- Aktuelles
Erhöhtes Darmkrebs-Risiko bei Typ-2-Diabetes: Vorsorge wahrnehmen!
2 Minuten
Krebs ist mittlerweile die häufigste Todesursache bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, die zudem ein erhöhtes Risiko für manche Krebsarten aufweisen – z.B. für Darmkrebs. Vorsorge-Untersuchungen sind für sie daher besonders wichtig – werden aber zu selten wahrgenommen, mahnen Experten.
Das Risiko für Darmkrebs ist bei Menschen mit Typ-2-Diabetes etwa doppelt so hoch wie bei Stoffwechselgesunden. Daher sollten sie unbedingt das breite Vorsorge-Angebot wahrnehmen. Darauf machen die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und die Stiftung LebensBlicke – Früherkennung Darmkrebs (SLB) in einer Pressemitteilung aufmerksam. Ursache für dieses erhöhte Darmkrebs-Risiko sind bestimmte Stoffwechsel- und Entzündungsprozesse. Diese können ausgelöst werden durch Übergewicht, das oft mit der Stoffwechselerkrankung einhergeht, durch zugeführtes Insulin und/oder durch einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel.
Darmkrebsvorsorge wird trotz niedrigschwelliger Angebote zu selten wahrgenommen
„Besonders darmkrebsgefährdet sind daher übergewichtige Menschen mit einem insulintherapierten Diabetes Typ 2“, führt Professor Dr. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke und emeritierter Direktor der Medizinischen Klinik C am Klinikum Ludwigshafen, aus. „Gravierend ist, dass sich Adipositas und Diabetes weltweit zu regelrechten Epidemien entwickelt haben, sie in einer Wechselwirkung miteinander stehen und dadurch Krebserkrankungen begünstigen“, erklärt Riemann. So erkranken immer mehr jüngere Erwachsene unter 50 Jahren an Darmkrebs.
„Umso problematischer ist es, wenn Betroffene die niederschwelligen Angebote der Darmkrebs-Vorsorge nicht wahrnehmen oder darüber zu wenig aufgeklärt werden“, mahnt Prof. Scherübl, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Vivantes-Klinikum Am Urban in Berlin. In einigen europäischen Ländern, wie den Niederlanden und England, betrage die Teilnahmerate bei der Darmkrebs-Vorsorge mit Stuhlbluttests rund 70 Prozent. In Deutschland nehmen lediglich zehn bis zwanzig Prozent diese Angebote wahr. Dabei seien die Maßnahmen zur Darmkrebs-Früherkennung sehr niederschwellig, ergänzt Prof. Riemann: „Stuhltests erfordern keine Vorbereitung, sind nicht-invasiv und können von Patientinnen und Patienten selbst zu Hause angewendet werden.“
Früh erkannt, ist Darmkrebs gut heilbar – daher unbedingt zur Vorsorge gehen!
Liegen neben einem Diabetes mellitus weitere Risikofaktoren wie Tabak- oder Alkoholkonsum, Übergewicht oder eine familiäre Belastung vor, übernehmen einige Krankenkassen inzwischen auch die Kosten für eine frühere Darmspiegelung (Koloskopie) als Vorsorge-Untersuchung – bei Männern bereits ab dem 40. Lebensjahr und bei Frauen ab dem 45. Lebensjahr. „Dieses Angebot sollten diese Hochrisikopatienten unbedingt nutzen“, empfiehlt Gastroenterologe Prof. Riemann. „Darmkrebs ist gut heilbar – aber nur, wenn er früh erkannt wird.“
Die beiden Experten weisen zudem darauf hin, dass die Darmkrebs-Vorsorge in Zukunft noch effektiver werden wird. Derzeit entwickele man innovativen Bluttests, die mit Biomarkern arbeiten und die mikrobielle Erbsubstanz ermitteln, sowie neuen Stuhltests, wie Multitarget-Stuhl-DNA-Tests.
von Redaktion Diabetes-Anker
Mit Materialien von DDG und SLB
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Aktuelles
2 Minuten
- Aktuelles
2 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 4 Tagen, 3 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 5 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-

Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße