Ehrenamtlich engagiert: Was bringt mir die Selbsthilfegruppen-Leitung?

2 Minuten

Ehrenamtlich engagiert: Was bringt mir die Leitung einer Selbsthilfegruppe? | Foto: Diabetiker Bund Berlin
Foto: Diabetiker Bund Berlin
Ehrenamtlich engagiert: Was bringt mir die Selbsthilfegruppen-Leitung?

Diabetes- Dr. Anita Zink schätzt bei der Leitung ihrer Selbsthilfegruppen trotz hohem Zeitaufwand den Austausch, die gemeinsamen Erlebnisse und den Wissensgewinn – denn Selbsthilfe bedeutet für sie: gemeinsam stark bleiben.

Dr. Anita Zink (im Bild oben rechts; mit Barbara Dvorak und Reiner Tippel) leitet zwei Selbsthilfegruppen für Menschen mit Diabetes. Sie treffen sich einmal im Monat. Inhaltliche Schwerpunkte in 2025 waren bisher z. B. die Veranstaltung „Meilensteine der modernen Diabetologie“, Erkenntnisse aus dem t1day, Zahngesundheit, Führerschein, Medikamente und Nebenwirkungen. Es gab auch einen Ausflug in einen Wildtierpark in Müncheberg. Vorgesehen sind u. a. noch die Themen Depressionen, elektronische Patientenakte, künstliche Intelligenz sowie Backen in der Weihnachtszeit.

Ich werde oft gefragt: Warum machst du das, warum tust du dir das noch an? Manchmal frage ich mich das auch … Natürlich kostet die Vorbereitung der Veranstaltungen viel Zeit. Man muss recherchieren, Vorträge ausarbeiten, Veranstaltungen besuchen und auswerten usw. Aber: Ich profitiere auch persönlich davon. Man lernt ja nie aus. Auch kann ich viel Wissen schöpfen aus meiner Tätigkeit als Diabetes Guide und Sozialreferentin DDF und dieses gezielt weitergeben.

Es macht mir einfach Freude, mein Wissen weiterzugeben, mit anderen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und das Gefühl zu haben: Gemeinsam lassen wir uns nicht vom Diabetes besiegen. Die Mitglieder der Gruppen sind voll dabei und der eine oder andere ist dankbar für Informationen und Unterstützung. Manchmal übernimmt auch ein Gruppenmitglied den Vortrag und spricht über seine Erfahrungen. Das ist mitunter hilfreicher als ein teurer Referent. Leider entsprechen diese „Eigenvorträge“ nicht den Förderrichtlinien der GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe gemäß § 20 SGB V, sodass keine finanzielle Anerkennung möglich ist – schade!

Unabhängig davon werden die Gruppen fortbestehen und wir werden weiter interessante Themen finden. Neue Gruppenmitglieder sind herzlich willkommen. Informationen gibt es unter www.diabetikerbund-berlin.org.


von Dr. Anita Zink

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 74 (10) Seite 72


zur Beitragsübersicht von Diabetikerbund Berlin e.V.

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Kochen Backen Diakids: Ein Kochbuch vom Typ F, das Unterstützung verdient
Kochen für Kinder mit Typ-1-Diabetes muss alltagstauglich sein. Genau diesem Anspruch wurde Sandra Harsch mit ihrem Buch „Kochen Backen Diakids“ gerecht. Damit das Buch künftig noch mehr Familien erreichen kann, läuft derzeit ein Crowdfunding für eine zweite Auflage.
Kochen Backen Diakids

3 Minuten

Neuer Vorsitzender: Wechsel an der Spitze der DiabetesHilfe Nord e.V.
Nach mehreren Jahren an der Spitze übergibt Michael Wirtz sein Amt: Neuer Vorsitzender der DiabetesHilfe Nord e.V. wird Reiner Sommer. Wirtz blickt auf gemeinsame Projekte zurück und erklärt, warum er dem Verein trotz Rückzugs weiterhin verbunden bleiben möchte.
Neuer Vorsitzender: Wechsel an der Spitze der DiabetesHilfe Nord e.V. | Fotos: privat

< 1 minute

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße