Mein Umstieg auf die Ypsopump

3 Minuten

Community-Beitrag
Mein Umstieg auf die Ypsopump

Mein erster Artikel als Autorin der Blood Sugar Lounge – wie aufregend! Ich freue mich so! Ich möchte Euch über die Umstellung vom Insulinpen zur Insulinpumpe erzählen.

There she is – meine Insulinpumpe YpsoPump.  Ich habe jetzt gut 18 Jahre Insulin per Pen spritzen gespritzt – die sind jetzt passé 👋. Ich bin ganz ehrlich und jetzt auch stolz diesen Schritt gegangen zu sein.

Quelle: Conny Doll

Mein Weg zur Ypsopump

So lief der Weg zur Ypsopump für mich:
Nun zur Einweisung in die Pumpentherapie in der Fachklinik Bad Heilbrunn bei Bad Tölz. 🏥
Nach der technischen Einweisung durch den @diashop_diabetes habe ich mich, nach dem Tipp meiner Diabetologin, mit der Fachklinik in Bad Heilbrunn in Verbindung gesetzt um einen Termin zur Einweisung zu bekommen.
9 Tage sind für die Einweisung vorgesehen. Meinen Freestyle Libre Sensor durfte ich behalten und auch auch das Closed-Loop-System funktioniert nun mit meinem Freestyle Libre 3. Ich bin sprachlos, welche Technik es bereits gibt und dankbar, dass ich eine der Ersten war, die mit der YpsoPump und Freestyle, den Closed-Loop nutzen kann. 😊
 Angefangen wurde dann mit einer Aufnahme meiner aktuellen Ist-Situation: BE-Faktoren, Korrekturfaktoren, Alltag etc. Viele Termine mit Ärzten, Blutabnahmen, Zimmer beziehen – alles was dazugehört. 

Quelle: Conny Doll

Am zweiten Tag, bei mir ein Mittwoch, wurde die Pumpe angelegt – der Tag der Tage. Ich habe lange darauf gewartet und war auch wirklich nervös. Meine Gefühle waren gemischt. Irgendwie überglücklich über die neue Hilfe, aber auch etwas ängstlich und aufgeregt vor der neuen Herausforderung, die nun vor mir liegt.

Über Nordic Walking, 24h Blutdruckmessung, Insulinsprechstunde, Diabetesschulung und Diabetesberatung habe ich alles mitgemacht.

Quelle: Conny Doll

Auch drei Basalratentests habe ich absolviert. 💪 Die gehören echt nicht zu meinen Lieblingsaufgaben als Mensch mit Diabetes.
Die Diabetolog:innen haben teilweise auch Diabetes und das hat mich schwer beeindruckt, da sich Betroffene meiner Meinung nach einfach besser in uns einfühlen können. Tolles Konzept! 👏

Mein Ansprechpartner war ein Diabetologe, der selbst eine Pumpe trägt. Ich konnte ihn ganz offen fragen, was auch immer sich für mich noch nicht geklärt hatte und er bat mich auch, proaktiv Fragen zu stellen – “egal wie blöd diese klingen mögen.”

Aber er hat mir alle – wirklich alle –beantworten können und mir stets zur Seite gestanden. Die Krankenschwestern hingegen konnte ich leider gar nichts fragen, diese waren oft überfragt. Daher bin ich gleich zu meinem Diabetologen gegangen.

Doch wie fühlt sich der Übergang an, wenn man vorher keine Insulinpumpe am Körper getragen hat?


