- Technik
Kanülen führen zu Aha-Erlebnissen
2 Minuten

Diabetes und Technologie: Wer hierzu etwas wissen wollte, war auf der Fortbildung „DiaTec“ richtig. Viele Themen wurden diskutiert.
„Ziel ist, eine Kombination aus Wissenschaft und Fortbildung zu erreichen“, wünschte sich Prof. Dr. Lutz Heinemann, Organisator der Veranstaltung DiaTec 2014, zu Beginn der zwei Fortbildungstage. Mehr als 250 Diabetologen, Diabetesberaterinnen und andere Diabetes-Experten waren nach Berlin gekommen. Hauptthema war „Needles and Pens“, ein selten beachteter Aspekt der Diabetestherapie.
Forschung reduziert Schmerz
Dr. Dorothee Deiss (Abb. 1) aus Berlin stellte bei der Suche nach Informationen zu ihrem Einführungsvortrag fest: „Ich war fasziniert, welche Technik in den kleinen Nadeln steckt.“ Vor allem der heute kaum noch vorhandene Schmerz beim Spritzen hat sich durch die Forschung und Weiterentwicklung in diesem Bereich massiv reduziert.
4 Millimeter Länge reichen
Ein Aha-Erlebnis löste bei vielen die Information aus, dass die Dicke der Haut, auch als Dermis bezeichnet, bei Erwachsenen grundsätzlich etwa 2 Millimeter dick ist, unabhängig von Geschlecht, Ethnizität und Body-Mass-Index. Das hat laut Deiss die Konsequenz: „Die Nadel muss nur lang genug sein, um durch die Dermis zu gelangen, und kurz genug, um nicht die Muskelfaszie zu berühren.“
Eine Untersuchung hat gezeigt, dass das bei Kanülen mit den Längen 4 und 5 Millimeter der Fall ist; mit 6 Millimeter Länge geht es zum Teil in den Muskel, mit 8 Millimeter vollständig. Bei Kindern ist die Hautdicke altersabhängig, aber 4 Millimeter reichen bei ihnen immer.
Robuste Insulinpens
Eine interessante Beobachtung, die allerdings nicht zur Nachahmung anregen soll, machte Dr. Dirk Hochlenert aus Köln: Bei mehreren Diabetestagen in Köln hat er sich, zusammen mit seinem Team, die im Gebrauch befindlichen Insulinpens der Besucher angesehen. „Wir haben 5 Pens gefunden, die ganz offensichtlich kaputt waren“ – was aber die Besitzer der Insulinpens nicht daran hinderte, sie zu verwenden. Hochlenert: „Die Pentechnik ist sehr robust.“ Sein dringender Appell aber lautete: Insulinpens sollten regelmäßig überprüft werden.
Was Anwender so tun
Diabetesberaterin Marita Wernsing aus Quakenbrück brachte konkrete Beispiele, was sie in ihrem Alltag dazu erlebt hat – ebenfalls nicht zur Nachahmung empfohlen: Ein Patient zum Beispiel hatte einen Insulinfertigpen kurzerhand umgebaut: Die Kappe hatte er fein säuberlich abgesägt, damit er wie in einen Insulinpen zum Wechseln eine Insulinpatrone einlegen konnte; anschließend klebte er die Kappe mit Isolierband wieder an – und der Pen funktionierte!
In einem anderen Fall wunderte sich Wernsing, warum sich bei einer auf Insulin umgestellten Typ-2-Diabetikerin die Blutzuckerwerte überhaupt nicht änderten. Sie wollte sich von der Patientin zeigen lassen, wie sie sich spritzte. Die erstaunte Frage der Patientin: „Wie soll ich das machen? Ich habe doch hier kein Kissen.“ Die Patientin hatte gedacht, dass sie genau so spritzen müsste, wie in der Schulung gezeigt. Dort benutzen die Diabetesberaterinnen, damit sie sich nicht jedes Mal tatsächlich stechen müssen, gern ein kleines Kissen, in das sie injizieren … 35 Jahre Tätigkeit in Quakenbrück haben Wernsing eins gelehrt: Die Technik ist weit, aber Anwendungsfehler dürfen nicht unterschätzt werden.
von Dr. med. Katrin Kraatz
Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstra0e 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
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uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 6 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






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