Faschingszeit: Gute Vorsätze – mit kurzer Pause

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Faschingszeit: Gute Vorsätze – mit kurzer Pause | Foto: Petra Fischer – stock.adobe.com
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Faschingszeit: Gute Vorsätze – mit kurzer Pause

Der Februar ist da – und mit ihm die Zeit, in der viele Menschen mit einer gewissen Skepsis auf ihre individuellen Neujahrs-Vorsätze schauen. Hält die Motivation noch oder hat sich der Alltag mit seinen kleinen Versuchungen wieder durchgesetzt – insbesondere bezüglich der nun anstehenden Faschingszeit? Gerade für Menschen mit Diabetes sind gute Vorsätze ein zentraler Baustein ihrer Therapie.

Gesünder zu essen, sich bewusst mehr zu bewegen oder regelmäßig auch etwas für die Seele zu tun, tragen aktiv zu einem normnäheren Glukosestoffwechsel bei. Und damit verbunden ist das auch eine Wohltat für die Seele.

Eine der ersten Herausforderungen, gute Vorsätze beizubehalten, ist Karneval oder Fastnacht: eine Zeit voller Krapfen, Berliner, süßer Leckereien, Alkohol und Feiern. Wie passt das mit den persönlich gesteckten guten Vorsätzen zusammen?

Gute Vorsätze zur Faschingszeit nicht über Bord werfen!

Spätestens mit den ersten Vorboten dieser feucht-fröhlichen Zeit Anfang des Jahres kommen viele Menschen hinsichtlich ihrer gesteckten ­Ziele ins Wanken. Stellt sich die Frage: Ist es Zeit, streng zu bleiben oder sich doch ein wenig Lebensfreude zu gönnen? Die Versuchung ist groß, Urlaub von den guten Vorsätzen zu machen und diese auf die Zeit nach Aschermittwoch zu verschieben.

Allzu strenge Verbote haben Menschen meistens nicht geholfen. Gute Vorsätze sind kein Sprint, sondern eher ein Marathon. Niemand verlangt Perfektion – und manchmal gehören auch Ausnahmen dazu. Gerade die närrische Zeit bietet eine wertvolle Gelegenheit: Jeder kann für sich bewusst entscheiden, wie viel er sich gönnen möchte, ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren.

Ausgedehnter Spaziergang als Ausgleich für kleine „Sünden“

Wie wäre es beispielsweise, statt zwei Krapfen oder Berliner zu genießen einen zu essen – und das langsam und mit ganz viel Muße? Als Ausgleich ließe sich das Ganze abrunden mit einem ausgedehnten Spaziergang am nächsten Tag.

Wichtig ist, bewusst und mit Aufmerksamkeit für sich selbst zu sorgen und mit sich umzugehen. Ein kleiner Ausrutscher ist kein Grund, die Vorsätze komplett aufzugeben. Im Gegenteil: Wer sich gelegentlich eine Auszeit gönnt, bleibt langfristig motivierter und zufriedener.

Für Menschen mit Diabetes bedeutet das: Es ist vollkommen in Ordnung, in der Karnevals- oder Fastnachtszeit bewusst etwas zu genießen – mit Maß und einem wachsamen Blick auf die Glukosewerte. Wichtig sind dabei realistische Ziele, kombiniert mit der Lust aufs Leben und schöne Feiern. Entscheidend ist das große Ganze: Nach den Tagen voller Feiern ist genug Zeit, gute Vorsätze wieder aufleben zu lassen und weiter an sich zu arbeiten. In diesem Sinne: Eine fröhliche und genussvolle Faschingszeit – und viel Erfolg beim Dranbleiben!

Rubrik ÜBER Gewicht

Hier dreht sich alles ums Thema Gewicht. Die Expertinnen Kirsten Metternich von Wolff und Dr. Astrid Tombek geben Tipps und Anregungen. Sie erklären, was rund ums Thema wichtig, hilfreich und interessant ist. Wer Fragen oder Anregungen hat, kann gern eine E-Mail schreiben an: info@metternich24.de.


von Dr. Astrid Tombek

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Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (1/2) Seite 34

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Monat

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße