Typ-1-Diabetes: Früherkennung ausgeweitet

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Typ-1-Diabetes: Früherkennung ausgeweitet | Foto: Halfpoint – stock.adobe.com
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Typ-1-Diabetes: Früherkennung ausgeweitet

Seit Mai dieses Jahres wird die Früherkennung von Typ-1-Diabetes im Rahmen der Fr1da-Studie auch in Hessen und Rheinland-Pfalz angeboten. Der Deutsche Diabetiker Bund begrüßt die Ausweitung des Angebots. Sie unterstreicht unsere Forderung nach Aufnahme der Früherkennung in die medizinische Grundversorgung.

Das Screening von Kindern zwischen zwei und zehn Jahren auf Antikörper, die einen Typ-1-Diabetes anzeigen, stand Familien bisher in Bayern, Sachsen, Niedersachsen und Hamburg zur Verfügung. Es ist die Grundlage verschiedener wissenschaftlicher Studien, die unter anderem am Forschungszentrum Helmholtz Munich durchgeführt werden.

Früherkennung bringt langfristige Vorteile

Für die betroffenen Kinder und ihre Familien hat die frühe Diagnose eines Typ-1-Diabetes zahlreiche Vorteile. Zum einen sind Kinder nachweislich besser vor einer gefährlichen Ketoazidose geschützt, wenn die Krankheit erkannt wird, bevor Symptome einsetzen. Zur Ketoazidose, einer Stoffwechsel-Entgleisung, kann es kommen, wenn die Erkrankung trotz Anzeichen wie Erschöpfung, Gewichtsverlusts, übermäßigen Dursts und häufigen Wasserlassens unerkannt bleibt.

Zum anderen kann die frühzeitige Behandlung unter Umständen eine Restfunktion der Insulin-produzierenden Zellen erhalten. Darüber hinaus gibt die frühe Diagnose den Familien die Möglichkeit, sich ohne unmittelbaren Leidensdruck mit dem Management der Erkrankung auseinanderzusetzen. Mittel- und langfristig kommt das den Kindern und allen Beteiligten zugute.

Die Familien haben zudem Zeit, sich auf die Anforderungen des Lebens mit einem Diabetes einzustellen. Diese Vorbereitung birgt deutlich bessere Perspektiven, den späteren Alltag mit Hilfe medizinischer Versorgung und menschlicher Unterstützung möglichst reibungsarm und krisenfrei einzurichten. Je besser die Betroffenen sich gewappnet fühlen, desto entspannter gelingt es zum Beispiel, Glukosewerte im grünen Bereich zu erreichen und zu halten. Und ein gutes Krankheits-Management erleichtert nicht nur den Alltag. Es zahlt sich langfristig für die Menschen mit Diabetes aus: Es senkt ihr Risiko, später im Leben körperliche oder psychische Folgeerkrankungen zu erleiden.

Signal an Politik

Der DDB begrüßt deshalb die Ausweitung der Studien. „Wir freuen uns, dass auf diesem Wege mehr Familien die Möglichkeit bekommen, einen Typ-1-Diabetes zu erkennen und zu therapieren“, sagt die ehemalige Vorsitzende Sandra Schneller. „Die Diagnose im asymptomatischen Frühstadium kann Kindern und Eltern unklare und beängstigende Umstände auf der Suche nach einer Diagnose ersparen sowie das traumatische Erlebnis einer massiven Stoffwechsel-Entgleisung.“ Auch Vorwürfe, die viele Eltern sich machen, nicht genug für die Gesundheit ihres Kindes getan zu haben, dürften bei früh einsetzender Therapie deutlich geringer ausfallen.

„Die Früherkennung hat insgesamt ein großes Potenzial, Betroffenen und ihrem familiären Umfeld den Weg im Leben mit der Erkrankung deutlich leichter zu machen“, fasst Schneller zusammen. Dass das Screening ausgeweitet wird, zeigt nicht nur das große wissenschaftliche Interesse. Es signalisiert auch, wie sinnvoll und effizient diese Maßnahme ist. „Der Schritt, die Studie weiter auszubauen, unterstreicht unsere Forderung nach einer generellen Übernahme der Kosten für die Früherkennung des Typ-1-Diabetes im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern.“


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (8/9) Seite 63

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    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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