Beim Familien-Wochenende der Diabetiker Thüringen im SEZ Kloster blieb zwischen Workshop, Bogenschießen, Kletterwand und Kanu-Fackelfahrt viel Raum für Austausch, Mutmomente und neue Kraft im Alltag mit Diabetes.
Vom 13. bis 15. März trafen sich 12 Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern im Seesport- und Erlebnispädagogischen Zentrum Kloster (SEZ). Diese vor zwei Jahren modernisierte und teilweise neu gebaute Einrichtung gibt es bereits seit 70 Jahren. Kloster ist ein Ortsteil der Stadt Saalburg-Ebersdorf und liegt am Thüringer Meer, genauer am Bleilochstausee. Auf dem Programm stand eine Mischung aus Workshops, sportlichen und anderen gemeinsamen Aktivitäten.
Angrillen am Freitagabend
Nach Ankunft aller Familien in dieser schönen Einrichtung zeigte uns unser „Lagerleiter“ alle uns zur Verfügung stehenden Bereiche und erklärte die Regeln. Zum gemeinsamen Kennenlernen fand anschließend ein gemeinsamer Grillabend statt. Zwei Väter freuten sich schon darauf, das gut vorbereitete Fleisch und vegetarische Speisen auf den Grill zu legen. Die Mitarbeiter der Küche hatten verschiedene Salate, Gemüse-Sticks und Brot-Varianten in sehr appetitlicher Weise für uns als Buffet vorbereitet.
Am Ufer des Bleilochstausees entzündeten die Eltern mit vorbereiteten Holzscheiten zum Ausklang des Abends ein Lagerfeuer. Das war eine sehr schöne Gelegenheit für gute Gespräche der Erwachsenen und zum Spielen für die Kinder für einen besinnlichen Ausklang des Tages.
Abwechslungsreiches Programm am Samstag
Am nächsten Tag trafen sich die Kinder nach dem gemeinsamen Frühstück in einem eigens gestalteten Raum zum Workshop „Starke Herzen – starke Kids“, welchen Anja Pommer von der Firma Coravi sehr liebevoll durchführte. Es wurde gelacht, musiziert und gemeinsam Zeit verbracht. Wir haben starke Kinder, die sich etwas zutrauen, gemeinsam lernen, sich bewegen, auf sich und andere achten und die Zukunft mitgestalten werden. Ein besonderer Dank gilt Anja für ihr Engagement!
Beim gemeinsamen Mittagessen stärkten wir uns für das Programm am Nachmittag. Dieses bestand aus zwei Angeboten, die jeweils von einem erfahrenen Trainer der Einrichtung begleitet wurden. Wir fühlten uns gut betreut, herausgefordert und jederzeit unterstützt!
Bogenschießen, Klettern und Kanu-Fackel-Fahrt
Beim Bogenschießen lernten wir die unterschiedlichen Bögen kennen und erhielten Informationen zu deren Einsatz. Wir zielten auf bunte Scheiben, sammelten die Pfeile wieder ein und wiederholten die Übungen mehrfach. Zum Abschluss galt es, einen kleinen Luftballon zu treffen. Gewonnen haben alle – durch das Erlernen und Ausprobieren der Technik.
Die Gruppe „Kletterwand“ hatte die Wand bereits zuvor neugierig betrachtet. Nun setzten wir die technischen Hinweise und Sicherheitsregeln in die Praxis um. Alle trauten sich und erklommen die Wand sogar bis zu sechs Mal. Es war eine tolle Erfahrung, sich auszuprobieren und Grenzen zu überwinden.
Ein weiterer Höhepunkt war am Abend eine Kanu-Fackel-Fahrt. In der Dunkelheit mit dem Kanu über den Stausee zu fahren, war eine ganz besondere Erfahrung. Wir sangen schöne Lieder und hatten viel Spaß. Auf der Rückfahrt wurden die Kanus mit Fackeln erhellt. Für die „Landratten“ bot der Abend bei Karten- und anderen Spielen ebenfalls viel Abwechslung. Der Ausklang dieses Abends war eine Karaoke-Veranstaltung, die von Eltern organisiert worden war. Das war sehr lustig für alle und wollte gar kein Ende nehmen.
Ausklang am Sonntag
Am Sonntagvormittag führten wir für die Kinder ein Wald-Bingo durch. Auf dem Weg durch den Wald gelang es uns, alle gesuchten Tiere, Gegenstände und Pflanzen zu finden.
Im Mittelpunkt standen an diesen Tagen Familien mit an Diabetes erkrankten Kindern. Ihnen wollten wir die Möglichkeit bieten, in angenehmer Umgebung gemeinsame Zeit zu verbringen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kraft zu schöpfen. Wir danken ganz besonders den freundlichen Mitarbeitern des SEZ Kloster, die uns den Aufenthalt in dieser Einrichtung so angenehm gestalteten!
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (6) Seite 70



