103 Marathons, 1 Herz, 0 Ausreden: Norbert Baier – ein Vorbild mit Langstreckenformat

< 1 minute

103 Marathons, 1 Herz, 0 Ausreden: Norbert Baier – ein Vorbild mit Langstreckenformat | Foto: privat
Foto: privat
103 Marathons, 1 Herz, 0 Ausreden: Norbert Baier – ein Vorbild mit Langstreckenformat

Norbert Baier hat Typ-1-Diabetes – und eine neue Herzklappe. Und er hat 103 Marathons hinter sich. Vor Kurzem lief er 310 Kilometer in sechs Tagen – bergauf, bergab, bei eisigem Wind. Beim #KidsKon in Berlin steht er als echtes Role Model auf der Startlinie.

Was tun, wenn einem der Wind eiskalt ins Gesicht bläst, es ständig bergauf geht – und man trotzdem nicht stehen bleibt? Norbert Baier kennt die Antwort: weiterlaufen. Der 69-jährige Freiburger ist Ultraläufer aus Leidenschaft – und lebt seit fast 50 Jahren mit Typ-1-Diabetes.

Über 100 Marathon- und Ultraläufe hat er bewältigt, darunter 6-Tages-Rennen mit über 400 Kilometern. Sein Blutzucker? Lange Zeit einfach nach Gefühl gemanagt – heute mit modernem AID-System. Auch eine schwere Herz-Operation konnte ihn nicht stoppen: Nur Monate später stand er wieder an der Startlinie.
Und als wäre das nicht genug, engagiert er sich nebenbei als Sozialreferent der DDF – mit voller Energie und großem Herz gibt er seine Erfahrung weiter.

Beim #KidsKon will er genau das tun: Mut machen, Fragen beantworten, da sein. Denn für Norbert ist klar: „Diabetes ist kein Stopp-Schild. Sondern ein Grund, es erst recht zu tun!“ Wer ihn trifft, spürt: Grenzen verschieben sich – wenn man an sich glaubt.


von Thomas Roth, Leitung Medizin (DDF)

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (7) Seite 62

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Kommentar von Arnfred Stoppok: Mitgliedschaft in einem Verein – passt das noch in unsere Zeit?
Mitgliedschaft ja oder nein? Der Landesvorsitzende Arnfred Stoppok fragt in einem Kommentar, ob das klassische Vereinsmodell noch in unsere Zeit passt. Warum viele Menschen heute flexibler mitwirken wollen und wie Selbsthilfevereine Gemeinschaft, Unterstützung und politische Stimme trotzdem sichern können, schliddert er hier.
Kommentar von Arnfred Stoppok: Mitgliedschaft in einem Verein – passt das noch in unsere Zeit? | Foto: DNI

3 Minuten

ADIBETIKA 2026: Ein Tag für Lebensqualität, starke Netzwerke und neue Perspektiven
Am Samstag, 13. Juni, wird die Mercatorhalle in Duisburg zu einem wichtigen Treffpunkt für Menschen, die mit Diabetes und/oder Adipositas leben. Unter dem Leitgedanken der Selbstbestimmung verbindet die „ADIBETIKA“ erstklassige Patientenberatung durch Selbsthilfeverbände mit den technologischen Innovationen von morgen.
ADIBETIKA 2026: Ein Tag für Lebensqualität, starke Netzwerke und neue Perspektiven | Foto: DDH-M LV NRW

3 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

Verbände