Macht Mut, vermittelt Wissen: Das zweite Pixi-Buch ist da!

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Macht Mut, vermittelt Wissen: Das zweite Pixi-Buch ist da! | Foto: Carlsen
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Macht Mut, vermittelt Wissen: Das zweite Pixi-Buch ist da!

In Zusammenarbeit mit Forschungs- und Aufklärungseinrichtungen veröffentlicht der Deutsche Diabetiker Bund e.V. das zweite Pixi-Buch, das Kinder und Familien über den Alltag mit Typ-1-Diabetes informiert.

Manche sind Finn schon begegnet: Vor vier Jahren erschien das Pixi-Buch über den kleinen Jungen, bei dem Typ-1-Diabetes festgestellt wurde. Inzwischen ist aus dem Kindergartenkind ein Viertklässler geworden. Jetzt erleben wir unter anderem, wie der Zehnjährige die Übernachtungsparty in der Schule meistert.

Weil seine Familie in in eine andere Stadt umgezogen ist, kommt Finn auf eine neue Schule. Er freut sich, seine neuen Mitschülerinnen und Mitschüler kennenzulernen. Aber er muss, wie immer, wenn er irgendwo neu ist, auch unheimlich viele Fragen beantworten: Warum er das Handy auch im Unterricht bei sich hat, warum er vor dem Essen seine Insulinpumpe einstellen muss oder wann der Diabetes wieder weggeht … Und nicht alle haben immer Verständnis für Finns Bedarfe.

Zum Glück sind die Kinder sehr nett zu Finn und er hat sich schnell eingelebt. Besonders seine Sitznachbarin Emmi setzt sich für ihn ein. Sie engagiert sich sogar dafür, die ganze Schule über Typ-1-Diabetes aufzuklären.

Neues Abenteuer: Übernachtungsparty

Bei einer Schulung für sein neues System zur automatisierten Insulin-Dosierung (AID) lernt Finn Sam kennen, der wie er gern Handball spielt und ihn zum Training im Verein einlädt. Und schon bald steht ein neues Abenteuer an: Übernachtungsparty in der Schule. Finns Eltern sind skeptisch, doch die Klassenlehrerin unterstützt ihn, eigenständig unterwegs zu sein.

„Wir als DDB e. V. haben an der Fortsetzung des Pixi-Buchs ‚Finn und die Übernachtungsparty‘ mitgewirkt, weil uns die Aufklärungsarbeit zum Thema Diabetes mellitus Typ 1 besonders am Herzen liegt“, sagt Juliane Gericke, Jugendreferentin beim DDB. „Unser Ziel ist es, dass Kinder mit Typ-1-Diabetes ihre Kindheit unbeschwert erleben können – ohne zusätzliche Einschränkungen oder Ausgrenzung. Integration und Teilhabe sollen in jedem Lebensabschnitt selbstverständlich sein.“

Auch für pädagogisch Tätige

Auch und besonders Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer sind mit dem Büchlein angesprochen. Ihnen soll das Buch einen Einstieg in die Aufklärung zu Typ-1-Diabetes bieten, um Unsicherheit und mögliche Ängste im Umgang mit der Erkrankung zu nehmen.

Eingestreut in die Geschichte erfahren Kinder und Erwachsene in diesem Büchlein eine Menge über den Alltag mit Typ-1-Diabetes. Dazu gibt es Doppelseiten mit eingängigen und kindgerecht gestalteten Erklärungen zu der Erkrankung sowie zu der Therapie und den Hilfsmitteln, mit denen Kinder und Eltern den Diabetes managen: Wie funktioniert eine Insulinpumpe? Was ist ein AID-System? Wie reagiert man bei Unterzuckerung? Am Beispiel von Finns kleiner Schwester thematisiert die Geschichte zudem die Früherkennung bei Kleinkindern.

Buch kann Vorurteile abbauen

Finns Erlebnisse zeigen, welche Herausforderungen das Leben mit Typ-1-Diabetes für das Kind, die Familie und das ganze Umfeld bedeuten. Das Büchlein kann helfen, Unsicherheiten und Vorurteile abzubauen, um Stigmatisierung vorzubeugen. Es zeigt betroffenen Kindern, Eltern und Mitmenschen, wie ein selbstbestimmtes Leben mit Diabetes gelingen kann. Finn trifft zwar auf Hürden und Unverständnis, vor allem aber auf viele zugewandte Mitmenschen, die ihn unterstützen. Seine Geschichte kann Familien Mut machen und zeigt: Wir sind nicht allein!

Und die Schul-Übernachtung? Wird eine richtig gute Party, an deren Ende sich Finn und seine Mitschülerinnen und Mitschüler – trotz eines kleinen Zwischenfalls – zufrieden in ihre Kissen kuscheln.

Wir danken allen, die an der Weiterentwicklung der Geschichte von Finn mitgewirkt haben, sowie denjenigen, die den Druck und die Verbreitung unterstützen. An der Konzeption und Redaktion des informativen Pixi-Buchs waren folgende Partner beteiligt: das Forschungszentrum Helmholtz Munich, das Webportal diabinfo, das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD), das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), das Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT (Hannover) und das Center for Regenerative Therapies Technische Universität Dresden (CRTD).

Info:Pixi-Buch bestellen

  • Eltern, Kinderärztinnen und -ärzte, Betreuungs-, Beratungs- und Pflege-Einrichtungen können kostenfreie Exemplare des neuen Pixi-Buchs anfordern, um diese an die betroffenen Familien zu verteilen. Schreiben Sie uns an: kontakt@diabetikerbund.de.
  • Bitte nennen Sie uns die Anzahl an Büchern, die Sie verteilen können, sowie die vollständige Post-Adresse für die Zustellung.
  • Für institutionelle Partner wie Grundschulen oder Vereine wird das Buch auch über den Webshop des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) erhältlich sein: shop.bioeg.de.

von Dr. Ulrike Schneeweiß


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (6) Seite 60-61

zur Beitragsübersicht von Deutscher Diabetiker Bund e.V.

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag

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