Ein zweitägiger Workshop im Wolfenbütteler Bildungszentrum zeigte, wie sich die Wechseljahre mit Wissen, Ernährungsideen und alltagstauglichen Techniken zur Entspannung leichter gestalten lassen. Im Fokus standen praxisnahe Übungen – auch für Frauen mit Diabetes.
Wenn der Körper plötzlich anders tickt und die Wechseljahre neue Fragen aufwerfen, kann Wissen genauso entlasten wie kleine Rituale für Alltag und Seele. Genau das bot Referentin Claudia Kümmel, Biologin und Entspannungspädagogin, den Teilnehmerinnen eines zweitägigen Workshops in unserem Wolfenbütteler Bildungszentrum mitten im frostigen Januar.
Informationen über Hormone und Soulfood
Hier wurde nicht nur erklärt, wie Hormone wirken und welche Ernährung den Körper in dieser Lebensphase unterstützt. Es wurde erlebbar, wie kleine Veränderungen große Wirkung entfalten können. Unter Kümmels fachkundiger, aber stets empathischer Anleitung wurde Soulfood zubereitet, das Genuss, Kreativität und gesunde Ernährung vereinte.
Impulse zu Entspannung, Schlafqualität und Stressregulation zeigten, wie leicht sich Alltagshürden in kleine Wohlfühlmomente verwandeln lassen. Auch der Diabetes der Teilnehmerinnen fand dabei besondere Berücksichtigung. Der intensive Austausch beim gemeinsamen Abendessen im Hotel am ersten Abend stärkte die Erkenntnis, mit den eigenen Erfahrungen nicht allein zu sein.
Praxis-Übungen zum Wohlfühlen und Entspannen
Besonders wertvoll empfanden die Teilnehmerinnen die Praxis-Übungen, die jede von ihnen mit nach Hause nehmen konnte. Atemtechniken, Mini-Meditationen und Akupressur zeigten, wie man sich selbst aktiv unterstützt – ohne komplizierte Routinen.
In der Aromapraxis lernten die Teilnehmerinnen, wie Eigenmassage und Akupressur die Selbstfürsorge unterstützen. Impulse zu Bewegung, leicht umsetzbare Routinen und praxisnahe Übungen rundeten das Erlebnis ab. So wurde der Workshop zu einer Schatztruhe voller Ideen, die sofort anwendbar sind.

Dieser Workshop machte eindrucksvoll deutlich: Wechseljahre können bewusst, selbstbestimmt und mit mehr Leichtigkeit gestaltet werden, auch wenn ein Diabetes sie nicht leichter macht. Ein Schweizer Taschenmesser an alltagstauglichen Übungen und eine ordentliche Portion Soulfood können da bereits einen Unterschied machen.
Besonder Dank geht an den Paritätischen Niedersachsen, der die Durchführung der Veranstaltung durch die Förderung eines zeitgemäßen Whiteboards für die Referentin enorm vereinfacht hat.
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (3) Seite 79
