- Technik
Zeit für die nächste Revolution
2 Minuten
Bislang sind die Blutzuckerwerte noch in Therapie-Empfehlungen und Leitlinien das Maß der Dinge. Doch mit neuen Messtechnologien gewinnt auch der Gewebezuckerwert immer mehr an Bedeutung.
Es ist Zeit für die nächste Revolution! In den vielen Jahren, die mich der Diabetes begleitet, habe ich schon einiges Revolutionäres erlebt: Das begann mit der Möglichkeit, als Patient den Blutzucker selbst zu Hause zu messen – und mit dem Kleinerwerden der Messgeräte auch problemlos immer und überall unterwegs.
Technische Revolutionen: Messgeräte, Pens, Pumpen …
Das ging weiter mit der Erfindung der Insulinpens, die das Mitschleppen von Insulinspritzen und Glasflaschen unnötig machten … und natürlich auch das Aufziehen des Insulins aus der Flasche. Ein weiterer großer Schritt waren die Insulinpumpen, die plötzlich Probleme in der Einstellung lösen konnten, vor denen man vorher hilflos stand, weil das Insulin einfach nicht so wirken wollte, wie der Körper es brauchte.
Der letzte große Schritt, den ich bisher miterleben durfte und der uns in der Behandlung unseres Diabetes sehr helfen kann, ist das kontinuierliche Messen des Gewebezuckers. Und hier muss, finde ich, die Revolution ansetzen.
Neu: Messung des Gewebe- statt des Blutzuckers
Welcher Wert ist der entscheidende für Therapieentscheidungen: der Blutzucker oder der Gewebezucker? Bisher war klar: Es ist der Blutzucker. Warum? Weil es keine andere Möglichkeit gab, den Zuckerhaushalt des Körpers zu kontrollieren. Aber muss das heute noch ausschließlich gelten? Natürlich basieren bisher alle Empfehlungen, auch in Leitlinien, auf der Konzentration des Zuckers im Blut. Ärzte und Patienten müssen sich deshalb im Moment danach richten.
Müssen Patienten das wirklich? Von 39 Dauernutzern eines Systems zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) geben 15 in einer kürzlich durchgeführten Umfrage an, dass sie keinen Blutzucker mehr messen, bevor sie eine Therapieentscheidung treffen – sie verlassen sich auf die im Gewebe gemessenen Zuckerwerte.
Notwendig: Aufnahme in die Leitlinien
Das scheint zu funktionieren, sonst täten sie es ja nicht. Ich selbst verwende auch ein Gewebezuckermesssystem – und spare mir seitdem fast alle Blutzuckermessungen. Und es funktioniert definitiv besser als vorher, ich fühle mich auch sicherer.
Nun wird es meiner Meinung nach Zeit, dass auch in offiziellen Verlautbarungen wie Leitlinien diese neue Entwicklung Niederschlag findet. Denn in der Realität ist sie bereits angekommen.
Im Kommentarbereich unterhalb der Kolumne können Sie das Gelesene kommentieren, eigene Erfahrungen schildern, mitreden … einfach auf die Sprechblase klicken und ins Kommentarfeld schreiben!
von Jana Einser

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90, E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2015; 64 (6) Seite 86
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moira postete ein Update vor 4 Tagen, 1 Stunde
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
