„Alles Zucker!“ – eine Ausstellung in Berlin

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„Alles Zucker!“ – eine Ausstellung in Berlin

Zucker ist ungesund. Zucker macht dick. Das weiß jedes Kind – schließlich wird heutzutage gerne über Zucker als fiesen Bösewicht gemeckert. Gerade für uns als Menschen mit Diabetes spielt Zucker natürlich eine ganz besondere Rolle. Jeden Tag beschäftigen wir uns mit dem Stoff, oft bereitet er uns Probleme.

Doch Zucker ist noch viel mehr als ein in Verruf geratenes Süßungsmittel. Zucker ist überall. Zucker ist Nahrung, Werkstoff und Energie. Ohne Zucker gäbe es kein Leben.

Auf 800 Quadratmetern nähert sich die Dauerausstellung „Alles Zucker“ im Berliner Technikmuseum so dem Thema Zucker auf eine ganz andere, unerwartete Weise. Texte, Fotos, Exponate, Hörstationen und interaktive Module laden die Besucher ein, Zucker auch einmal als vielseitigen, eindrucksvollen und bedeutsamen Teil der Natur zu betrachten.

Für mich als Mensch mit Typ-1-Diabetes war der Besuch im Technikmuseum wirklich überraschend. Ich konnte kaum glauben, dass hier nicht der sprichwörtliche erhobene Zeigefinger ausgestellt wurde, der vor übermäßigem Zuckerkonsum warnt. Tatsächlich habe ich den Begriff „Diabetes“ nicht einmal in der Ausstellung gesehen. Statt dessen gibt es vollkommen unerwartete Ausstellungsstücke, wie etwa eine Sammlung kostbarer Zuckerdöschen und Zuckerlöffel oder einen gigantischen Krebs.

Erst auf dem Weg hinaus, in der Eingangshalle, entdeckte ich beiläufig ein klitzekleines Exponat älterer Blutzuckermessgeräte. Endlich, endlich, endlich war Diabetes in der Diskussion über Zucker einmal absolute Nebensache.

So konnte ich mich während meines Besuchs vollkommen unbefangen von dem eindrucksvollen Stoff namens Zucker in den Bann ziehen lassen. Denn Zucker sind die häufigsten Biomoleküle der Welt und finden sich überall in der Natur. In Zucker speichern Pflanzen die Energie der Sonne, er gibt ihnen Stabilität und ermöglicht ihr Wachstum. Auch die Panzer von Insekten, Krebstieren und Spinnen beispielsweise bestehen aus Chitin, einem abgewandelten Zuckerpolymer. Auch in der Medizin oder im 3D-Druck wird Zucker eingesetzt und sogar als möglicher nachwachsender Ersatz für Erdöl gehandelt.

Rundum: Ich hatte einen tollen Tag und fand den Besuch im Museum wirklich lohnenswert. Ich habe viel über Zucker gelernt – und über all das, was er noch kann, außer meinen Blutzucker aus der Bahn zu schießen!

Weitere Infos zur Ausstellung findet ihr hier.

Übrigens: In Stockholm gab’s mal eine ähnliche Ausstellung zum Thema Zucker. Damals hat Kerstin darüber berichtet.

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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