50 Jahre Diabetiker Baden Württemberg (DBW): Festveranstaltung in Karlsruhe

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50 Jahre Diabetiker Baden Württemberg (DBW): Festveranstaltung in Karlsruhe | Foto: Michael M Roth / MicialMedia
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50 Jahre Diabetiker Baden Württemberg (DBW): Festveranstaltung in Karlsruhe

Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens lud der DBW e.V. am 20. Juli zu einer gut besuchten Festveranstaltung nach Karlsruhe in die Karlsburg ein. Prominenz aus Medizin und Politik gratulierte.

Diese betonten den Nutzen der Selbsthilfe und lobten die Leistungen und Angebote des DBW. Staatssekretärin Dr. Ute Leidig vom Sozialministerium Baden-Württemberg verwies darauf, dass die Angebote der Selbsthilfe und des DBW zur Ergänzung der medizinischen Versorgung unverzichtbar seien. Der DBW wirke neben anderen Partnern aus der medizinischen Versorgung auch beim Fachbeirat Diabetes im Sozialministerium mit.

Besonders hob sie das Fortbildungsprogramm DIAschulisch und die vielen Kinder- und Jugendprojekte des DBW hervor. Auch der DDF-Vorsitzende Leonhard Stärk lobte die vielen Projekte des DBW, die auf die anderen Verbände der Diabetesselbsthilfe eine große Strahlkraft hätten.

Selbsthilfe ist mehr als nur Austausch – sie ist gelebte Solidarität

DBW-Vorsitzende Helene Klein ließ in ihrer Begrüßung den Wandel der Selbsthilfe Revue passieren: Man habe in den vergangenen 50 Jahren viel erreicht, Menschen mit Diabetes begleitet und ihnen Mut gemacht. Trotz erheblicher medizinischer Fortschritte sei die Selbstbehandlung weiterhin aufwendig und der Arztbesuch ersetze keine Gespräche mit anderen Betroffenen.

Mehrere Vorstandsmitglieder berichteten über die Arbeit des DBW und seine Angebote für die Mitglieder. Jugendreferentin Anica Towae stellte die aktuellen Kinder- und Jugendveranstaltungen vor: Kletterpark, Fußballtraining und Segelcamp.

DBW-Vorsitzende Helene Klein bei ihrer Begrüßungsansprache. | Foto: Michael M Roth / MicialMedia
DBW-Vorsitzende Helene Klein bei ihrer Begrüßungsansprache. | Foto: Michael M Roth / MicialMedia

Sozialreferent Reiner Hub beschrieb die Arbeit der Diabetes Guides und der Sozialreferenten des DBW. Außerdem stellte er das Fortbildungsprogramm DIAschulisch des DBW für Erziehungs- und Lehrkräfte vor. Der stellvertretende Vorsitzende Dr. Eric Bayerschen zeigte auf, dass der DBW neben der klassischen Form der Selbsthilfegruppe auch auf digitale Formate setzt. In der letzten Zeit sei es auch zur Gründung neuer Selbsthilfegruppen gekommen.

In seinem Vortrag ging Prof. Dr. Ralf Lobmann vom Klinikum Stuttgart der Frage „Quo vadis – Diabetologie“ nach. Die demografische Entwicklung in Deutschland führe zu einer Zunahme der Zahl der Menschen mit Diabetes, gleichzeitig nehme der Fachkräftemangel im Bereich Diabetologie zu, wenn die Politik nicht gegensteuere. Mit Blick auf die Situation in Pflegeheimen sei die diabetologische Fortbildung des Personals besonders wichtig. Hier lobte er das Engagement der vom DBW gegründeten Wieland-Stiftung.

