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Allzeithoch
2 Minuten
Als Diabetologe in einer Klinik muss unser Kolumnist Dr. Hans Langer häufig Patienten anraten, ihr Körpergewicht zu reduzieren. Doch was ist, wenn der eigene Arztkittel plötzlich immer mehr spannt und man sich an seinen eigenen Ratschlägen und Forderungen messen lassen muss?
Es gibt Witze meiner Ehefrau, über die ich überhaupt nicht lachen kann. Gaby, die bekannterweise in einer Bank arbeitet, sagte vor kurzem zu mir: “Weißt du eigentlich, was du und der deutsche Aktienindex gemeinsam haben?” Als ich mit einem langen “Neeee” antwortete, sagte sie: “Der deutsche Aktienindex und dein Gewicht erleben gerade ein Allzeithoch.” “Haha, sehr witzig, aber da kann ich überhaupt nicht drüber lachen.”
Klinikkittel zu heiß gewaschen und eingegangen?
Dass ich etwas zugenommen habe, weiß ich selbst; und dass ich gern weniger wiegen würde – auch klar. Es gibt aber nichts, was einen mehr davon abhält, sein Gewicht zu reduzieren als das ständige Rumnörgeln der Ehefrau.
Nun ja, in der Klinik ist es auch schon relativ blöd. Meine Hemden zwicken, und der Kittel schließt auch nur noch unter Spannung. Das Stethoskop hänge ich mir lieber um den Hals, weil es in den Taschen ja so aufträgt. Ich habe das immer darauf zurückgeführt, dass unsere Klinikkittel zu heiß gewaschen werden und dabei eingehen.
Vertrackte Vorbildfunktion …
Was mir aber letzte Woche passiert ist, ließ mich dann doch etwas nachdenklich werden: Nachdem ich einem meiner übergewichtigen Patienten meinen Standardvortrag über die Gefahren des Übergewichts gehalten hatte und ihm genau erklärte, wie man ohne zu hungern und mit etwas mehr Bewegung Gewicht verlieren kann, meinte dieser nur: “Na, Herr Dr. Langer, da haben wir gemeinsam ja einiges vor.”
Es ist schon wirklich blöd, wenn man eine Vorbildfunktion hat. Und Abnehmen ist doch gar nicht so schwer, zumindest erzähle ich das immer meinen Patienten. 500 kcal pro Tag einsparen, das muss doch drin sein. Schokolade weglassen, kein Feierabendbier usw. – und das bisschen Sport muss doch auch zu schaffen sein. Jeden Tag eine halbe Stunde aufs Ergometer, Joggen, Nordic Walking oder ins Fitnessstudio ist doch umsetzbar, oder?
Man muss es wollen!
Ich muss einfach nur das machen, was ich meinen Patienten immer erzähle. Das Entscheidende aber ist: Man muss es wollen. Also die Entscheidung treffen, anfangen und zur Gewohnheit werden lassen. Das ist es, und genau das habe ich beschlossen. Ab morgen – aber Gaby werde ich kein Wort darüber sagen. Bin gespannt, ob sie merkt, was ich mache. Ein wenig Lob von ihr täte mir schon gut, wäre viel besser, als Witze über mich zu machen. Aber sie will ja nur mein Bestes …
von Hans Langer

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (3) Seite 82
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stephanie-haack postete ein Update vor 4 Tagen, 19 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Tagen, 21 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Tagen, 19 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
