Urlaubsreif

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© Christian Mentzel
Urlaubsreif

Ich weiß auch nicht, warum, aber es gibt Bundesländer, die haben immer als letzte Sommerferien. Bedauerlicherweise liegt unsere Diabetes-Klinik genau in einem solchen Bundesland. Während die Hessen, Sachsen, Rheinland-Pfälzer und so weiter bereits gut erholt die Rückreise aus dem Süden antreten, malochen wir immer noch und sehnen den Urlaub dringend herbei.

Meine Frau Gaby meint, das sei doch gar nicht schlecht, wenn wir das gute Wetter und die Sommerzeit zuhause genießen und dann erst in den Urlaub fahren – und so vielleicht den Sommer verlängern. Außerdem sei dann auch die Vorfreude größer.

Leere Batterien – das merken auch die Mitmenschen

Nun ja, da hat sie vielleicht recht, aber wenn der Abstand zwischen dem letzten Urlaub und dem herbeigesehnten nächsten Urlaub zu lang wird, dann merke ich immer mehr, wie meine Batterien leer werden. Ich bin eigentlich urlaubsreif und brauche dringend Erholung, zumindest meiner Ansicht nach.

In einer stillen Stunde fragte ich mich, ob das wohl meine Mitmenschen merken? Vermutlich schon, denn ich bin irgendwie genervter, weniger fehlertolerant, und mein jugendlicher Charme (Selbsteinschätzung) ist auch irgendwie verflogen.

… dann platzt mir innerlich schon mal der Kragen

Ich weiß gar nicht, ob ich das sagen darf, aber wenn ich urlaubsreif bin, gehen mir manchmal sogar die Patienten auf die Nerven. Natürlich nicht alle, sondern nur die, die mich besonders fordern – und das tun manche ganz gehörig. " Herr Dr. Langer, können Sie dieses Rezept noch ausstellen?", "Herr Dr. Langer, können Sie schnell noch mal einen Ultraschall machen?", "Herr Dr. Langer, ich würde gerne einen Tag früher nach Hause gehen!" und so weiter.

Wenn dann noch mein Chef antanzt und darüber meckert, dass die Arztbriefe erst nach drei anstatt nach zwei Wochen das Haus verlassen, dann platzt mir innerlich schon mal der Kragen.

Naja, ich glaube, ich bin da nicht der einzige, und nach 10-maligem Ein- und Ausatmen geht es dann auch wieder. Deswegen habe ich gestern Abend Gaby mitgeteilt, Vorfreude hin oder her: Nächstes Jahr fahren wir früher in Sommerurlaub. Sie lächelte nur und sagte: "Ja, ja, Hans, das sagst du jedes Jahr."


Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.
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  • tako111 postete ein Update vor 5 Tagen, 10 Stunden

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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