Ich kann Euch sagen, es braucht Zeit! Ich bin sehr freiheitsliebend und wollte ehrlich gesagt nie, dass man meine Erkrankung von außen sehen kann. Jetzt trage ich einen Sensor am Oberarm und eine Pumpe mit Schlauch und Nadel im Bauch. Trotzdem würde ich es jedem empfehlen, es zumindest einmal für sich zu testen. Ab jetzt bin ich stolze Trägerin einer Insulinpumpe. Diesen Satz hätte ich mir vor 2 Jahren nicht vorstellen können einmal zu sagen, oder auch zu schreiben.
Alles war noch total neu, ich war aufgeregt , aber auch glücklich zugleich. Die Erleichterung meines Alltags mit Diabetes kam schnell. Das technische Gerät, welches mich nun ständig begleitet muss ich akzeptieren lernen.😉

Quelle: Conny Doll

Eine Umstellung braucht Zeit und die nahm ich mir auch.
Und weil ich es noch nie versucht habe bin ich mir sicher, dass ich es schaffe. 🙌🏼 #pippilangstrumpf

Wie ging es Euch nach der Umstellung? Was hattet ihr für Probleme oder Ängste?
Danke Euch fürs Teilen in den Kommentaren!

Alles Liebe

Eure Conny

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  • cesta postete ein Update vor 5 Tagen, 20 Stunden

    Hallo zusammen, ich habe eine Frage an euch. Ich habe seit 4 Jahren Typ 1 LADA und bisher nur mit Basalinsulin ausgekommen. Seit 3 Wochen muss ich nun auch zu jeder Mahlzeit Humalog spritzen. Für die Berechnung wiege ich immer alles ab. Könnt ihr eine App empfehlen, die bei der Berechnung der Kohlenhydrate unterstützt? Oder habt ihr andere Tipps wie man sich daran gewöhnt? Ich wiege bisher alles ab und kann mir gar nicht vorstellen, dass ich mir das zukünftig merken kann bzw. wie ich die Kohlenhydrate schätzen kann. Vielen lieben Dank für eure Hilfe! Liebe Grüße, Christa

    • kw antwortete vor 4 Tagen

      Hallo cesta, ich habe gute Erfahrungen mit der WETID App gemacht. Hier erhältst du für fast alle Lebensmittel BE – Werte. Man kann auch das Portionsgewicht eingeben und erhält dann die entsprechenden BE’s.
      Die App mit Werbung war bisher kostenlos. App ohne Werbung und im Abo ist besser.

      LG von kw = Kurt mit Diabetes Typ 3c

    • Hallo Christa! Ich verwende die FDDB app. LG Sarah (Lada)

    • @kw: Vielen lieben Dank für den Tipp!

    • @moira: Vielen lieben Dank für den Tipp!

  • hallo, ich hab schon ewig Diabetes, hab damit 4 Kinder bekommen und war beruflich unterschiedlich unterwegs, in der Pflege und Pädagogik. Seit ein paar Jahren funktioniert nichts mehr so wie ich das möchte: die Einstellung des Diabetes, der eigentlich immer gut lief, Sport klappt nicht mehr….ich bin frustriert und traurig..so kenne ich das nicht.. Geht es jemanden ähnlich? Bin 53…Viele grüße. Astrid

    • Liebe Astrid! Ich gerade 60 geworden und habe seit 30 Jahren Typ 1, aktuell mit Insulinpumpe und Sensor versorgt. Beim Diabetes läuft es dank des Loop gut, aber Psyche und Folgeerkrankung, Neuropathie des Darmes und fehlende Hypoerkennung, machen mir sehr zu schaffen. Bin jetzt als Ärztin schon berentet und versuche ebenfalls mein Leben wieder zu normalisieren. Kann gut verstehen, wie anstrengend es sein kann. Nicht aufgeben!! Liebe Grüße Heike

    • @mayhe: Hallo liebe Heike, danke für deine schnelle Antwort, das hat mich sehr gefreut. Nein aufgeben ist keine Option, aber es frustriert und kostet so viel Kraft. Ich hoffe dass ich beruflich noch einen passenden Platz finde. Und danke dass du dich gemeldet hast und von deiner Situation berichtet. Das ist ja auch nicht einfach. Und ich wünsche auch dir eine gewisse Stabilisierung…jetzt fühle ich mich mit dem ganzen nicht mehr so alleine. Was machst du denn sonst noch? Viele Grüße Astrid

