- Technik
Insulinwirkung kennen und nutzen
2 Minuten

Bei einer Insulintherapie gibt es zwei entscheidende Unterschiede im Vergleich mit der Insulinausschüttung des Körpers: Physiologisch
Weiterhin sind die Resorption der Kohlenhydrate und damit der Anstieg der Glukosekonzentration u. a. abhängig von der Mahlzeit:
Folglich ist die möglichst gute Abstimmung zwischen gespritztem Insulin und der Resorption der Kohlenhydrate eine wichtige Voraussetzung, um postprandiale Hyperglykämien, aber auch Hypoglykämien zu vermeiden.
Bolusvarianten
Bei einer Insulintherapie mit Hilfe einer Insulinpumpe lassen sich verschiedene Bolusvarianten nutzen. Beim Normalbolus wird die eingestellte Insulinmenge sofort abgegeben, so wie unter der intensivierten Insulintherapie (ICT) mit einem Insulinpen. Bei Mahlzeiten mit hohem glykämischem Index und auch bei fettreichen Mahlzeiten ist die Kohlenhydratresorption verzögert, so dass ein verlängerter Bolus sinnvoll ist.
Mischmahlzeiten (z. B. Vorsuppe aus Instantprodukten und Pizza) verlangen dagegen einen Dualbolus als eine Kombination von Normal- und verzögertem Bolus, was die postprandiale Glykämie optimiert.
Fett-Protein-Einheiten (FPE)
Eine spezielle Anwendung der Bolusvarianten erfolgt im Fall einer fett- und proteinreichen Mahlzeit. Die enthaltene Kohlenhydratmenge wird wie üblich mit dem Mahlzeitenbolus abgedeckt (KHE-Bolus). Zusätzlich werden Fett und Protein über den FPE-Bolus abgedeckt. Dabei entsprechen 100 kcal an Fett und Protein einer FPE. Der gesamte Bolus ergibt sich aus der Summe der beiden Anteile.
Bolusmanager
Nach dem Spritzen von Insulin – egal ob als Mahlzeiten- oder als Korrekturbolus – wirkt das Insulin entsprechend seiner Pharmakodynamik über mehrere Stunden. Wird innerhalb dieser Zeit ein weiterer Insulinbolus gegeben, muss die noch wirksame Menge Insulin ("aktives Insulin") vom vorherigen Bolus abgezogen werden, um die Gefahr einer Hypoglykämie zu reduzieren. In die Berechnung der Dosis gehen folglich ein
Die Insulinwirkung ist insbesondere abhängig von der tageszeitabhängigen Insulinsensitivität des Patienten.
Durch die Anwendung eines Bolusmanagers lassen sich Überlappungseffekte sowie Über- oder Unterkorrekturen des Insulins durch Fehler bei der Berechnung der Boli vermeiden. Wichtig dabei ist die richtige Wahl der Wirkdauer des Insulins. Wegen der Möglichkeit, Fehler zu vermeiden, wird dieses Konzept von einigen Herstellern von Blutzuckermessgeräten auch auf die Berechnung von Boli unter der ICT übertragen.
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Leben mit Diabetes

8 Minuten
- Bewegung

2 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 3 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße