums am Klinikum Dortmund baute er die Einrichtung zu einem weit über die Region hinaus anerkannten Zentrum für das Diabetische Fußsyndrom (DFS) auf.
Ehrenmitglied wurde auch Prof. Dr. Michael Nauck (Bochum). Als einer „der weltweit einflussreichsten Diabetesforscher seiner Generation“ wurde er in der Laudatio gewürdigt. „Neben seiner wissenschaftlichen Exzellenz war er stets ein exzellenter Mentor, akademischer Lehrer und verlässlicher Gestalter der diabetologischen Fachgesellschaften.“
Engagement für Schulung
Die Ehrenmedaille der DDG bekamen Angelika Deml von der Katholischen Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen in Bayern und Kathrin Boehm von der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim. Die beiden Diabetesberaterinnen wurden für ihr großes, andauerndes Engagement ausgezeichnet. Sie waren zum Beispiel maßgeblich an der Entwicklung der Diabetes-Edukation DDG beteiligt, also der Weiterentwicklung der Diabetes-Schulung. „Die Deutsche Diabetes Gesellschaft ist wahnsinnig stolz auf Sie“, hieß es in der Laudatio.
Die Hellmut-Otto-Medaille erhielt Diabetes-Anker-Chefredakteur Prof. Dr. Thomas Haak (Bad Mergentheim; siehe Bild ganz oben). Er prägte die deutsche Diabetologie über vier Jahrzehnte entscheidend mit. Gewürdigt wurde er als „Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Lebensrealität“.
Weitere Preisträger und Preisträgerinnen
- Dr. Fabian Baalmann
- Dr. Simon Dreher
- Prof. Dr. Martin Heni
- Prof. Dr. Stephan Herzig
- Prof. Dr. Susanne Reger-Tan
- Dr. Arvid Sandforth
- Dr. Robert Stein
- Dr. Alba Sulaj
- Promotions-Preise: Dr. Jasmin Gaugel, Dr. Sarah Merz, Dr. Tim Mori
- 18 Poster-Preise
Mehr Informationen zu den Preisen sowie den Preisträgerinnen und Preisträgern gibt es auf der Website der DDG.
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (8/9) Seite 40-41
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jseiffert postete ein Update vor 5 Tagen, 9 Stunden
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
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lena-schmidt postete ein Update vor 1 Monat
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thomas55 postete ein Update vor 2 Monaten
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomas







