Sozialreferenten des DBW: Auch 2025 wieder Hilfe zur Selbsthilfe

2 Minuten

Sozialreferenten des DBW: Auch 2025 wieder Hilfe zur Selbsthilfe | Foto: Naswi – stock.adobe.com
Foto: Naswi – stock.adobe.com
Sozialreferenten des DBW: Auch 2025 wieder Hilfe zur Selbsthilfe

Felix Schubert hat eine Frage zur Beantragung eines Schwerbehinderten-Ausweises. Sabine Meier (Namen geändert) sucht Rat, wie sie für ihre vierjährige Tochter eine Kindergarten-Begleitung beantragen kann. Beide erhalten von einem Sozialreferenten des DBW Auskunft und damit Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Sozialreferenten des DBW betreuen die Mitglieder auf sozialrechtlichem Gebiet. Sie sind selbst von Diabetes betroffene ehrenamtliche Kräfte, die durch eine Qualifizierung umfangreiches Wissen über sozialrechtliche Themen im Zusammenhang mit Diabetes erworben haben und sich regelmäßig fortbilden.

Ihre Aufgabe ist es, Mitgliedern und Nichtmitgliedern bei Fragen zum Umgang mit Behörden oder Krankenkassen mit ihrem fundierten Wissen Tipps und Anregungen zur Selbsthilfe zu geben. Bei vielen Anfragen geht es um das Beantragen von Nachteils-Ausgleichen, eines Schwerbehinderten-Ausweises, eines Führerscheins oder eines Pflegegrads oder um die Verordnung von medizinischen Hilfsmitteln.

Letztes Jahr 55 Anfragen beantwortet

Im Jahr 2025 haben die vier Sozialreferenten des DBW – Norbert Baier, Eric Bayerschen, Klaus Goldschmidt und Reiner Hub – insgesamt 55 Anfragen bearbeitet. Weitere Anfragen beantwortete auch Marianne Magg vom Diabetikerbund Bayern, die auch für den DBW aktiv ist. Schwerpunkt waren Fragen zum Schwerbehindertenrecht oder zu den Rechten von Kindern und Jugendlichen in Kindergarten und Schule. Aber auch viele andere Fragen wurden gestellt (siehe Abbildung oben).

Foto: DBW

Aktiv bei vielen Veranstaltungen

Zudem hielten die Sozialreferenten in verschiedenen Selbsthilfegruppen oder bei besonderen Anlässen 11 Vorträge. Auch standen sie bei acht Veranstaltungen als Ansprechpartner zur Verfügung, darunter der #KidsKon in Berlin und beim Tag des Sehens in Karlsruhe. Ebenfalls wirkten sie mit bei verschiedenen Veranstaltungen anlässlich des Weltdiabetestags.

Sozial-Infos

Mit Unterstützung der anderen Sozialreferenten erstellt und aktualisiert Reiner Hub schon seit vielen Jahren die Sozial-Infos. Sie geben auf wenigen Seiten alles Wissenswerte zu einem sozialrechtlichen Thema wieder und dienen somit der Hilfe zur Selbsthilfe. Der Flyer „Diabetes – Hilfe bei sozialen Fragen“ stellt die Sozial-Infos vor und weist auf die Tätigkeit der Sozialreferenten hin.

Von der Arbeit der Sozialreferenten profitieren aber auch die Landes- und Bundesvorstände der in der DDF organisierten Selbsthilfe-Verbände. Denn fällt den Sozialreferenten beim Kontakt mit Betroffenen auf, dass es Verbesserungsbedarf oder Lücken im Sozialrecht gibt, dann sprechen sie die Vorstände darauf an. Diese können sich dann auf politischer Ebene für die Patientenrechte starkmachen. Mit all diesen Tätigkeiten konnten die Sozialreferenten des DBW im vergangenen Jahr viele Menschen mit Diabetes unterstützen.


von Reiner Hub, Sozialreferent DDF

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (5) Seite 64-65

zur Beitragsübersicht von Diabetiker Baden-Württemberg e.V.

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Kochen Backen Diakids: Ein Kochbuch vom Typ F, das Unterstützung verdient
Kochen für Kinder mit Typ-1-Diabetes muss alltagstauglich sein. Genau diesem Anspruch wurde Sandra Harsch mit ihrem Buch „Kochen Backen Diakids“ gerecht. Damit das Buch künftig noch mehr Familien erreichen kann, läuft derzeit ein Crowdfunding für eine zweite Auflage.
Kochen Backen Diakids

3 Minuten

Neuer Vorsitzender: Wechsel an der Spitze der DiabetesHilfe Nord e.V.
Nach mehreren Jahren an der Spitze übergibt Michael Wirtz sein Amt: Neuer Vorsitzender der DiabetesHilfe Nord e.V. wird Reiner Sommer. Wirtz blickt auf gemeinsame Projekte zurück und erklärt, warum er dem Verein trotz Rückzugs weiterhin verbunden bleiben möchte.
Neuer Vorsitzender: Wechsel an der Spitze der DiabetesHilfe Nord e.V. | Fotos: privat

< 1 minute

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße