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Vernetzt sein – ist das wirklich wichtig?
2 Minuten
[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Markennennung.]
Am Anfang war die Ablehnung
Zu Beginn meiner Diabeteskarriere gab es für jugendliche Typ-1-Diabetiker keinerlei Selbsthilfegruppen oder sonstige Foren. Internet existierte noch nicht. „Juvenile Diabetiker“ waren zudem noch eine Rarität. Und starre Therapieregime boten wenige Austauschmöglichkeiten. In der Kinderstoffwechselambulanz einer Universitätsklinik unterhielten sich eher die Mütter, wie sie mit dem ganzen Stress umgingen: Krankheit der Kinder an sich, Kinder, die immer wieder gegen die Krankheit rebellierten, und unzufriedene Ärzte.
Außerdem war mein Diabetes meine Privatsache. In meiner Freizeit wollte ich mich nicht noch zusätzlich mit dem Diabetes beschäftigen. Die Ver- und Gebote der behandelnden Ärzte reichten mir völlig. Klar, der Diabetes war da und war kein Zuckerschlecken. Ich wollte mich aber nicht auch noch regelmäßig mit Gleichbetroffenen darüber austauschen.
Als ich älter wurde und Selbsthilfe populär wurde, dominierten die älteren Typ-2-Diabetiker die Selbsthilfegruppen an meinem Wohnort. Selbsthilfe für Typ-1-Diabetiker gab es maximal überregional. Und dort führten, nach meinem Eindruck, zu eifernde Elternteile das Wort, weniger die Betroffenen selber.
Also ging ich weiterhin alleine meinen Weg. Meine einzigen Informationsquellen waren meine Ärzte und das Diabetes-Journal. Lange Zeit.

Quelle: pixabay
Sinneswandel
Erst als ich mich für die Pumpentherapie interessierte, begann mein Sinneswandel.
Das war so ungefähr 40 Jahre nach der Diagnose. Selbsthilfegruppen vor Ort für Typ-1-Diabetiker gab es meines Wissens immer noch nicht. Aber es gab das Internet mit einigen Foren für Typ-1-Diabetiker. Dort fand ich Informationen, Austausch, neue Ideen und entwickelte ein für mich völlig neues Zugehörigkeitsgefühl. Denn ich war nicht alleine mit meinen Fragen und Zweifeln.
Überraschend für mich entwickelten sich dann tatsächlich engere virtuelle Beziehungen zu Personen, die therapeutisch und technisch sehr innovativ unterwegs waren. Dieses Querdenken war richtig spannend und forderte mich heraus. Ich ließ mich darauf ein und mitziehen. Und das Wichtigste, ich fühlte mich völlig wohl dabei.
Ende gut – alles gut
Heute pflege ich ungefähr mit einer Handvoll von Personen einen engeren Kontakt. Und ich habe sie mittlerweile auch persönlich kennengelernt.
Eine dieser Personen ist heute mein bester Freund. Er darf mir in den Hintern treten, wenn ich mal wieder zu ehrgeizig oder zu nachlässig mit meinem Diabetes unterwegs bin. Er hat mich auch ermutigt, die diesjährigen Diabetes-Barcamps zu besuchen.
Und da habe ich nochmal direkt erkannt: Wir sind alle sehr verschieden. Uns verbindet nur der Typ-1-Diabetes. Dadurch teilen wir viele Fragen und Probleme. Aber das Allerwichtigste ist, wir sind nicht alleine damit.

Quelle: pixabay
Fazit:
Heute bin ich entschiedene Befürworterin der Vernetzung und des Austauschs mit Gleichbetroffenen. Jeder Typ-1-Diabetiker tickt zwar anders. Aber durch den Austausch ergeben sich immer wieder neue Gesichtspunkte, die es lohnt, für sich selbst zu überdenken.
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Wochen, 1 Tag
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße