Kooperation mit Veranstalter „Schritt für Schritt“: Lange Märsche auch für Menschen mit Diabetes möglich

3 Minuten

Kooperation mit Veranstalter „Schritt für Schritt“: Lange Märsche auch für Menschen mit Diabetes möglich | Foto: mRGB – stock.adobe.com
Foto: mRGB – stock.adobe.com
Kooperation mit Veranstalter „Schritt für Schritt“: Lange Märsche auch für Menschen mit Diabetes möglich

Eine neue Kooperation zeigt, dass lange Märsche auch für Menschen mit Diabetes machbar sind. diabetesDE und der Veranstalter „Schritt für Schritt“ wollen mit gemeinsamen Trainingsimpulsen dazu motivieren, Bewegung niedrigschwellig und ohne Leistungsdruck in den Alltag zu integrieren.

Mit mehr Bewegung die Blutzuckerwerte im Blick haben, das nehmen sich viele Menschen mit Diabetes für ein neues Jahr vor. Doch nicht jeder ist eine Sportskanone oder ein Lauftalent. Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes, die zudem mit Übergewicht kämpfen, scheuen den Gang zum Fitness-Studio aus Angst vor stigmatisierenden Blicken.

Was aber jeder machen kann, sind Spaziergänge in der Natur – je länger, desto besser.

Kooperation mit Marsch-Veranstalter „Schritt für Schritt“

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe möchte daher alle Menschen mit und ohne Diabetes motivieren, sich an längere Märsche heranzuwagen, wenn sie von ihrem Arzt oder ihrer Ärztin ein „Go“ dafür bekommen haben. Aus diesem Grund ist die gemeinnützige Organisation 2026 eine Kooperation mit dem Marsch-Veranstalter „Schritt für Schritt“ eingegangen, online zu finden unter.

Wer im Januar 2026 mit dem Training beginnt und dies langsam steigert, kann den 30-km-Marsch am 30. Mai in Waren an der Müritz anpeilen. Für alle Marsch-Events 2026 gilt: Mitmachen und Gutes tun! Denn 2 Euro der Anmeldegebühr für jeden Teilnehmenden gehen an diabetesDE für die Diabetes-Aufklärung.

Wer schon trainiert ist, kann auch den 60-km- oder sogar den 100-km-Marsch in Waren anpeilen oder natürlich auch an den früher oder später stattfindenden Märschen in anderen Städten teilnehmen. diabetesDE hat zusammen mit der Deutschen Sporthochschule Köln das Trainingsprogramm für Anfänger „7.000 plus“ entwickelt.

Märsche stärken die Willenskraft

„Wir wollen all diejenigen von längeren Märschen begeistern, die fitter werden wollen und sich selbst beweisen wollen, was in ihnen steckt“, sagt Nicole Mattig-Fabian, die Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

„Märsche sind deswegen ‚in‘, weil es eben nicht um die körperliche Höchstleistung geht, sondern um die eigene Willenskraft. Man fängt erst klein an und kann sich von Woche zu Woche oder von Monat zu Monat steigern. Strammes Spazierengehen ist gut für die Gesundheit: Es senkt den Blutzuckerspiegel, macht den Kopf frei und steigert das Selbstbewusstsein.“

Nils Degenhardt, Geschäftsführer von „Schritt für Schritt“, ergänzt: „Bei uns geht es nicht um Wettkampf, sondern um ein Gemeinschaftsgefühl. Wir spüren einen großen Zusammenhalt in dieser Community, hier ist wirklich einer für den anderen da. Es sind schon viele Freundschaften entstanden, die über den Marsch hinaus halten. Und wer einmal dabei war, den lässt das Marschfieber nicht mehr los.“

„Unvergessliches Erlebnis“

Anfängerinnen und Anfänger erzählen oft, dass der Marsch ihr Leben verändert hat. So kommentiert eine Teilnehmerin: „Der Marsch in Bonn war für mich als Neuling ein unvergessliches Erlebnis. Die Strecke wunderschön, das Team so herzlich und die Atmosphäre unter den Teilnehmenden einfach toll. Ich hätte nie gedacht, dass ich es schaffen kann, aber in der Gruppe bin ich über mich hinausgewachsen.“

Grundvoraussetzung für das optimale Bewältigen der Strecke sei laut Degenhardt aber gutes Schuhwerk, am besten Walking- oder Wanderschuhe, die schon eingelaufen sind. Trotzdem sollte jede und jeder Teilnehmende Blasenpflaster im Gepäck haben. „Menschen mit Typ-1-Diabetes sollten zudem unterwegs ihre Glukosewerte überprüfen und Hypo-Helfer in der Tasche haben“, erläutert Mattig-Fabian.

diabetesDE marschiert mit

In Waren werden von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe zwei Mitarbeiterinnen die 30-km-Strecke gehen: Dr. Gaby Allrath (54 Jahre) und Luisa Pelz (25 Jahre), die selbst mit Typ-1-Diabetes lebt.

Zusammen mit Prof. Dr. Christine Joisten und ihrem Team von der Deutschen Sporthochschule Köln hat diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe zudem einen Einstiegs-Trainingsplan für Lauf-Anfängerinnen und -anfänger erarbeitet.

Marsch über 30 km in Waren: Samstag, 30. Mai 2026, ab 9.30 Uhr – hier geht’s zur Anmeldung

„Je mehr Menschen mit und ohne Diabetes wir in Bewegung bringen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, erst gar keinen Typ-2-Diabetes zu entwickeln beziehungsweise den bereits manifestierten Diabetes gut in Balance zu halten.“

Den Plan und weitere Trainingstipps finden Sie auf unserer Website: www.diabetesde.org/trainingstipps.


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (1/2) Seite 80-81

➤ zur Beitragsübersicht von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Neue Barrieren für Inklusion? Teilhabe darf kein Sparmodell werden
In der Politik werden Einsparungen im Bereich Teilhabe und Familie diskutiert. Angedachte Kürzungen träfen Familien mit Diabetes besonders hart. Was steht auf dem Spiel?
Neue Barrieren für Inklusion: Teilhabe darf kein Sparmodell werden | Foto: golero – gettyimages

3 Minuten

Mit Typ-1-Diabetes: Handballtag für Kinder und Jugendliche
Am 25. April fand gemeinsam mit dem Bundesligaverein TVB Stuttgart der erste Handballtag für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes statt. 32 Mädchen und Jungen kamen in der Gemeindehalle Waiblingen-Bittenfeld zu einem sportlichen Tag zusammen.
Mit Typ-1-Diabetes: Handballtag für Kinder und Jugendliche | Foto: DBW

2 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