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Gemeinsam statt einsam
3 Minuten
Ich weiß es noch, als wenn es gestern gewesen wäre. Vermutlich werde ich diesen Moment niemals vergessen: Als ich am Tag meiner Diagnose im Labor meiner zukünftigen Praxis saß und mir Blut abgenommen wurde, meinte die Laborantin zu mir, ich hätte bestimmt „nur einen Typ 2. Der geht mit ausgewogenem Essen und Sport schnell wieder weg. Ist nicht so schlimm!“. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, was sie meinte. Ich wusste auch nicht, was für einen Mist sie da gerade von sich gab. Verwirrt und kraftlos von Wochen ohne Insulin konnte ich ihren Kommentar nicht einordnen. Nur fünf Minuten später saß ich mit meiner neuen, coolen Diabetologin und einer tollen Diabetesberaterin im Behandlungszimmer und bekam die klare Diagnose Typ-1-Diabetes.
Gute Typen, schlechte Typen?
Erst Monate später musste ich zum ersten Mal wieder an die Situation im Labor zurückdenken. Nicht nur hatte die Frau dort anscheinend keine Ahnung von Typ-2-Diabetes, vermutlich wusste sie auch nicht viel über Typ-1-Diabetes. Sonst hätte sie sich diesen Kommentar vermutlich gespart.
Nicht jeder Mensch, der die Typ-1-Diabetes-Diagnose bekommt, ist unter 20. Nicht jeder, der eine Typ-2-Diabetes-Diagnose erhält, ist dick. Wer dick ist, hat nicht automatisch Typ-2-Diabetes. Wer Typ-2-Diabetes hat, kann diesen nicht automatisch und ausschließlich mit Ernährung und Sport „verschwinden lassen“. Nicht jeder hat Kapazitäten, sich mit Ernährung und Sport auseinanderzusetzen.
Typ 1 wird allgemein als der „gute“, Typ 2 als der „schlechte“ Diabetes angesehen. Der Typ-2-Diabetes wird oft immer noch viel zu spät entdeckt, weil die Symptome nur langsam sichtbar werden und weil er als „nicht so schlimm“ abgestempelt wird. Gleichzeitig gilt auch Typ-1-Diabetes wiederum als „nicht so schlimm“, weil man ja alles damit machen können sollte und „nur Insulin spritzen muss“.
All diese Annahmen werden von Vorurteilen gefüttert, die wir nur sehr schwer und sehr langsam aus unseren Köpfen bekommen, und trotzdem sollten wir dies so schnell wie möglich tun. Und oh, Überraschung: Es gibt auch noch weitere Diabetes-Typen, die in dieser Unterhaltung meist komplett außen vor gelassen und unsichtbar gemacht werden.
Wo ist mein Beruhigungstee?
Wir schreiben das Jahr 2019 und ich habe wirklich genug von Vorurteilen. Ja, es macht mich wütend, sehr sogar. Nicht nur auf den Diabetes bezogen, aber heute hier im Text geht es eben darum. Und was mich wirklich ärgert, ist die Tatsache, dass wir nicht nur mit Vorurteilen und Annahmen von außerhalb der Community kämpfen müssen. Auch Menschen mit Diabetes untereinander sind ganz und gar nicht frei davon.
Immer wieder höre ich zum Beispiel, wie Menschen mit Diabetes Typ 1 sich als die „besseren Diabetiker“ darstellen. Oder auch, dass sie Menschen mit Diabetes Typ 2 mit ihren dickenfeindlichen Vorurteilen überschütten. Ganz ehrlich: Das bringt niemandem was und verankert die Vorurteile nur noch mehr in unseren Köpfen. Menschen mit Diabetes Typ 2 haben sowieso, egal ob beim Arzt oder im sonstigen Leben, schon schwer mit Vorurteilen ihnen gegenüber zu kämpfen. Es ist nur traurig, wenn wir das auch noch befeuern, obwohl wir Menschen mit Typ-1-Diabetes eigentlich auch ernst genommen und vorurteilsfrei betrachtet werden wollen.

Gemeinsam sind wir stärker
Ich bitte euch: Raus mit den Vorurteilen aus den Köpfen. Nur wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir die Vorurteile Menschen mit Diabetes gegenüber begraben. Damit tragen wir tatsächlich etwas zu großflächiger Aufklärung bei. Nur wenn wir einander nicht mehr gegenseitig runtermachen, sondern uns stützen und Annahmen und Vorurteile nicht weiter befeuern, können wir sie aus der Welt schaffen und das Bild von uns in der Gesellschaft maßgeblich beeinflussen. Nur dann können wir vielleicht erreichen, dass wir gemeinsam auch von der Politik ernst genommen und gehört werden und so schneller Ziele erreichen können. Kickt bitte endlich die Vorurteile aus euren Köpfen, hört einander zu, fragt nach und versteht, anstatt zu verurteilen.
Um Vorurteile gegenüber und zwischen Menschen mit Diabetes endlich aus dem Weg zu räumen, findet am 28.02. unser #TypenTalk statt. Ihr könnt ab jetzt eure Fragen einreichen!
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anseaticids postete ein Update vor 8 Stunden, 16 Minuten
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 3 Tagen, 6 Stunden
Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/
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Ostern steht vor der Tür und im Gepäck sind viele süße Versuchungen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie zu starke Blutzucker-Anstiege bei Diabetes durch süßes Gebäck vermieden werden können. Selbst zu backen – erst recht gemeinsam mit den … Read more
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othenbuehler postete ein Update vor 3 Tagen, 22 Stunden
Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.
Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.
👉 Wen suchen wir?
Personen mit Typ-1-Diabetes (18–40 Jahre), wohnhaft in Deutschland, mit regelmässigem Menstruationszyklus und Nutzung eines automatisierten Insulinabgabesystems.👉 Was bedeutet die Teilnahme?
Dauer: 6 Monate, bequem alles von zu Hause aus
Erfassung von Insulin-, Zyklus- und Aktivitätsdaten
Als Dankeschön: Clue-Abo (1 Jahr), Garmin-Uhr (zum Behalten) + Aufwandsentschädigung (siehe Flyer)Mit eurer Teilnahme helft ihr, Diabetes-Technologien zukünftig besser an zyklusbedingte Veränderungen anzupassen 💙
Mehr Infos im Flyer 👇