Der Vorsitzende der Deutschen Diabetes Föderation (DDF) Leonhard Stärk beschrieb die Arbeit in dem deutschlandweit aktiven Dachverband der Diabetesselbsthilfe: Trotz des zunehmenden Mangels an Versorgungs-Einrichtungen dürfe die Selbsthilfe keine fehlenden professionellen Strukturen ersetzen. Er forderte die Sicherung der wohnortnahen Versorgung und die Teilhabe der Kinder am schulischen Leben. Die Mitgliedschaft von Patientinnen und Patienten in der Selbsthilfe müsse in den Bonusprogrammen der Krankenkassen verstärkt berücksichtigt werden.

Viele Partner des DBW berichteten

Friederike Habighorst-Klemm, Vorstandsmitglied und Patientenbeauftragte des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg, hob die langjährige Partnerschaft und Zusammenarbeit bei Veranstaltungen hervor. Mit unterhaltsamen Fakten aus der Diabetesgeschichte brachte sie die Gäste zum Schmunzeln.

Prof. Dr. Hans-Peter Hammes vom Lions Club berichtete über die Zusammenarbeit örtlicher Lions Clubs mit dem DBW: Seit dem Jahr 2017 sei die Diabetesprävention wesentlicher Förderschwerpunkt der Lions. Deshalb habe man im Jahr 2022 einen Kooperationsvertrag mit dem DBW abgeschlossen. So würden die jährliche Kinder- und Jugendveranstaltung des DBW im Kletterpark in Karlsruhe und auch das Fahrsicherheitstraining des DBW auf dem Hockenheimring finanziell gefördert. Zudem gebe es, unter anderem in Schwetzingen, jedes Jahr gemeinsame Veranstaltungen zum Weltdiabetestag. Der Psychologe Dr. Berthold Maier vom Diabeteszentrum Mergentheim zeigte, dass eine gute Selbstbehandlung des Diabetes nur möglich ist, wenn sich die Menschen immer wieder selbst motivierten.

Gelungene Abrundung des bunten Programms

Auch für Kinder und Jugendliche wurde zum Jubiläum etwas geboten. Bei einem Hip-Hop-Kurs mit Tanzlehrern der Tanzvereinigung Dance Vision durften die Kinder sich ausprobieren und ihre Kenntnisse erweitern. Schade war, dass viele Kinder und Jugendliche trotz Anmeldung leider nicht kamen. Die überschaubare Kindergruppe hatte dadurch ein intensives Tanztraining mit dem Tanzlehrer und der Tanzlehrerin und konnte zum Abschluss das Gelernte auf der großen Bühne vorführen.

Kleinere Kinder konnten im Bastelzimmer schöne Klangspiele für den Garten basteln und malen. Den Eltern bot sich damit die Gelegenheit, in Ruhe den Vorträgen zu lauschen und die Industrieausstellung zu besuchen.

Buntes Rahmenprogramm wie z.B. ein Hip-Hop-Kurs mit Tanzlehrern. | Foto: Michael M Roth / MicialMedia
Buntes Rahmenprogramm wie z.B. ein Hip-Hop-Kurs mit Tanzlehrern. | Foto: Michael M Roth / MicialMedia

In der Ausstellung im Obergeschoss präsentierten einige Unternehmen ihre Produkte für die Diabetestherapie. Dr. Albrecht Dapp stellte mit mehreren Exponaten aus seinem Diabetesmuseum die Entwicklung der Behandlungs-Technik dar. Prof. Dr. Eberhard Siegel und Elke Brückel veranschaulichten 50 Jahre Diabetes-Selbsthilfe.

Aber auch für die Unterhaltung der Veranstaltungsgäste war gesorgt: Anna Kaplan bot am Flügel mehrere musikalische Einlagen und drei Ensemble-Mitglieder des Improtheaters Stuttgart boten zwei kurzweilige Vorstellungen. Durch den Tag moderierte Sascha Schworm in charmanter Weise.


Reiner Hub, DBW-Vorstandsmitglied und Sozialreferent DDF

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 74 (10) Seite 66-67


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    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 1 Woche

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

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