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Typ-2-Diabetes verhindern: Bei Prä-Diabetes hilft Blutzucker-Normalisierung und Abnehmen
2 Minuten
Wird ein Prä-Diabetes diagnostiziert, ist Abnehmen in der Regel die erste ärztliche Empfehlung, um die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes zu verhindern. Forschende sprechen sich nun dafür aus, zusätzlich die Normalisierung der Blutzucker-Werte mit in die Leitlinien für die Behandlung aufzunehmen.
Eine Gewichtsabnahme ist eine häufig abgegebene Empfehlung von Ärztinnen und Ärzten, um Typ-2-Diabetes vorzubeugen. Insbesondere wenn zuvor bereits ein Prä-Diabetes festgestellt wurde. Eine neue Studie zeigt nun, dass auch die Normalisierung der Blutzucker-Werte entscheidend ist, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Forscher des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) plädieren daher dafür, bei einem Prä-Diabetes beide Maßnahmen als Therapieziele in die Leitlinien aufzunehmen. Denn deren Kombination habe sich als bester Schutz erwiesen, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln.
Abnehmen als Schlüssel zur Diabetes-Prävention – Blutzucker-Normalisierung als zusätzlicher Schutzfaktor
Für Menschen mit Prä-Diabetes ist die Gewichtsreduktion eine der wichtigsten Maßnahmen, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Die Reduktion des Körpergewichts kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu senken und das Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes zu minimieren. In internationalen Leitlinien, z.B. die der American Diabetes Association (ADA), empfehlen eine Gewichtsabnahme von mindestens sieben Prozent des Körpergewichts.
Eine neue Studie zeigt jedoch, dass die bloße Gewichtsabnahme nicht ausreicht. Wichtig ist auch, dass der Prä-Diabetes in Remission geht, also die Blutzuckerwerte wieder in den Normalbereich zurückkehren. Die Forscher analysierten Daten von 480 Menschen mit Prä-Diabetes, die im Rahmen des Diabetes Prevention Program (DPP) ihr Gewicht reduziert hatten. Bei 114 Teilnehmern führte die Lebensstilintervention zusätzlich zur Remission des Prä-Diabetes.
Langfristige Vorteile der Blutzucker-Normalisierung: neue Leitlinien gefordert
Die Ergebnisse der Studie, die im Fachmagazin „Diabetologia“ publiziert wurden, sind eindeutig: Personen, die neben der Gewichtsabnahme auch eine Blutzuckernormalisierung erreichten, hatten ein um 76 Prozent geringeres Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. In den ersten vier Jahren nach der Intervention entwickelte keiner dieser Teilnehmer einen manifesten Diabetes, während in der Gruppe mit alleiniger Gewichtsabnahme einige Studienteilnehmer an Diabetes erkrankten.
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➤ Ist eine Stoffwechsel-Normalisierung bei Typ-2-Diabetes dauerhaft möglich?
Auf Basis dieser Ergebnisse fordern die Forscher des DZD, dass die Remission von Prä-Diabetes als Ziel in die Praxisleitlinien aufgenommen wird. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Kombination aus Gewichtsreduktion und Blutzuckernormalisierung einen erheblichen Vorteil bietet,“ erklärt Reiner Jumpertz-von Schwartzenberg, Erstautor der Studie. Andreas Birkenfeld, Letztautor, ergänzt: „Dieses doppelte Ziel sollte in die Leitlinien integriert werden, um die Prävention von Typ-2-Diabetes maßgeblich zu verbessern.“
Die neuen Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung einer umfassenden Strategie zur Prävention von Typ-2-Diabetes, die über die reine Gewichtsabnahme hinausgeht und die Normalisierung der Blutzuckerwerte einschließt. Dies könnte helfen, die Raten der Diabetesentwicklung signifikant zu senken und die Gesundheit von Menschen mit Prä-Diabetes nachhaltig zu verbessern.
von Redaktion Diabetes-Anker
mit Materialien des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD)
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 5 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
