- Allgemein
Aus dem Blickwinkel der anderen
2 Minuten

Haben Sie sich eigentlich schon einmal Gedanken darüber gemacht, aus welchem Blickwinkel andere Menschen Ihren Diabetes betrachten? Vielleicht nicht – und das wäre auch normal: Denn schließlich ist der Diabetes da, und Sie haben ihn sich nicht ausgesucht.
Dennoch betrifft der Diabetes oftmals nicht nur den, der ihn hat, sondern in vielen Fällen auch den Partner, die Kinder, die Freunde oder die Arbeitskollegen: Denn alle, die von Ihrem Diabetes wissen, machen sich auch hierzu Gedanken. In der Familie wird Ihnen vermutlich dadurch viel Unterstützung zuteil. Vielleicht wird Ihnen aber auch zu viel Unterstützung zuteil, so dass Ihnen das Maß auch einmal zu viel wird.
Schön ist es, wenn Freunde danach fragen, wie es mit dem Diabetes so läuft – vielleicht haben Sie aber auch gar keine Lust, ständig gefragt zu werden, ob der Zucker im Lot ist? Manche Arbeitskollegen schauen vielleicht mitleidig herüber: “Oh, der arme Kollege mit seinem Zucker!” Oder Sie nutzen das schamlos aus, wenn es darum geht, sich auf der Karriereleiter nach oben zu kämpfen. Viele Kollegen sind jedoch auch wunderbare Unterstützer und gehen ganz differenziert mit dem Diabetes ihrer Arbeitskollegen um.
Aus welchem Blickwinkel unsere Mitmenschen den Diabetes betrachten, hängt zum Teil davon ab, was sie über den Diabetes wissen. Und das ist in vielen Fällen furchtbar wenig. Allerdings scheint es mit dem Diabeteswissen in der Öffentlichkeit voranzugehen, denn Diabetes ist zum Gesellschaftsthema geworden und man spricht mittlerweile darüber. Und Betroffene bekennen sich anders als früher freimütig zur Stoffwechselerkrankung.
Dennoch liegt es auch an Ihnen, den Blickwinkel, mit dem Ihre Mitmenschen auf Ihren Diabetes schauen, zu beeinflussen:
In der Familie gilt es, das rechte Maß der Unterstützung und des Einmischens zu definieren. Im Freundeskreis wird man sich die Freunde aussuchen, die es wert sind, mehr über Ihren Diabetes zu erfahren. Am Arbeitsplatz schließlich hängt es sehr davon ab, wie gut Sie in Ihrem Kollegenteam dastehen, wer Ihre Freunde sind und wer die Ellenbogen ausfährt. Hier sollte man wirklich differenziert mit dem Diabetes umgehen und die Informationen sorgfältig streuen.
Letzen Endes steht eines fest: Als Mensch mit Diabetes sind Sie nicht weniger wert als ein Mensch ohne Diabetes. Und wenn ein Diabetes von Anfang an gut eingestellt ist, werden Sie genauso lange ein guter Ehepartner, ein toller Freund oder ein effektiver Mitarbeiter sein, wie Sie es auch wären, wenn Sie keinen Diabetes hätten. Achten Sie also selbst darauf, dass Sie sich so positionieren, dass der Blickwinkel auf Ihren Diabetes in Ihrem Umfeld stimmt.
von Prof. Dr. med. Thomas Haak
Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.:(06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (5) Seite 25
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lena-schmidt postete ein Update vor 1 Tag, 13 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
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Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße