Kinder und Jugendliche mit Diabetes: Informationen, Austausch und gute Laune bei der Con-T1 2026

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Kinder und Jugendliche mit Diabetes: Informationen, Austausch und gute Laune für rund 2.000 Besucher bei der Con-T1 2026 | Foto: MedTriX
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Kinder und Jugendliche mit Diabetes: Informationen, Austausch und gute Laune bei der Con-T1 2026

Am 12. September fand in Frankfurt am Main die Con-T1 2026 statt. Die vom BdKJ e.V. organisierte Veranstaltung zog auch in diesem Jahr ca. 2.000 Besucherinnen und Besucher an, um sich rund um das Thema Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen zu informieren, auszutauschen und zu vernetzen. Auch das Diabetes-Anker-Team war vor Ort und hat einige Stimmen eingeholt.

Zum zweiten Mal veranstaltete der Bund diabetischer Kinder und Jugendlicher e.V. (BdKJ) am gestrigen Samstag die Con-T1 – die Convention für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Typ-1-Diabetes. Die Veranstaltung im Kap Europa auf dem Messegelände in Frankfurt am Main bot von 9 bis 17 Uhr ein Programm aus Fachvorträgen, Workshops, einer Industrieausstellung und Mitmach-Aktionen für Familien, Fachberater und Lehrkräfte.

Zwei Ebenen für mehr Übersicht

Gegenüber der ersten Auflage im Vorjahr haben die Veranstalter die Ausstellungsfläche in diesem Jahr auf zwei Ebenen verteilt. BdKJ-Präsidentin Jutta Bürger-Büsing erläuterte den Hintergrund: Die Aufteilung habe die Wege übersichtlicher gemacht, sodass Besucherinnen und Besucher die Stände besser einsehen und sich freier zwischen ihnen bewegen konnten, ohne gedrängt zu werden. Mehrere Besucher hätten diese Änderung als deutlich angenehmer empfunden.

Auch aus Sicht der Aussteller war die zusätzliche Ebene notwendig geworden. Als Ansprechpartnerin für die Presse berichtete Elke Spaeth, dass die Zahl der Aussteller in diesem Jahr gestiegen ist. Dadurch habe sich die Verteilung auf zwei Stockwerke angeboten. In Gesprächen mit einzelnen Ausstellern habe sie durchgehend positive Rückmeldungen erhalten: viele Kontakte, gute Gespräche und Familien, die vor Ort die gesuchten Informationen fanden.

Zufriedenes Organisationteam: Elke Spaeth, Jutta Bürger-Büsing und Monika Haas (v.l.n.r.) vom BDKJ. | Foto: MedTriX

Diskussionsrunde zu Kita und Schule als Ausgangspunkt

Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Tages lag auf dem Thema Diabetes im Bildungsalltag. Monika Haas vom Con-T1-Organisationteam hob die gut besuchte Diskussionsrunde zu Kita, Schule und Diabetes als besonderes Highlight des Programms hervor. Die Runde solle nicht mit dem Con-T1-Termin enden, sondern der Auftakt für eine Webinarreihe sein. Ziel sei eine nachhaltige Weiterarbeit an dem Thema, deren Ergebnisse im kommenden Jahr vorgestellt werden sollen.

Die Diskussion über schulische Rahmenbedingungen setzte sich auch im weiteren Programm fort. Louisa Pelz, diabetesDE  – Deutsche Diabetes-Hilfe, die erstmals selbst auf dem Podium saß, sprach über notwendige Veränderungen im schulischen Umgang mit Diabetes und brachte dabei aus eigener Sicht neue Perspektiven ein. Als weiteren Höhepunkt nannte sie den Vortrag von Michelle Schmidt zum Thema Reisen mit Diabetes. Dieser habe gezeigt, dass die Erkrankung kein Hindernis für Reisen darstellt, sofern man sich traut, Dinge auszuprobieren.

Vorträge zu Pubertät, Sport und mentaler Gesundheit

Das Vortragsprogramm deckte ein breites Themenspektrum ab. Dazu zählten der Umgang mit schwankenden Blutzuckerwerten in der Pubertät, Motivation im Alltag mit Diabetes, praktische Tipps zu Sport und Hobbys sowie Fragen zu Ausbildung, Beruf, Kita und Schule. Ergänzt wurde das Programm um rechtliche Themen wie den Versicherungsschutz mit Diabetes, aktuelle Forschungsergebnisse sowie Angebote zu Achtsamkeit und mentaler Stärke.

Für jüngere Besucher gab es spielerische Formate wie eine interaktive Teddy-OP. Die begleitende Industrieausstellung präsentierte neue Produkte und Services rund um den Alltag mit Typ-1-Diabetes. Zudem bestand die Gelegenheit, bekannte Sportler und Influencerinnen und Influencer aus der Diabetes-Community persönlich zu treffen.

Großer Andrang im Ausstellungsbereich. | Foto: MedTriX
Die beiden Con-T1-Besucherinnen Ilka und Louisa Pelz posieren vorm Diabetes-Anker-Stand. | Foto: MedTriX

Persönliche Begegnungen im Mittelpunkt

Für viele Teilnehmende stand neben den Fachinhalten vor allem der persönliche Austausch im Vordergrund. Nach dem Highlight des Tages gefragt, nannte Alexander Kikelj, auf Social Media unter dem Namen Sandys Diabetesloop bekannt, das Wiedersehen mit vertrauten Gesichtern und das Kennenlernen neuer Menschen. Er beschrieb es als bestätigend zu erleben, wie viele Neuentwicklungen es rund um Diabetes gebe und wie die Community insgesamt zusammenhalte.

Schirmherrinnen und Schirmherr der Con-T1 2026 waren in diesem Jahr die Achtsamkeitstrainerin Dr. Mirjam Eiswirth, der ehemalige Hockey-Nationalspieler und Olympiamedaillengewinner Timur Oruz, die mehrfache Vize-Welt- und Europameisterin im Hip-Hop-Tanz Megan Bartu-Walkowiak sowie Content-Creator Bastian Niemeier. Unter dem Motto „Mit Diabetes kann man alles machen“ stand die Veranstaltung erneut für den Anspruch, Diabetes nicht als Hindernis, sondern als Teil eines selbstbestimmten Alltags zu vermitteln.


von Lena Schmidt und Gregor Hess

Lena Schmidt hat einen Bachelor in Bioinformatik und einen Master in Biomedizin. Zum Projekt- und Community-Management beim Diabetes-Anker ist sie durch ihr großes Interesse am Thema Diabetes gekommen. Gelegentlich kommt es auch noch vor, dass sie an einem Bericht, Podcast oder Video für den Diabetes-Anker mitarbeitet.

Gregor Hess ist Medizin-Redakteur und Chef vom Dienst der Website des Diabetes-Ankers. Er ist darüber hinaus verantwortlicher Redakteur für das Portal diabetologie-online.de und arbeite zudem mit an der diabetes zeitung, dem Diabetes-Anker-Magazin sowie weiteren digitalen MedTriX-Projekten.

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  • Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂

  • lena-schmidt postete ein Update vor 1 Monat

    Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 2 Monaten

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas