„Nur Märchen enden gut“

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„Nur Märchen enden gut“

Wir trauern um unser Redaktionsmitglied Prof. Dr. med. Reinhard Zick (Foto; 1947 – 2019), der Anfang August unerwartet starb. Chefredakteur Günter Nuber erinnert an sein Leben und Wirken.

Liebe Diabetes-Journal-Leserinnen und -Leser,

unser langjähriges Redaktionsmitglied Prof. Dr. med. Reinhard Zick ist tot. Völlig überraschend starb er am 7. August zuhause in Lingen/Ems im Alter von 72 Jahren. Die verstörende Nachricht erreichte unseren Verlag an einem Donnerstag zwischen Sitzungen, Telefonaten, Recherche – und ließ uns innehalten.

Viele von uns kannten Reinhard Zick seit weit über 10, ja 20 Jahren; er sprühte vor Humor, vor Energie, er betrat den Raum mit verschmitztem Blick und oft mit einem Lächeln. Redakteurs-Kollege Matthias Heinz sagt: „Wir haben unsere Telefongespräche meist beendet, nachdem jeder seinen neuesten Witz erzählt hat. Kein Witz!“ So war er, „der Zick“.

Er war auch ein Mann der besonderen Themen und fing dort an zu kommunizieren, wo andere aufhören: Im Diabetes-Journal schrieb er über für Betroffene belastende Erkrankungen, die im Gespräch mit dem Arzt oft außen vor bleiben – wie Sexualstörungen bei Männern und Frauen, starkes, den Alltag bestimmendes Schwitzen … oder „die Angst der Frauen vor der Haarbürste“. Er machte den Menschen vor allem Mut, indem er jedes seiner Titelthemen an konkreten Beispielen, an konkreten Menschen beschrieb.

Vielen Lesern Mut zu machen, das passte zu ihm – aber nie machte er ihnen etwas vor. Sein eindringliches Schwerpunktthema über Diabetes, Krebserkrankungen und Chemotherapie (mit „Fred“ als Protagonisten) endete so: „Sie werden sicher fragen, wie die Geschichte ausgegangen ist. Wir alle wissen, dass nur Märchen in der Regel gut enden. Fred hat mehrere Therapien seines Lungentumors gut überstanden. Aber auch gewonnene Lebenszeit ist irgendwann nicht mehr verlängerbar.“

Sein Engagement ging weiter als für und mit uns zu schreiben – er beantwortete Fragen der Leser immer einfühlsam und auch mal aus Berlin, aus Kreta, aus Italien. Letzten Sommer erreichte uns folgende Mail des Lesers O. J. aus Dänemark: „Besten Dank, denn ich vermute, Sie haben Herrn Professor Zick meine Mail weitergeleitet, denn er rief mich gestern ‚aus dem Himmel an‘, wie er sagte.“

Zick las demnach die Krankengeschichte O. J.s, gab einige Hinweise für dessen Hausarzt weiter, „mein Hausarzt hat alles gelesen, wir werden gemeinsam die Behandlung so durchführen“. Einfach stark.

Bis zum Jahr 2012 war Prof. Reinhard Zick rund 25 Jahre lang Chefarzt für Gastroenterologie im Bonifatius Hospital in Lingen. In der Zeit haben er und sein Team pro Jahr etwa 3.000 Patienten ambulant und stationär betreut, viele davon litten unter bösartigen Tumor-Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Im Jahr 2010 starb seine Frau an Lungenkrebs. Mit ihr zusammen gründete Zick vor rund 30 Jahren den „Fonds für Krebskranke Lingen e. V.“.

Unsere große alljährliche Redaktionskonferenz im Herbst bereicherte der Zick diskussionsfreudig und mit Meinungsstärke in der Sitzung nachmittags – und mit herzlichem und lautem Lachen rund um seinen Tisch abends.

Prof. Reinhard Zicks Tod reißt eine große Lücke in unser Team. Aber sein Geist, sein Wesen, seine (Menschen-)Liebe werden ihn überdauern – gerade so, wie es seine Familie in der Todesanzeige formuliert hat. Unser Mitgefühl gilt seiner Lebensgefährtin, seinen Kindern und Enkeln.


von Günter Nuber
Chefredaktion Diabetes-Journal,
Kirchheim-Verlag, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (9) Seite 41

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  • uho1 postete ein Update vor 4 Tagen, 11 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
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    Wir freuen uns auf Euch! 🙂