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Zum Tod von Bastian Hauck: Eine Stimme für die Menschen mit Diabetes ist verstummt
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Die Stimme der Menschen mit Diabetes im Konzert mit den Diabetes-Expertinnen und -Experten erklingen lassen: Das war der Lebenstraum von Bastian Hauck. Nun ist seine Stimme darin verstummt. Am 31. Mai verlor er seinen jahrelangen, intensiven und auch sehr emotionalen Kampf gegen den Krebs.
Das erste Mal trafen Kollegen und ich ihn bei einer Presseveranstaltung im Rahmen der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) im Jahr 2009 in Wien. Er berichtete uns begeistert über seine Segel-Abenteuer – allein mit sich und seinem Typ-1-Diabetes, der im jungen Erwachsenenalter diagnostiziert worden war, auf hoher See.
Schon damals wurde deutlich: Er wollte anderen Menschen mit Diabetes Mut machen, sie ermuntern, sich nicht bremsen zu lassen. Seiner diplomatischen Laufbahn hatte er sehr früh den Rücken gekehrt, um seiner Leidenschaft, dem Segeln, zu folgen. In seinem Buch „Raus ins Blaue! Unter Segeln nach St. Petersburg“ nahm er die Leserinnen und Leser mit auf seine Segeltörns. Er ließ sie daran teilhaben, was auch mit Typ-1-Diabetes alles geht.
Mit #dedoc° verhalf Bastian Hauck Menschen mit Diabetes zu mehr Sichtbarkeit
So kam er immer intensiver in der Diabetes-Community an und gründete im Jahr 2012 #dedoc°, die deutsche Diabetes-Online-Community. Was als kleine digitale Plattform für den persönlichen Austausch begonnen hatte, war ziemlich schnell zu einer ganzen Organisation mit mehreren Angestellten, meist selbst mit Diabetes lebend, gewachsen.
Er brachte die Betroffenen als #dedoc° Voices auf Fachkongresse, national und international. Und er ermöglichte ihnen, in Publikationen wie dem Diabetes-Journal – dem heutigen Diabetes-Anker – sichtbar zu werden und ihren Blick auf die Themen darzustellen. Kleine und große Veranstaltungen wie den jedes Jahr zum Weltdiabetestag stattfindenden #docday° entwickelte er zusammen mit seinem Team. Charakteristisch für ihn war, dass er genau wusste, was er wollte, und seine Ziele hartnäckig verfolgte.
Was vielleicht wie eine Kleinigkeit scheint, entstand ebenfalls aus #dedoc°: Wer sich dafür anmeldete, bekam zu seinem Diaversary, also der Wiederkehr des Tags der Diabetes-Diagnose, einen kleinen Gruß zusammen mit dem blauen „Diabetes-Kreis“ geschickt. Eine kleine Anerkennung, wieder ein Jahr mit Diabetes gut gemeistert zu haben.
Oder das Weihnachtswichteln: Hier bekam jeder, der mitmachte, von jemand anderem aus der Diabetes-Community einen persönlichen Gruß geschickt. So wirkte Bastian Hauck auch im Kleinen, stärkte, machte Mut, gab Kraft. Bastian hing sehr an „seinem Baby“ #dedoc°. Und es fiel ihm sehr schwer, loszulassen, trotz seiner kraftraubenden Krebs-Erkrankung, die ihn seit 2021 begleitete.
Parallel war er, auch noch, als er bereits erkrankt war, in den Vorständen von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe (2015-2024), der International Diabetes Federation; (IDF (2017-2023) und im European Diabetes Forum (2020-2023) aktiv. Aber auch an vielen anderen Stellen war sein Name unter den Aktiven für die Sache der Menschen mit Diabetes zu lesen.
Trotz schwerer Krankheit weiterhin aktiv für andere Menschen mit Diabetes
So, wie er sich unermüdlich für andere einsetzte, so versuchte er auch, seinem bereits bei Diagnose metastasierten Krebs die Stirn zu bieten. Jeden kleinen Strohhalm ergriff er, jede Chance nutzte er. Immer, wenn wir uns trafen, erzählte er, welche Möglichkeiten ihm seine Ärzte wieder eröffnet hatten. Welche Teilnahmen an Studien ihm wieder angeboten worden waren. Manchmal sah man ihm seine Krankheit an. Oft aber ließ er außer die Menschen, die ihm sehr nahe standen, niemanden merken, wie es ihm wirklich ging.
Aber auch in dieser Zeit, die ihn viel Kraft kostete, war er weiterhin für #dedoc° und für andere Menschen mit Diabetes aktiv. Am 31. Mai 2026 ging Bastian Haucks Lebensweg nun zu Ende. Was er und sein Tun so vielen Menschen bedeutete, zeigen unter anderem die vielen digitalen Grüße, die er in seinen letzten Wochen erhielt. Auch das Diabetes-Team der MedTriX Group trauert um diesen engagierten Kämpfer für die Menschen mit Diabetes. Unsere Gedanken begleiten jetzt seine Familie, seine Freunde und alle, die ebenfalls um ihn trauern.
Dr. med. Katrin Kraatz ist Ärztin, Medizin-Redakteurin und lebt seit ihrer Kindheit mit Typ-1-Diabetes. Sie arbeitet seit über 20 Jahren mit am Diabetes-Anker (vormals Diabetes-Journal) und ist seit 2021 zusammen mit Prof. Haak Chefredakteurin der Zeitschrift. Darüber hinaus schreibt Dr. Kraatz auch für weitere Diabetes-Medien aus dem Hause MedTriX.
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stephanie-haack postete ein Update vor 6 Tagen, 4 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 6 Tagen, 6 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 6 Tagen, 4 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