    • Liebe Astrid! Ja, das Leben mit Diabetes ist echt anstrengend. Es kommt ja auf den normalen Wahnsinn noch oben drauf. Ich habe den Diabetes während der Facharztausbildung bekommen und ehrgeizig wie ich war auch damit beendet. Auch meinen Sohn, 26 Jahre, habe ich mit Diabetes bekommen. Hattest bei den Kindern auch schon Diabetes? Leider bin ich von Schicksalsschlägen dann nicht verschont geblieben. Was dann zu der heutigen Situation geführt hat. Ich habe durchgehalten bis nichts mehr ging. Jetzt backe ich ganz kleine Brötchen, freue mich wenn ich ganz normale kleine Dinge machen kann: Sport, Chor, Freunde treffen, usw. Ich würde mich zwar gerne aufgrund meiner Ausbildung mehr engagieren, dazu bin ich aber noch nicht fit genug. Was machst du so und wie alt sind deine Kinder? Bist du verheiratet? Liebe Grüße Heike

    • @mayhe: Hallo Heike, oh da hast du aber auch viel geschafft. Ja ich habe die Kinder mit Diabetes bekommen und meine Kinder sind 26,25,23 und bald 19 🥰….und wie du hoffe bald wieder fit zu sein. Beruflich wechsle ich jetzt vom Kinderhospiz wieder in die Krippe da es dort vorausschaubarer ist als im Schichtdienst. In der Hoffnung der Diabetes lässt sich dort wieder besser einstellen. Eigentlich sollte ich auch die Ernährung wieder umstellen, das weiß ich aber es fällt mir so schwer. Wie ist das da bei dir. Was machen deine Werte ? Viele Grüße Astrid

    • @sveastine: Hallo liebe Astrid, sag mal kann es sein, daß du in den Wechseljahren bist? Ich habe meine schon hinter mir, aber das war zuckertechnisch eine der schwierigsten Zeiten, weil ständig alles durcheinander war. Damals war ich allein 2 x in der Diabetes Klinik Bad Mergentheim zum Anpassen innerhalb von 3-4 Jahren. Die Hormonwirkungen waren der Wahnsinn. Jetzt ist es wieder deutlich ruhiger. Was hast du eigentlich für eine Versorgung? Pen? Pumpe? Insulin? Sensor?
      Ich habe die Tandem tslim mit Sensor und Novorapid. Und das ist für mich der game changer gewesen. Seitdem werden die zuckertechnischen Anstrengungen auch mit guten Werten belohnt. Liebe Grüße Heike

    • @mayhe: Hi, ja ich bin in den Wechsel Jahren schon eine ganze Weile und nehme Hormone. Das ist denke ich ist der Hauptgrund der Schwankungen, aber das geht schon seit ca 3 Jahren so, was doof ist. Ich hab das gleiche System wie du tslim und Dexcom, trotzdem schwierig.aber für Bad Mergentheim lt. Diabetologe zu gut um die Genehmigung dafür zu bekommen 🤷🏻‍♀️

    • @sveastine: Das ist ja witzig, das du dieselbe Versorgung hast. Also bist du da optimal versorgt. Jetzt verstehe ich deinen Frust. Nach den Behandlungen in Bad Mergentheim war es wenigstens eine Weile besser. Warst du schon mal in Reha wegen dem Zucker? Ist zwar nicht Bad Mergentheim, aber manche Rehakliniken machen das wohl echt gut. Du musst “nur” darauf achten, dass sie ein spezielles Angebot für Typ1er haben. Ich war 2019 in der Mediclin Klinik Stauffenberg, Durlach. Das war okay. Am wichtigsten fand ich den Austausch mit den Mitpatienten. Aber natürlich ist der Aufwand für dich bei 4 Kindern für 3 Wochen, sehr hoch. Und eine Garantie dafür das dann länger besser läuft gibt es nicht. Ich fand es aber immer wichtig, den zuckertechnischen Input und die Solidarität zu erfahren. Liebe Grüße Heike

    • @mayhe: Nicht Durlach, sondern Durbach.

  • Wir freuen uns auf das heutige virtuelle Community-MeetUp mit euch. Um 19 Uhr geht’s los! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-november/

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