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Technische Unterstützung durch Insulinpumpen und AID-Systeme
2 Minuten
Pumpen, die dem Körper kontinuierlich Insulin zuführen, gibt es bereits seit den 1980er Jahren. Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes sind sie weit verbreitet. Noch recht neu ist die Kombination von CGM-Systemen und Insulinpumpen zur automatisierten Insulindosierung (AID-Systeme). Hier erfährst du, was es damit auf sich hat.
Menschen mit Typ-1-Diabetes, vor allem Kinder, nutzen für ihre Therapie häufig Insulinpumpen. Gleiches gilt für Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes, die Insulin spritzen müssen. Doch auch bei insulinbehandelten Menschen mit Typ-2-Diabetes kommen Insulinpumpen gelegentlich zum Einsatz.
Vorteil: Mit einer Pumpentherapie lässt sich die Insulinzufuhr der natürlichen Insulinversorgung deutlich besser nachempfinden als mit einer ICT mit Insulinpens. Auch ein stark schwankender Insulinbedarf lässt sich mit eine Pumpe besser abfangen. Allerdings müssen Pumpe und Katheter rund um die Uhr am Körper getragen werden. Weiterer möglicher Nachteil: Im Falle eines technischen Defekts ist die Insulinversorgung unterbrochen, damit steigt die Gefahr einer Ketoazidose.
Wie Insulinpumpen aufgebaut sind und funktionieren
Eine Insulinpumpe besteht aus einem Gehäuse, das eine Ampulle mit Insulin und den elektronisch gesteuerten Pumpmechanismus enthält. Aus einer Ampulle gelangt das Insulin über ein Infusionsset (Katheter) mit einer Kanüle in das Unterhautfettgewebe. Die Pumpe ist durch einen Schlauch mit dem Katheter verbunden. Dieser wird direkt am Körper getragen und mit einem Pflaster auf der Haut fixiert. Die Pumpe kann am Gürtel, in der Hosentasche, im BH oder in eigens dafür vorgesehenen Gurten bzw. Taschen getragen werden. Es gibt aber auch schlauchlose Pumpen, die direkt am Körper getragen werden.
Die Pumpe gibt ausschließlich schnellwirksames Insulin ab. Damit übernimmt sie die Grundversorgung ebenso wie die Versorgung mit Mahlzeiteninsulin. Für die Grundversorgung gibt sie mittels einer voreingestellten Basalrate kontinuierlich kleine Mengen Insulin ab. Diese Mengen können – je nach dem individuellen Insulinbedarf zu bestimmten Tageszeiten – im Tagesverlauf variieren. Für besondere Situationen wie Sport, Krankheit etc. lassen sich auch gesonderte Basalraten programmieren. Zum Essen geben Anwender*innen dann entsprechend des Kohlenhydratgehalts ihrer Mahlzeit manuell per Knopfdruck die gewünschte Zahl von Insulineinheiten ab. Manche Insulinpumpen werden direkt am Gerät bedient, andere funktionieren mit einer Fernsteuerung bzw. per Smartphone-App.
AID-Systeme: Therapie mit Insulinpumpen auf dem nächsten Level
Viele Menschen glauben zwar, dass bereits eine Insulinpumpe „den Diabetes ganz von allein regelt“. Doch damit liegen sie falsch. Denn Pumpe allein kann nicht den Glukosewert bestimmen und ihn deshalb auch nicht ohne weiteres Zutun im Normbereich halten. Dies wird erst dann (zumindest teilweise) möglich, wenn die Insulinpumpe über einen Algorithmus mit einem CGM-System gekoppelt wird. Dieser Algorithmus steuert auf Basis der aktuell gemessenen Glukosekonzentration, den Glukosewerten in der unmittelbaren Vergangenheit und weiterer Parameter die Insulinzufuhr. Dabei schätzt er auch den Glukoseverlauf in den nächsten Stunden ab und bezieht diesen in seine Berechnungen mit ein.
Werden die einzelnen Komponenten auf diese Weise kombiniert, spricht man von einem System zur automatisierten Insulindosierung (AID). Doch aufgepasst: Die Abgabe eines Mahlzeitenbolus müssen Anwender*innen auch bei einem AID-System derzeit noch manuell vornehmen. Man nennt die aktuell verfügbaren Systeme daher auch ‚Hybrid-AID-Systeme’. Voll-AID-Systeme, bei denen die gesamte Insulinzufuhr (basale Abgabe, Korrekturboli, Mahlzeitenboli) über das System geregelt wird, sind allerdings in naher Zukunft zu erwarten.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema findest Du in der DigitalCorner-Ausgabe „AID-Systeme in der Praxis Status quo und Potenzial der Diabetes-Technologie“.
von Antje Thiel
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 4 Tagen, 12 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 4 Tagen, 11 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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